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Tagung Hanf: Rechtslage und Politik

DIE GRUNDIDEEN DER TAGUNG

Drei Dinge haben in der letzten Zeit die Hanfszene recht durcheinandergewirbelt. Erstens läuft endlich Konkretes auf der Gesetzesebene, zweitens und drittens das Tolerieren von Hanfläden, bzw. was diese verkaufen dürfen und darauf folgende Verhaftungen und Betriebsschliessungen.

Eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes in Sachen Hanf ist im Parlament in der Beratung. Was hierzu bekannt wurde, findet in der Hanfszene ein Echo von sachlicher Diskussion bis empörter Ablehnung.

Die Verhaftung Bernard Rappaz mit folgendem Hungerstreik und Demonstrationen vertiefte die bereits vorhandene Zersplitterung der Szene: Wer nicht bereit war (ist?), in Rappaz einen Märtyrer zu sehen, wird von anderen Szenenleuten geschnitten.

Die Situation der Läden und auch der Produzenten ist sehr unklar. Es fehlen klare Regeln, was an wen verkauft werden darf und was nicht. Es gibt keine Qualitätslabels, Hygienestandards, Definition der Kundschaft usw. Hierzu gehören auch die jeweiligen Motive für das Führen der Läden, sprich der reine Business-Gedanke oder auch ein Engagement für die Bewegung.

Diese Faktoren haben dazu geführt, dass zurzeit die Hanfszene äusserst zerstritten ist. Mann und Frau sprechen kaum mehr miteinander. Es gibt keine allgemeinen Grundsätze und somit z.B. für die Parlamentarier keine Ansprechpartner und klare Aussagen. Gleichzeitig haben sich die Gegner der Hanflegalisierung schon längstens organisiert und mit dem Lobbyieren begonnen. Kein Wunder, schauen dann die zurzeit diskutierten Gesetzesvorschläge so weltfremd drein (Stichworte: Fichierung oder das Verbot der Hanfpflanze).

Hier greift unsere Tagung ein: Sie will versuchen, Positionen zu verschiedenen Aspekten des Hanfs und der Politik zu definieren, und seien diese minimal. Wir wollen deshalb dies angehen und gemeinsam mit Experten aus verschiedenen Bereichen (Szenenleute, Juristen, Apotheker, Behördenvertreter, Produzenten Bauern,Verarbeiter, Konsumenten) solche Positionen zu definieren suchen. Es handelt sich um eine Art Workshop. Es sind, folgende Arbeitsgruppen vorgesehen: Eigenposition der Szene, Umsetzung der vorgesehenen Gesetzesänderungen in die Praxis, Qualitätskontrolle und -labels, Ethikstandards, Lobbying (wird noch vervollständigt).

Als Endprodukt werden die Resultate als Sammelband publiziert und so einer weiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Es gilt, gangbare Wege zu finden und zu präsentieren. Nur so kann die Diskussion im Sinne des Hanfs beeinflusst werden.

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