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Bekifft am Steuer: Polizei plant bereits Kontrollen

2004/12/30 - 20 Minuten

Die Gnadenfrist für Alkohol und Drogen am Steuer läuft ab: Die Polizei plant für Anfang Jahr mehrere Grosskontrollen. Kiffern droht der Ausweisentzug.

"Andere nehmen nach der Arbeit ein Feierabendbier. Ich rauche dann einen Joint - und das täglich", erzählt ein Berner Kiffer. Diese Angewohnheit könnte dem jungen Autolenker bald zum Verhängnis werden. Er ist nicht allein: Die Zahl der Drogenfälle hinterm Steuer hat sich in den letzten Jahren im Kanton Bern verdreifacht.

"Für regelmässige Kiffer wirds schwierig: Kann ihnen THC im Blut nachgewiesen werden, droht ein Ausweisentzug", warnt Frank Rüfenacht von der Kapo Bern. Auch wenn sie am Tag, an dem sie Auto fahren, überhaupt kein Cannabis konsumiert hätten.

"Exzessive Drogenkonsumenten gehören laut Gesetz sowieso nicht hinters Steuer", sagt Werner Bernhard vom Institut für Rechtsmedizin der Uni Bern (IRM). Gelegenheitskiffer sollten mindestens 12 Stunden warten, bevor sie wieder Auto fahren. "Erfahrungsgemäss zeigen unsere Analysen dann kein THC im Blut mehr an", sagt Bernhard.

"Wir werden nicht hinter jeder Ecke auf Blau- und Drogenfahrer lauern", sagt Anita Panzer von der Polizei Kanton Solothurn. Trotzdem: Anfang Jahr sind sowohl in Solothurn als auch in Bern Grosskontrollen geplant.

Denise Schneitter
Erscheinungsdatum Freitag 31. Dezember 2004 14:21

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