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Cannabis-Schnelltest: Die Resultate sind ernüchternd

2004/11/10 - 20 Minuten

Seit Mai setzt die Stadtpolizei Zürich bei Verkehrskontrollen einen Drogenschnelltest ein. Doch das Prüfgerät meint es zu gut mit den Drogenkonsumenten.

"Der Test ist vor allem in Bezug auf Cannabis nicht zuverlässig genug", gibt der Chef der Verkehrspolizei, Beat Oppliger, zu bedenken. Bei 150 Lenkern mit Verdacht auf Drogenkonsum wurde der Schnelltest in den letzten sieben Monaten eingesetzt. Wie vielen tatsächlich der Konsum von Cannabis, Heroin, Kokain, Amphetamin oder Ecstasy nachgewiesen werden konnte, will die Stadtpolizei noch nicht preisgeben. Nur so viel: Das Gerät hatte bei einigen Getesteten zuerst keine Drogenspuren angegeben, doch in nachträglichen Blut- und Urintests wurde der Verdacht bestätigt. Über eine definitive Anschaffung der Geräte will die Stadtpolizei später entscheiden.

Ab 1. Januar 2005 gilt Nulltoleranz bezüglich Drogen am Steuer. Deshalb rüsten sich die Polizeikorps nun mit entsprechenden Hilfsmitteln aus. Bei der Kantonspolizei sind bereits seit diesem Herbst sämtliche Patrouillenfahrzeuge mit einem Drogenschnelltest ausgestattet, wie Sprecher Martin Sorg erklärt. "Wir sind mit unserem Schnelltest zufrieden, doch eine kleine Fehlerquote kann es immer geben".

Sandra Hänni
Erscheinungsdatum Sonntag 5. Dezember 2004 19:47

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