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Cannabis aus dem Coffeeshop

2004/05/28 - 20 minuten

Coffeeshops wie in Holland, lizenzierte Hanfläden und eine Steuer auf Cannabis: Kurz vor der Ratsdebatte lobbyieren die Junge FDP und CVP für die Legalisierung des Kiffens.

"Verbote haben beim Cannabiskonsum versagt", so Claudio Gentilesca von der Jungen CVP Aargau. Cannabis dürfe aber nur von bewilligten Stellen und nur an über 18-Jährige verkauft werden. Neben einer Bewilligungspflicht für Hanfläden schlägt die jungfreisinnige Nationalrätin Christa Markwalder die Einführung lizenzierter Coffeeshops vor, wie es sie in Holland gibt. "Diese sollen Cannabis, aber nicht gleichzeitig Alkohol anbieten", so Markwalder. Die Leute würden dann mehr in den Coffeeshops und weniger an öffentlichen Orten wie in Zügen kiffen. Cannabis soll jedoch nur an über 18-Jährige verkauft werden.

Laut den beiden Jungparteien bringt eine Lenkungsabgabe auf Cannabis zusätzliches Geld für die Prävention. "Die Abgabe muss massvoll sein, damit nicht ein neuer Schwarz-markt entsteht", so Markwalder weiter. Diese dürfte nicht mehr als fünf Franken pro Gramm betragen. Mit dem straffreien Konsum entstehe zudem bei den Justizbehörden ein Sparpotenzial von 30 Millionen Franken pro Jahr.

Der Nationalrat wird sich in der nächste Woche beginnenden Sommersession mit dem straffreien Kiffen befassen.

(csr)
Erscheinungsdatum Donnerstag 3. Juni 2004 12:44

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