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Cannabis med. Teurer Kampf ums Cannabis

Bad Tölz-Wolfratshausen - Franz S. (Name geändert) kämpft weiter. Cannabis ist das einzige Mittel, das dem an Aids erkrankten Landkreis-Bürger gegen seine Appetitlosigkeit und Nervenschmerzen hilft.

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Tölzer Kurier 08.07.2007

Jetzt will der 46-Jährige einen neuen Antrag bei der Bundesopiumstelle einreichen, um zu Hause Cannabis anbauen und als Medizin verwenden zu dürfen.

Eine Genehmigung darf die Bundesopiumstelle laut S.’ Anwalt Sebastian Glathe nur erteilen, wenn wissenschaftliche Zwecke oder das Allgemeinwohl davon profitieren. Dass Kranken erlaubt wurde, eigene Cannabispflanzen zu medizinischen Zwecken anzubauen, sei "bisher nur in Einzelfällen bekannt".

Wie er seinen weiteren juristischen Kampf finanzieren soll, ist S. schleierhaft. Die Bundesopiumstelle verlangt jetzt x Gutachten von mir , sagt er. Nachweis der erforderlichen Sachkenntnis , Therapieverlauf, ärztliche Nutzen-Risiko-Bewertung, Stellungnahme der Krankenkasse ­ jedes Dokument kostet Geld , stellt S. resigniert fest.

Doch es geht ihm ums Prinzip ­ und persönlich um seine Rechtssicherheit. Wie berichtet, hatte er vor zwei Jahren schon einmal einen Strafbefehl bekommen, nachdem ihn die Polizei mit Drogen erwischt hatte. Damals stellte zwar nach langem juristischen Ringen die Berufungskammer am Landgericht München II das Verfahren aufgrund der besonderen Umstände ein, so dass der Cannabis-Besitz straffrei blieb. Doch S. bleib auf 2500 Euro Gerichtskosten sitzen. Nach jetzigem Stand könnte ihm jederzeit eine neue Anzeige blühen.

Erscheinungsdatum Freitag 3. August 2007 16:14

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