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Cannabishaltige Medikamente für Schwerstkranke in Deutschland

Schwerstkranke und sterbende Menschen sollen in Deutschland künftig cannabishaltige Arzneien auf Rezept erhalten. Die Koalitionsfraktionen haben sich am Dienstag auf entsprechende Änderungen des Betäubungsmittelrechts geeinigt, wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung mitteilte.

18.08.2010

Die Versorgung schwerstkranker Menschen verbessert sich. In Zukunft sind Cannabis-haltige Medikamente in Deutschland zugelassen und können von Ärzten verschrieben werden. Darauf haben sich die Koalitionsfraktionen von Union und FDP geeinigt. Die Zustimmung des Bundestages gilt laut Christian Lipicki, Pressesprecher des Bundesministeriums für Gesundheit, als sicher.

Handel und Verwendung von Cannabis weiterhin verboten

Änderungen hinsichtlich des Handels und der Verwendung sind im Betäubungsmittelgesetz aber nicht vorgesehen. Das bedeutet: Auch weiterhin sind Erzeugung, Handel und Verwendung von Cannabis verboten. Außerdem bleibt der Anbau von Rauschhanf zu medizinschen Zwecken nach wie vor verboten. Nach Angaben von Lipicki darf nicht jeder Arzt cannabishaltige Medikamente verschreiben. Nötig ist dafür eine spezielle Genehmigung und ein bestimmtes "Betäubungsmittelrezept."

"Kein großer Wurf"

Cannabishaltige Medikamente eignen sich insbesondere für Schmerzpatienten. "Es geht darum, die Leiden, zum Beispiel für Krebskranke im Endstadium, so erträglich wie möglich zu machen", sagte Lipicki. Theo Pütz, vom Verein für Drogenpolitik aus Borgholzhausen nannte die Reform "keinen großen Wurf". "Das kommt eher den Pharmakonzernen zu Gute", sagte er auf Anfrage von swp.de. Auch heute gebe es in Deutschland schon Medikamente die Wirkstoffe aus Cannabis enthalten. Die Drogenbeauftrage der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, lobte dagegen die Gesetzesänderung: "Ich begrüße diese Änderung. Sie ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Schmerztherapie für bestimmte Patienten."

HanfApotheke Dies ist ein Projekt um Schwerstkranken einen Zugang zu natürlichem Cannabis zu bieten.

Erscheinungsdatum Donnerstag 19. August 2010 11:08

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