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Das Gesetz hinkt dem Konsum von Drogen hinterher

2004/06/04 - Basler Zeitung

Behörden und Fachpersonen analysieren an einer zweitägigen Konferenz in Bern die Situation auf dem Drogenmarkt. Anlass zur Sorge bereitet der gleichzeitige Konsum von Kokain und anderen Rauschmitteln.

Bern. SDA. Ziel der Konferenz sei es, Strategien in der Prävention zu entwerfen, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das die nationale Designerdrogen- und Kokainkonferenz organisiert hat, in einer Medienmitteilung. Problem Nummer eins bei den Designerdrogen ist, "dass die gesetzliche Basis mit der Entwicklung auf dem Markt kaum mithalten kann". Das Betäubungsmittelgesetz habe noch nicht einmal alle bekannten Substanzen aufnehmen können, schreibt das BAG. Alle Rauschmittel durcheinander Beim Kokain gebe vor allem der Konsum mit anderen Rauschmitteln wie Alkohol, Tabak oder Cannabis Anlass zu grosser Sorge. Ein solcher Mix verstärke die gesundheitlichen Risiken. Ein weiteres Problem sei, dass nicht alle sozialen Gruppen, die Kokain einnehmen, gleich stark beachtet werden.

Vergessen gehe oft, dass nicht nur sozial schlecht integrierte Menschen, sondern auch gut situierte junge Erwachsene regelmässig Kokain konsumieren. Auch diese Menschen will das Bundesamt für Gesundheit mit Präventionsmassnahmen vermehrt ansprechen. An der Konferenz soll zudem diskutiert werden, wie Angehörigen von Drogensüchtigen geholfen werden kann. Weitere Themen sind das umstrittene Pillentesting an Partys und in Discos sowie Weiterbildungsmöglichkeiten für Suchtfachleut.

Erscheinungsdatum Montag 7. Juni 2004 14:12

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