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Die Hanfparade Berlin 2006 ist insolvent!

Wer auf der 10.Hanfparade in Berlin war, wird bestätigen können, dass diese Veranstaltung ein Erfolg war. Auch wenn die Jubiläumsausgabe des größten deutschen Pro-Hanf-Events mit toller Atmosphäre und gewachsener öffentlicher Aufmerksamkeit glänzte, ist derzeit mehr als ungewiss, ob es eine weitere Hanfparade geben wird.

Das kann man lesen, wenn mann auf die HomePage vom Bündnis Hanfparade klickt.

An der zehnten Hanfparade nahmen laut Polizeiangaben rund 1500 Menschen teil. Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch Besucher aus der Schweiz, den Niederlanden und anderen Ländern bereicherten die größte deutsche Demonstartion für Cannabis.

Bilder von der Parade 2006

Der Absturz war hervorsehbar: Schon im Dezember letzten Jahres informierte das Bündnis Hanfparade von einem möglichen Aus.

Nachdem ihr nun bestens über die Pläne zur 10. Hanfparade informiert seid und hoffentlich richtig Lust auf das größte Hanf-Event Deutschlands bekommen habt, nun noch einige weniger erfreuliche Neuigkeiten. Der Hanfparade geht es nicht gut. Man kann sogar sagen, wenn nichts passiert, stirbt sie! Sie hat sich nämlich zwei Krankheiten eingefangen. Noch ist aber nicht alles verloren. Noch haben wir es in der Hand die Hanfparade zu retten.

Die erste Krankheit, der Personalmangel, machte dem Bündnis schon um die Jahrtausendwende zu schaffen; und, obwohl im Jahre 2003 eine "Vorstands-Transfusion" stattfand, war der Teufelskreislauf nicht mehr zu bremsen.

Die Hanfparade hatte sich mit den falschen Leuten rumgetrieben und dabei auch mit einem besonders unangenehmen Typen namens Finanzamt Kontakt. Und der hat sie dann angesteckt. Und zwar mit Schuldenfalle! Über Nacht bekam die Hanfparade fast 13.000 Euro Fieber. Und das zu einer Zeit, in der es gerade so aussah, als ob sie den Personalmangel endlich unter Kontrolle gekriegt hätte. Aber denkste! Neue Ideen von neuen Leuten kosten neues Geld und genau das fehlte jetzt. Schlimmer noch,das Immunsystem von Vereinen verliert durch Schuldenfalle seine beste Waffe im Kampf gegen den Personalmangel. Einmal angesteckt, greift diese oft tödlich verlaufende Krankheit nämlich die bekannten Spaßzellen an und ohne die geht fast nichts.

Im Moment sieht es wirklich so aus, als würde das grösste deutsche Hanf-Ereignis am so oft zitierten amotivationalen Syndrom der Kiffer scheitern.

Dabei war eines der wichtigen Mottos der Parade 2006 der finanzielle Aspekt der Repression:

Mit der Hanfparade wollten wir auf die negativen Auswirkungen des Cannabisverbotes hinweisen. Besonders wichtig waren uns im Jahr 2006 die finanziellen Effekte der Hanf- Prohibition. Das Hanfverbot kostet den Staat und jeden seiner Bürger Tag für Tag zigtausend Euro. Dabei könnte die Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel tausende Arbeitsplätze schaffen und Milliarden in die Kassen von Bund, Ländern und Kommunen spülen. Forderung des Bündnisses 2006

Die Legalisierung würde dem Staat nicht nur Mittel zur Rettung des grössten deutschen Hanf-Ereignises bringen; die Hanfparade könnte vom demonstrativen, zum kulturellen Anlass werden, was wiederum Arbeit, Verdienst und Kapital mit sich bringen würde.

Aber für die Durchführung der Hanfparade 2007 müssen wohl andere Mittel beschafft werden

Die Lösung des Problems ist einfach und heisst: SPENDET!!

wenn in Deutschland das grösste Hanfereignis wegen 13`000€ scheitert, ist das ein Armutszeugnis; bei schätzungsweise 4 Mio. Cannabiskonsumenten

zur Seite des Bündnis Hanfparade

Artikel modifiziert Mittwoch 1. August 2007 23:38, Erscheinungsdatum Freitag 19. Januar 2007 19:44

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