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Die Scientologen geben in der eidgenössischen Drogenpolitik den Ton an

2004/07/01 - Hanf-Info

Ein im "Le Matin" am 30.6.2004 erschienener Leserbrief erhellt das Nein des Nationalrats zum Eintreten in die Revision des Betäubungsmittelgesetzes (BtmG): Die konservativen Parteien, Polizei und Justiz, die Anti-Drogenkomitees, die Massenmedien und schlussendlich der Nationalrat wurden durch Scientologen-Propaganda indoktriniert.

Suzanne Montangero, vom Scientologen-"Tempel" in Lausanne, hat bestätigt, dass Scientologen-Organisationen wie "Narconon" oder "Sag’nein zu Drogen, ja zum Leben" in der ganzen Schweiz über 600’000 Broschüren an Politiker, Studenten, Polizisten, medizinisches Personal usw. verteilt haben. Und wie viele "Kongresse" am sonnigen Strand, Seminare in Luxushotels, wie viele gut präparierte Pressedossiers, Weihnachtsbatzen, Geschenke aller Art und andere Privilegien dazu?

Die Sekte versucht alles, um dem Traktat einen offiziellen Anstrich zu geben, indem sie es in Schulen, Pflegezentren, seriösen Vereine, Polizeiwachen usw. auflegen lässt. Dies tut sie sogar, wenn sie dabei einen Skandal riskiert, wie dies im kantonalen Gymnasium in Porrentruy geschah. So läuft dies seit 1966, dem Jahr, als Ron Hubbard (der Gründer der Sekte und Erfinder des Narconon-Programms) seinen Feldzug auf das Bewusstsein der Drogenbenützer, das Geld der Familien Drogensüchtiger und auf öffentliche und private Subventionen begann.

Hunderte von Experten und zig Millionen Franken wurden für Forschungsgruppen und -projekte in Drogenangelegenheiten eingesetzt, wie z.B.; La Guardia in den USA, Dain in Kanada, Henrion und Roques in Frankreich, den Cannabisreport des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit oder gar einen Bericht, welcher von der WHO 1998 schubladisiert wurde. Alle diese Berichte widersprechen den Meinungen der Scientologen, aber keine der darin enthaltenen Empfehlungen wurde je in einem Gesetz berücksichtigt. Die USA, Frankreich, Schweden und jetzt auch die Schweiz folgen blindlings dem Modell der UNO-Drogen-Organisation UNDCP, welches nur allzu sehr einer Kopie der Hirngespinste Ron Hubbards und seiner Schergen ähnelt.

Von der, ursprünglich amerikanischen, Verschwörung gegen den Hanf verursacht durch ein Interessenkartell amerikanischer (Chemie-)Industrieller, um die traditionelle ländliche Gesellschaft platt zu walzen, bis zur aktuellen Ablehnung das hiesige BtmG zu ändern, bleibt die Ideologie dieselbe: politische, wissenschaftliche und religiöse Demagogie, welche die eigentlichen Interessen verdeckt. Egal, welches Betäubungsmittel in Mode ist, Jede Generation muss sich denselben Blödsinn anhören, welcher sich bis heute kaum verändert hat.

Es ist an der Zeit, diese verstaubten Debatten zu vergessen, um endlich eine pragmatische und wirksame Drogenpolitik durchzuziehen, welche auf dem Vier-Säulen-Modell basiert, das sich wiederum viel besser bewährt hat, als es all die Verbotsanhänger auf der ganzen Welt je geschafft haben.

Umfassenderes Material mit Quellenangaben und einer Bibliographie finden Sie unter www.hanf-info.ch
Murten, 1. Juli 2004 André Fürst
  • Un courrier des lecteurs du Matin paru le 30.06.2004 apporte une explication au refus par le Conseil National d'entrée en matière sur la révision de la Lstup. Les partis conservateurs, la police et la justice, les comités anti-drogues, les média populaires et pour finir le Conseil National ont été endoctriné par la propagande scientologue.
  • Nella posta dei lettori del giornale Matin apparso il 30.06.2004 viene spiegato il perché del rifiuto di entrare in materia da parte del Consiglio Nazionale sulla revisione della LegStup.
Artikel modifiziert Montag 12. Juli 2004 12:11, Erscheinungsdatum Mittwoch 7. Juli 2004 17:00

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