Die Technik von www.Biodrive.ch, stand 2001

Was wir machen:
Wir rüsten herkömmliche Dieselfahrzeuge mit einer zweiten Kraftstoffanlage für die Nachwachsenden Treibstoffe aus. Beim PKW ist der Zweittank meist im Kofferraum, beim LKW/Bus neben dem Dieseltank. Die beiden Kraftstoffanlagen sind durch Magnetventile getrennt und können vom Fahrer nach Wunsch geschalten werden. An Motor und Einspritzanlage wird nichts geändert!
Die gesamte Öltemperatur- und Kraftstoffregelung erfolgt über einen Mikrocomputer mit LCD-Display.

Was das bringt:
Nach dem Umbau kann das Fahrzeug mit allen bekannten pflanzlichen und tierischen Ölen und Fetten gefahren werden, auch mit Altfetten/Ölen aus der Gastronomie oder Hanföl aus der Landwirtschaft. Alle Biokraftstoffe sind wie Lebensmittel CO2-neutral, frei von Schwefel und Umweltgiften. Biokraftstoffe produzieren nur einen Bruchteil der Schadstoffe von mineralischem Diesel.
Biokraftstoffe sind nachwachsende Treibstoffe und Sonnenenergie. Natürliche Öle und Fette sind seit Millionen Jahren die Energieträger der Natur und können jetzt in jedem Diesel-Kraftfahrzeug fossilen Dieselkraftstoff ersetzen.

Welche Vorteile hat ein mit Pflanzenöl betriebenes Fahrzeug?

- CO² - neutral
- günstiger als Diesel
- wirtschaftlich
- hat eine vorzügliche Energiebilanz
- schwefelfrei
- schont die Erdölressourcen
- zu 100% biologisch abbaubar
- keine Gefahr für Boden, Wasser und Luft bei einem Ölunfall
- geringe Brandgefahr, da Flammpunkt bei über 300° liegt.
- zum Tanken für zu Hause geeignet (z.B. im 1000 L Container)
- problemlos zu lagern, ökologischer als Biodiesel
- eine Chance für die Landwirtschaft (Hanfpflanzen)

Welche Nachteile hat ein mit Pflanzenöl betriebenes Fahrzeug?
Einbussen bei Raum und Nutzlast durch den zweiten Tank.
Verlust der Herstellergarantie bei Neufahrzeugen wegen des abweichenden Kraftstoffes. Dem Motorenöl muss mehr Beachtung geschenkt werden und bei Direkteinspritzer muss das Öl ca. 25% früher gewechselt werden.
Es gibt (noch) kein öffentliches Tankstellennetz => zu Hause tanken.

Funktionsweise

Der Bausatz besteht aus drei Hauptkomponenten:

- Steuereinheit mit Magnetventilen unter der Motorhaube (A)
- Computer mit LCD Anzeige für Werte und Bedienelemente (B)
- Wärmetauscher vom Kühlwasserkreislauf gespiesen (C)
- Pflanzenöltank in Radmulde, Kofferraum oder angebaut (D)

So sieht der Einbau schematisch aus:

Man startet wie gehabt mit Diesel. Nach einigen Minuten schaltet die Anlage von selbst auf Pflanzenöl um. Man fährt solange man will mit Pflanzenöl. Vor dem Abstellen über Nacht schaltet man auf Diesel um und betätigt die blaue Spültaste, welche die Einspritzpumpe während ca. 1 Minute mit Dieselöl spült, damit der kalte Motor wieder mühelos anspringt.
Jeder herkömmliche Diesel läuft problemlos mit aufgeheiztem Pflanzenöl. Es müssen lediglich die richtigen Öltemperaturen für den Motor eingestellt werden. Für den Einbau sind keine Spezialkenntnisse oder -werkzeuge notwendig.

Welche Kraftstoffe sind geeignet?
Die Fahrzeuge können mit Diesel, Bio-Diesel/RME, (falls Fahrzeug dafür geeignet ist), und allen bekannten natürlichen Ölen und Fetten betrieben werden. Unter den bekannten Bio-Kraftstoffen ist reines Rapsöl am weitesten verbreitet. Auch Hanföl, Soja-Öl, Baumwollsamen-Öl, Sonnenblumen-Öl, das Öl der Purgiernuss und andere Pflanzenöle können als Dieselersatz verwendet werden. Ebenso die bekannten Mischungen, die als Salatöle bei jedem Warenhaus im Regal stehen. (In Deutschland bei Lebensmittelmärkten für ca. DM 1,19.- pro Liter erhältlich). Aus der allgemein bekannten Handelsspanne und der Verbilligung beim Kauf grosser Mengen ergibt sich schon heute ein Literpreis, der unter dem Tankstellenpreis für Dieselkraftstoff liegt. In Zukunft wird sich dieser Abstand noch vergrössern, denn erfahrungsgemäss steigen die Spritpreise viel schneller, als die Lebensmittelpreise.
Biodrive kann aber mehr: Gebrauchte Öle aus der Lebensmittelproduktion; Frittieröle sind jetzt als vollwertiger Dieselersatz verwendbar. Das patentierte Verfahren ermöglicht es Frittieröl und Fette als Energieträger in Fahrzeugen zu verwenden. Statt Entsorgungskosten zu verursachen, wird diese wertvolle Biomasse zum Kraftstoff, der verfahren werden kann, wenn er anfällt.
Wenn nichts anfällt wird mit normalem Diesel gefahren. Alle hier üblichen Öle sind von Natur aus ohne giftige Zusätze und sie enthalten keinen Schwefel und keine Chloride.

KWS hat eine Recyclinganlage entwickelt, in welcher gebrauchtes Öl in einem mehrstufigen chemischen und physikalischen Prozess hochwertig aufbereitet wird. In der Aufbereitungsanlage wird dem gebrauchten Pflanzenöl das Wasser, Salz, alle Zukkerarten, Eiweisse und Partikel entzogen.
Zusätzliche Parameter werden kontinuierlich während dem Aufbereitungsprozess überwacht.
Damit stellen wir sicher, dass nur reines und somit hochwertiges Pflanzenöl als Treibstoffersatz eingesetzt wird!
Das aufbereitetet Öl wird regelmässig von einem spezialisierten Labor basierend auf dem "Qualitätsstandard für Rapsöl als Kraftstoff (RK-Qualitätsstandard) untersucht.

KWS nimmt von Grossbetrieben aus der Lebensmittelindustrie gebrauchtes Öl entgegen und bereitet es für die Nutzung als Dieselersatztreibstoff auf. Das aufbereitete Öl wird in 1000-Liter Kunststoffcontainern oder 200-Liter Fässern zum Endverbraucher geliefert.
KWS hat eine Steuerbefreiung für das aufbereitete Pflanzenöl beantragt. Die Oberzolldirektion hat bereits die Erlaubnis erteilt, Pflanzenöl unter der Buchhaltungspflicht provisorisch steuerfrei zu vertreiben. Wir können Ihnen daher das Pflanzenöl steuerfrei und nur zu den Aufbereitungs- und Transportkosten abgeben!
Der Preis pro Liter Pflanzenöl beträgt gegenwärtig nur sFr. 0,80 (zuzüglich Transportkosten). Wir rechnen langfristig mit einem maximalen Literpreis von höchstens sFr. 1,20. Unser Ziel ist es auf jeden Fall so kostengünstig wie möglich zu produzieren, damit sich Ihr Fahrzeugumbau innert nützlicher Frist amortisiert.
Die Preisdifferenz zwischen Dieselöl und Pflanzenöl ermöglicht somit, dass sich die Umbaukosten für ein Pflanzenölauto in ca. 1-3 Jahren amortisieren. Bei einem gegenwärtigen Dieselpreis von ca. sFr. 1,40 und einem Pflanzenölpreis von sFr. 0,80 entspricht dies einer Ersparnis von sFr. 0,60 pro Liter Treibstoff.

Beispiele Kostenersparnis pro Jahr:
20’000 km / Jahr; 7 Liter/100km = 1400 Liter Treibstoff pro Jahr * sFr 0,60 = sFr. 840.- / Jahr
40’000 km / Jahr; 7 Liter/100km = 2800 Liter Treibstoff pro Jahr * sFr 0,60 = sFr. 1680.- / Jahr
40’000 km / Jahr; 9 Liter/100km = 3600 Liter Treibstoff pro Jahr * sFr 0,60 = sFr. 2160.- / Jahr
60’000 km / Jahr; 8 Liter/100km = 4800 Liter Treibstoff pro Jahr * sFr 0,60 = sFr. 2880.- / Jahr

Warum Bio-Kraftstoffe?
Die bekannten Mineralölvorräte werden, gleichbleibende Steigerung des Verbrauchs vorausgesetzt, nur noch 40 bis 50 Jahre reichen. Alle fossilen Energieträger, also auch das vielgepriesene Erdgas, erhöhen nach ihrer Verbrennung den ohnehin schon zu hohen CO2-Gehalt der Atmosphäre. Alle Biokraftstoffe sind eingefangene Sonnenenergie. Sie tragen nicht zum Treibhauseffekt bei, da sie einen geschlossenen Kreislauf bilden, d.h. die Pflanzen nehmen gleich viel CO2 beim Wachstum auf wie sie später bei ihrer Verbrennung wieder abgeben. Natürliche Öle und Fette sind schon seit Millionen von Jahren die Energiespeicher der Natur.
Die Verwendung dieser Energieträger im Fahrzeugbereich ist nichts anderes, als die Rückkehr zu bewährten und vernünftigen Methoden. Das Verbrauchen der fossilen Energieträger war schon immer ein Irrweg. Kein Lebewesen, ausser dem Menschen, beteiligt sich daran. Bildung und Verbrennung von natürlichen Ölen und Fetten geschieht innerhalb des Naturkreislaufs. Die Grundbausteine dieser Energieträger (Kohlenstoff und Wasserstoff) entstammen dem Naturkreislauf und werden wieder dorthin abgegeben.

Der gezielte Anbau von Ölfrüchten verbreitert die Ernährungsbasis der Menschheit, denn sie sind gleichzeitig Kraftstoff für Menschen und Maschinen. Die Produktion von Ölfrüchten auf brachliegenden Flächen erfordert keineswegs den Einsatz von Düngemitteln. Die gewonnenen Öle enthalten keine Mineralien, der Presskuchen mit den Mineralien kann dem Boden direkt oder über den Umweg Tiernahrung wieder zugeführt werden.
Biokraftstoffe aus dem Naturkreislauf verbrauchen, im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern, bei ihrer Verbrennung keinen zusätzlichen Sauerstoff, vielmehr produzieren die Pflanzen welchen, wenn sie die Biomasse aufbauen und dabei den Energieträger Pflanzenöl herstellen. Das Verbrennen von Biosprit bindet genau soviel Sauerstoff, wie die Pflanze zuvor bei der Spaltung von Kohlendioxyd und Wasser an die Atmosphäre abgab.
Ein Liter Pflanzenöl enthält mehr Wasserstoffatome als 1 Liter reiner, tiefkalter Wasserstoff. Die Natur war schon immer der bessere Erfinder und Praktiker.

Der Preis pro Liter Pflanzenöl beträgt gegenwärtig nur sFr. 0,80 (zuzüglich Transportkosten). Diesel kostet ca. sFr. 1,43 pro Liter. Um eine eigene Pflanzenöl-Tankstelle bei Ihnen zu Hause einzurichten, offerieren wir Ihnen:

1000 L Kunststoffbehälter gebraucht, gereinigt. Innenbehälter aus HD-PE-UV-stabilisiert; 150 mm Einlassöffnung; Schraubdeckel; Umbehälter bestehend aus einer verzinkten Stahldrahtgitterkonstruktion mit grossflächiger Schrifttafel; Behälter ist auf Holzpalette verschraubt; 4-fach unterfahrbar, Abmessungen: 1.000 x 1.200 x 1.160 mm; Gesamtgewicht: ca. 70 kg. Preis nur. SFR 100.- / Stk.

Hanf- oder Rapsöl tanken in gesicherter Qualität
Für den umweltschonenden Kraftstoff Rapsöl gibt es wie für herkömmlichen Dieselkraftstoff nun eine Qualitätsrichtlinie: Unter Leitung der Bayerischen Landesanstalt für Landtechnik, Technische Universität München-Weihenstephan, einigten sich am Dienstag, den 23.05.2000 in Straubing Hersteller und Umrüster von Pflanzenölmotoren, Ölmühlenbetreiber und Wissenschaftler auf einen "Qualitätsstandard für Rapsöl als Kraftstoff ". Dieser soll den zuverlässigen Betrieb von Pflanzenölmotoren in Fahrzeugen und Blockheizkraftwerken gewährleisten und als Grundlage für zukünftige Motorenentwicklungen dienen.
KWS (Biodrive) wird soweit als möglich versuchen mit den recyclierten Pflanzenölen an diese Qualität heranzukommen. Damit soll sichergestellt werden, dass der Motor nur mit hoch reinem Treibstoff versorgt wird und die Umwelt nicht mit Fremdstoffen belastet wird ! Die heute aufbereiteten Pflanzenöle in unserer Testanlage haben durch Laboranalyse bewiesen, dass wir die Öle so rein aufbereiten können, dass kein Salz, Zucker (alle Zuckerarten) und Eiweisse mehr nachgewiesen werden können !
Das aufbereitete Öl wird regelmässig von einem spezialisierten Labor analysiert.

Normenvorschlag der TU—München für Rapsöl:

http://www.biodrive.ch
Artikel modifiziert Montag 27. August 2007 17:02, Erscheinungsdatum Freitag 21. November 2003 15:27

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