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Ex-Staatsanwalt und FDP-Ständerat Dick Marty: Legalisiert alle Drogen!

Zürich will Cannabis legalisieren, FDP-Ständerat Dick Marty auch die harten Drogen wie Kokain und Heroin.

Blick war dabei: www.blick.ch

Als Staatsanwalt jagte er Drogenhändler und Geldwäscher. Heute sagt FDP-Ständerat Dick Marty: « Der Kampf gegen die Drogenkriminalität und das organisierte Verbrechen ist die totale Pleite ». Grosse Fische gingen den Fandern fast keine ins Netz sagt Marty.  «Und die Drogenmilliarden fliessen in die legale Wirtschaft, in Fussballklubs und Luxushotels und Pizzerias .»

Doch mit dem Drogengeld breite sich auch eine mafiöse Kultur aus. « Wir hatten noch nie so viel Korruption wie heute », warnt der Tessiner. Marty will darum einen Paradigmawechsel in der Drogenpolitik. Ein fixfertiges Konzept hat er aber nicht. « Vorläufig ist das nur eine Idee. » Die Schweiz müsse aufhören, den Kampf für eine drogenfreie Gesellschaft zu führen. « Eine drogenfreie Gesellschaft hat es in der Gesschichte der Menschheit noch nie gegeben. Wir müssen lernen, mit den Drogen umzugehen. » Die Schweiz habe Regeln für den Umgang mit Tabak und Alkohol geschaffen. « Wir sollten solche Regeln auch für Cannabis, Kokain und Heroin aufstellen », sagt Marty. Das Alkoholverbot in den USA in den 1930er-Jahren habe das organisierte Verbrechen hervorgebracht.

Den Drogenbaronen den Boden unter den Füssen wegziehen, das ist das Ziel von Dick Marty.

Statt der Drogenkartelle soll der Staat den Markt kontrollieren und die happigen Gewinne aus dem Drogengeschäft kassieren.

« Das Geld soll der Bund dann in die Drogen-Prävention investieren. » Man müsse bei Jugendlichen schon in frühem Alter das Bewusstsein für die Schädlichkeit von Drogen schärfen. Dick Marty glaubt nicht, dass die Zahl der Süchtigen mit einer solchen Drogenpolitik ansteigen würde.

Der Staat als Drogendealer! « Wie soll das gehen? » fragt Martys Fraktionskollege Felix Gutzwiller, der die bisherige Drogenpolitik des Bundes mitprägte. « Es wäre sicher das falsche Konzept, wenn man beispielsweise in einer Drogerie oder Apotheke Heroin oder Kokain posten könnte. Diese hochaktiven Substanzen machen sehr schnell abhängig ».

Für CVP-Parteipräsident Chistophe Darbellay wäre die Legalisierung von Heroin und Kokain «ein Wahnsinn ». SP-Gesundheitspolitiker Stephane Rossini ist anderer Meinung: « Dass ist ein neuer Ansatz in der Drogenpolitik. Wir sollten jedoch ein solches Projekt international aufgleisen und abstützen. » Dick Marty hätte dafür auch die notwendigen internationalen Beziehungen.

  • l'ancien procureur général du Tessin, député radical au Conseil des Etats, propose de libéraliser le commerce de la drogue
Erscheinungsdatum Sonntag 27. Juni 2010 03:23

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