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Extractum Cannabis

Das nachfolgende kurze Rezept habe ich einem nicht mehr erhältlichen deutschen Apothekerbuch entnommen (siehe unten).

Ausserdem repräsentiert die Quelle in expliziter Weise, auf welche Art und mit was für einer aufgeschlossenen Haltung der wunderbare Hanf noch vor einigen Jahren medizinisch verwendet wurde.

Man nehme:

Einen Teil pulverisierte Cannabisblüten oder Haschisch (im Originalbuch ist von Hanfkraut, also von Blüten und Blättern, die Rede) Zehn Teile Weingeist

Das Pflanzenmaterial sechs Tage lang bei Zimmertemperatur in fünf Teile Weingeist einlegen und häufig schütteln. Im Anschluss auspressen. Den Rückstand wiederum mit fünf Teilen Weingeist drei Tage lang ausziehen.

„Beide Auszüge werden vereinigt, nach dem Absetzen filtriert und zu einem dicken Extrakt eingedampft. Indischhanfextrakt ist dunkelgrün, in Wasser unlöslich, löslich in Weingeist und Kollodium“ (O.A.: 124).

Maximale Einzeldosis: 0,1g
- Maximale Tagesdosis: 0,3g
- Mittlere Einzeldosis: 0,03g innerlich
- Das Extrakt ist vorsichtig aufzubewahren.

Aus dem fertigen Extrakt kann nach dem Apothekerbuch auch eine Tinktur bereitet werden. Man verwendet hierzu 50 Teile Hanfextrakt und 950 Teile Weingeist. Die Tinktur riecht schwach und hat eine dunkelgrüne Farbe. Maximale Einzeldosis: ein Gramm. Maximale Tagesdosis: drei Gramm. Als Tropfen zur innerlichen Einnahme 0,3 Gramm, also 20 Tropfen (O.A.: 485).

P.S.

Quelle: O. A. (1953), Ergänzungsbuch zum Deutschen Arzneibuch, Stuttgart: Deutscher Apotheker-Verlag

Artikel modifiziert Donnerstag 8. April 2010 12:14, Erscheinungsdatum Montag 8. Februar 2010 13:02

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