Gibt es noch Gerechtigkeit in der Schweiz ?
Von Bushka Bryndova, Publizistin, Prag, Tschechische Republik
Als ich von der Verurteilung André Fürst’s von Hanf-Info hörte , war ich sprachlos. Ich kenne und respektiere André als einen Menschen, der unermüdlich daran arbeitet, die Lebensbedingungen auf der Welt zu verbessern und das Umweltbewusstsein zu fördern. André ist ein echter Idealist, der Naturheilmittel ohne schädliche Nebenwirkungen herstellen und aktiv dazu beitragen will, Produkte für den täglichen Gebrauch zu entwickeln, die ohne zusätzliche Umweltbelastung produziert und entsorgt werden können. Schon seit langem setzt er sich tatkräftig dafür ein, dass junge Menschen nicht mit harten Drogen, die ihr Leben frühzeitig ruinieren, in Kontakt kommen.
Möglicherweise habe ich mir Illusionen über die Schweizer Justiz gemacht. Wie die meisten Menschen in meiner Heimat sehe ich die Schweiz als vorbildliche Demokratie an, mit einer Cannabispolitik, die für andere Nationen geradezu beispielhaft ist. Jetzt weiss ich nicht mehr, was ich denken soll, angesichts der Tatsache, dass André zu 29 Monaten unbedingt und einer hohen Geldstrafe verurteilt worden ist. Dieses Strafmass scheint mir absurd und unannehmbar. Was ist das für eine Justiz, die gegen Menschen wie André so hart vorgeht? Warum, zu wessen Vorteil oder auf wessen Geheiss wurde dieses Urteil gefällt?
Ich hoffe noch immer, dass es sich um einen Justizirrtum handelt und dass das Appellationsgericht das Urteil aufhebt, was zweifellos besser wäre das Image der Schweiz! Sonst wird dieses Land demnächst an der Seite der USA rangieren, deren zunehmend verkommene Lebensweise und unmenschliches Vorgehen bei der Lösung sozialer Probleme unsere europäische Kultur schlimmer verpestet als die drohende Vogelgrippe!
(Übersetzung: HC,Hanf-Info)











