Hanf-Info - eine Selbstdarstellung
Chanvre-info, auf deutsch Hanf-Info, wurde 1997 von André Fürst gegründet. Ursache war die ständige Kiffer-Jagd, vor allem der Waadtländer Polizei an den Stränden des Murtensees. André Fürst gab daraufhin sein selbst erfahrenes Wissen in Form von Infos zum Hanf an die Verfolgten weiter. Dies war die Geburtsstunde von Hanf-Info.
Seither ist das Unternehmen gewachsen und verfügt über einen Hof in Murten, einen Laden in Biel und hat zurzeit insgesamt etwa 20 Mitarbeiter.
Drei Ideen bilden die Grundpfeiler des Unternehmens:
1. Hanf, ein natürlicher Rohstoff: Der Hanf ist in seiner Reichhaltigkeit einzigartig. Vom Wurzelholz, dem faserigen Stengel, den Blättern bis zur Blüte und deren Samenkernen sind alle Teile der Pflanze verwertbar. Es können so verschiedene Dinge wie Isolationen, Verputze, Spanplatten, Textilien und Seile, Papiere, Leime und Lacke, Seifen, Salben, Kosmetika, Diesel-Ersatz und Kunststoffe oder Medikamente hergestellt werden. Chanvre-Info hilft mit, diese Produkte zu fördern und bekannt zu machen.
2. Hanf, für eine gesunde Landwirtschaft: Die Schweiz verfügt über ein ideales Klima für den Hanfanbau. Hanf ist genügsam und ein Bodenverbesserer. Er benötigt bei reichem Ertrag keine Pestizide und keinen Dünger. Die Pflanze stellt somit eine Alternative für die Landwirtschaft dar. Hanf-Info arbeitet mit etwa 50 Bauern zusammen und ist zudem Mitinitiator und aktiv in der Vereinigung der Freiburger Hanfbauern
3. Hanf, zu Unrecht verpönt: Hanf-Info ist mit der internationalen Tabuisierung der Pflanze nicht einverstanden. Ihre medizinischen Möglichkeiten und das Potential als alternativer Rohstoff stellen eine echte, ökologische Alternative dar. Es gilt, einerseits mittels positiver Information auf die Vielseitigkeit der Pflanze hinzuweisen und andererseits mittels rechtlicher und wissenschaftlicher Informationen die Hanfszene zu unterstützen. Dies geschieht via Internet ? unsere Homepage, www.hanf-info.ch, verfügt über etwa 1500 Seiten in vier Sprachen (f,d,e,i) und wurde in den letzten 12 Monaten über sechs Millionen Mal angewählt ? und via E-Mail ? wir beantworten etwa 80 Anfragen pro Woche. Zudem versenden wir drei bis vier Mal pro Jahr einen Newsletter mit den neusten Infos an etwa 6000 Adressen.
Der Musterbetrieb
Hanf-Info versteht sich als ein Pionier der Schweizer Hanfszene und will gerade jetzt, im Rahmen der Diskussionen um eine gesetzliche Öffnung, mit positivem Beispiel vorangehen. Wir haben uns bewusst für den Freiland-Anbau auf offenem Feld entschieden, weil dies, im Verhältnis, die kostengünstigste, ertragsreichste und für die Umwelt wie die Konsumenten gesündeste Anbauweise ist. Wir haben unseren Hof am Château au Prehl 53 in Murten so umgebaut, dass wir möglichst viele verschiedene Hanferzeugnisse selbst herstellen können und haben beim Bau möglichst viel Hanf eingesetzt, so dass wir jetzt im Rahmen einer Parallelausstellung zur Agronomie an der Expo.02 (fast) alle Nutzungsmöglichkeiten des Hanfs zeigen können. Zudem erfüllen wir alle sozialen, gesetzlichen und steuerlichen Vorschriften. Beim Handel mit Hanf respektieren wir eine Altersgrenze von 18 Jahren. Bei uns herrscht Ausweispflicht. So wird auch die Schweizer Niederlassung kontrolliert.
All dies ist um so wichtiger für die Diskussionen im Parlament, da sich diese auf Beispiele abstützen muss. Zudem benötigt eine gesetzliche Öffnung auch die gesellschaftliche Akzeptanz. Hier suchen wir auch mittels Tagungen und ständigen Pressekontakten die Hanf-Sache zu fördern.









