Hanf-Kurzfasergranulat für den Doppelschneckenextruder

Lose Hanffasern offenbaren, will man sie in einen Polymercompound betten, zwei Probleme:

Zum einen bereitet das Einkürzen der äußerst stabilen Naturfasern bereits Schwierigkeiten, zum anderen bilden kurze Hanffasern aufgrund ihrer aufgefaserten Struktur, welche sich bekanntlich positiv auf die Verstärkung auswirkt, sehr schnell Brücken, was die Möglichkeit des Schüttens verhindert.

Die Lösung: Hanf-Kurzfasergranulat

 eine mittlere Faserlänge von 4 mm ohne Überlängen
 ein ausgezeichnetes Schüttverhalten

Hanf-Kurzfasergranulat besteht aus gekürzten Hanffasern mit einem sehr geringen Anteil von Faserrudimenten: kein Faserstaub. Die kurzen Hanffasern von ca. 4 mm sind granuliert und somit leicht rieselfähig.
Ein Extruder wird am Matrixschacht mit einem Polymergranulat, z.B. PP gefüttert. Ein zweiter Einlaufschacht weiter vorn wird mit dem Hanf - Kurzfasergranulat bestückt. Alternativ kann das Polymergranulat und das Kurzfasergranulat vorher gemischt und über einen gemeinsamen Einfülltrichter dosiert werden. Die Schnecken im Extruder zerstören die Granulatstruktur und die Hanffasern liegen im Schneckenkanal wieder in reiner Form der Durchmischung mit der Kunststoffmatrix vor. Hinweise:

 Zu beachten ist dabei, dass oberhalb 200’C über einen längeren Zeitraum Faserschädigungen nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
 Beim Mischungsverhältnis ist zu beachten, dass Hanffasern leichter sind als Glasfasern: so kann z.B. für ein 50/50-Verhältnis Glas/PP nur 30/50 : Hanf/PP gewählt werden.
 Der Extruder sollte entgast werden.

Hanffaser im PP eingeschlossen:

http://www.hanffaser.de
Artikel modifiziert Mittwoch 17. März 2004 17:29, Erscheinungsdatum Mittwoch 17. März 2004 17:29
was no in of histories
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