Text vergrössernText NormalgrösseText verkleinern

Hanf-Lottis Lebenswerk von der Polizei verbrannt

2004/06/24 - 20 Minuten

Mit Heckenschere und Kehrichtwagen hat die Polizei den Streit um Lotti Looslis Hanfplantage beendet. 60 000 Stecklinge und 800 Mutterpflanzen wurden verbrannt.

Die 20 Männer wären glatt als Gärtner durchgegangen - hätten sie nicht die blauen Polizei-Uniformen getragen. Mit einer Heckenschere mähten die Polizisten gestern die Hanfpflanzen in Lotti Looslis Treibhaus, trugen sie korbweise nach draussen und fuhren sie mit einem Kehrichtwagen weg. Die 60’000 Stecklinge und 800 Mutterpflanzen wurden verbrannt.

Mit ihnen wurde das Lebenswerk von Hanf-Lotti zerstört. Lotti: "Das ist, als würden sie meine Kinder umbringen. Die Pflanzen sind mein Leben. Ich kann nicht hinschauen". Anfang Mai hatte die Polizei den Hanf beschlagnahmt. Seither kämpfte Loosli mit einem Anwalt um ihre Pflanzen, blitzte aber Anfang Woche auch beim Obergericht ab. Mit ihrer Brienzer Gärtnerei hatte sie nach eigenen Angaben pro Jahr eine Million Franken umgesetzt.

Dies offenbar auch mit Drogen: Die Behörden sind sich sicher, dass Looslis Hanf zum Kiffen bestimmt war. Sie habe ausschliesslich THC-reiche Hanfsorten angebaut. Zudem habe Loosli nicht nachweisen können, dass sie die Stecklinge an rechtmässige Abnehmer hätte verkaufen können. Gegen sie läuft ein Strafverfahren.

Daniel Barben
Quelle: SDA
Erscheinungsdatum Dienstag 27. Juli 2004 22:11

In derselben Rubrik...


http://www.cannabis-helvetica.ch
http://www.swisshempshop.com