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Hanf: Seit Jahrtausenden eine Heilpflanze

"Die Hanfpflanze ist eine der ältesten Heilpflanzen", betont Kurt Hostettmann, Professor für pharmazeutische Biologie und Pflanzenchemie an der Universität Lausanne.
Staatlich verboten wurde Hanf erstmals von Napoleon. Das war 1789. Napoleons Soldaten haben Cannabis von ihrem Feldzug in Ägypten mit nach Hause gebracht. Von da an war Cannabis trotz des Verbotes in Europa sehr beliebt, wie Hostettmann weiss.
Die Engländer haben die Pflanze in Indien kennen gelernt. Dort wurde sie seit Menschengedenken in der traditionellen Medizin gebraucht.

Seit dem Neolithikum bekannt
Die Hanfpflanze (cannabis sativa), die wahrscheinlich aus Zentralasien stammt, dürfte jedoch in Europa bereits seit dem Neolitikum bekannt sein: In Grabstätten, die 5500 Jahre vor Christus errichtet wurden, fand man Hanf-Samen.In der traditionellen chinesischen und indischen (genauer: ayurvedischen) Medizin wurde Cannabis wegen seiner schmerzlindernden Wirkung gegen Migräne, Rheuma und andere Leiden eingesetzt.
In Europa gab der französische Schriftsteller und Arzt François Rabelais (1494-1553) der Hanfpflanze den Decknamen "Pantagruelion". Für ihn war der Hanf "der König des Pflanzenreiches". Er sprach ihm heilende Wirkung bei verschiedenen Leiden zu.Sehr beliebt war die Hanfpflanze auch im 19. Jahrhundert. Damals lobten zahlreiche Künstler öffentlich ihre Wirkstoffe.
Heute ist Cannabis die weltweit am häufigsten konsumierte illegale Droge. In der Schweiz nehmen rund 500’000 Personen regelmässig oder gelegentlich Cannabis zu sich. Das sind rund 7 % der gesamten Bevölkerung.

Hohes therapeutisches Potenzial
"Die Hanfpflanze hat ein hohes therapeutisches Potenzial", erklärt Professor Hostettmann. Dank ihrer Wirkstoffe habe ein Medikament gegen Brechreiz für Chemotherapie-Patienten entwickelt werden können. Hanf werde in den USA auch gegen Anorexie bei Aidskranken eingesetzt.
Cannabis wird auch im Kampf gegen die Multiple Sklerose (MS) verwendet. Die Wirkstoffe von Cannabis beinflussen die Muskel-Spannung bei MS-Patienten. Die Nebenwirkungen bei hohen Dosen beschränken allerdings den Einsatz von Cannabis als schmerzlinderndes Mittel. sda

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Erscheinungsdatum Montag 17. Januar 2005 13:34

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