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Hanf als Futterpflanze

2004/07/14 - Freiburger Nachrichten
Ein Leserbrief von Jean-Pierre Egger

Die von mir gemachte Aussage, die heutige Hanfrepression sei eine "Judenverfolgung", darf nicht so verstanden werden, dass die Hanfrepression vergleichbar ist mit der Eliminierung der Judenminorität während des letzten Weltkrieges. Das wäre anbetrachts des damlas grossen Leids und der vielen Getöteten unangebracht und höchst geschmacklos.

Der Ausdruck "Judenverfolgung" bedeutet anderes, er ist zum Sammelbegriff geworden und steht für die gewaltsame, unberechtigte und von einer Kleinstminderheit angeführte Verfolgung einer Gesellschaftsgruppe. Die in der ganzen Welt und auch in der Schweiz laufende Repression ist unberechtigt, denn Hanf - ob heimisch oder indisch - hat noch nie und wird nie der Gesellschaft Schaden beibringen. Hanf ist eine Droge, aber kein Betäubungsmittel. In der Schweiz haben wir nicht ein "Drogenproblem" sondern ein Sprachproblem. Drogen kauft man in der Drogerie. Drogen (Holländisch: drog für trocken) sind Heilpflanzen, sprich freiverkäufliche, getrocknete Pflanzenteile, die eine beruhigende Wirkung haben. Sind also Millionen von Gefängnisjahren, die Abermillionen von Bussgeldern, die weltweit und in der Schweiz gegen Hanfkonsumenten verhängt wurden und immer noch werden, irgendwie berechtigt?

Die Antwort ist ein klares Nein und das sagen uns die vielen Generationen, die uns vorangegangen sind und nie und niemals Hanf als gefährlich eingestuft haben. Diese Einstufung ist modern, kommt aus Amerika und ist eng verbunden mit den Interessen der Nikotin-, Alkohol- und Pharmaindustrie, die den Hanf zu Recht als suchtabbauendes Heilmittel fürchten und ihne deshalb nicht wirken lassen wollen.

Jean-Pierre Egger, Franex
Erscheinungsdatum Donnerstag 15. Juli 2004 13:34

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