Hanf- eine alte russische Kulturpflanze mit grossem Zukunftspotenzial (Dr. Sergej Grigoryev)

In Russland ist der Hanf eine traditionsreiche und wichtige Kulturpflanze. Hanf wird in ganz Russland seit dem 11. Jh. n. Chr. angebaut und ist hauptsächlich für die Fasergewinnung (Kleider und Seile) und für die Herstellung von Öl und Lebensmitteln verwendet worden. In der Provinz Oriol war z.B. um 1900 die landwirtschaftliche Produktion fast ganz auf Hanf anstelle von Getreide ausgerichtet. Damals waren die tierischen Fette ganz von Hanföl ersetzt worden und die Bauern benutzten fast ausschliesslich pflanzliche Speiseöle.
Die Hauptanbaugebiete befanden sich in Zentralrussland. Die grösste Anbaufläche wurde 1931 mit 920 000 ha erreicht. Im Norden des Landes wurde der Hanf bis zur äussersten nördlichen Anbaugrenze, im Uralgebirge und in West- und Ostsibirien angepflanzt. Leider sind diese Gebiete durch die politischen Entwicklungen verloren gegangen.
Der südliche Industriehanf wurde in den südlichen Landesteilen, im Gebiet von Krasnodor (früher Sowjetischer Kaukasus) und im früheren sowjetischen Mittelasien angebaut.
So war der Hanf als billiges und vielseitiges Rohmaterial in allen Schichten der russischen Gesellschaft anerkannt.
Im Jahr 1983 bedeckten die Anbauflächen 131 000 ha. Der stetigen Abnahme der Hanfproduktion liegen verschiedene Faktoren zugrunde. Der Hanfanbau ist sehr arbeitsintensiv und beschäftigt die Bauern rund ums Jahr. Nach der Aussaat und der Ernte kommt die aufwendige Weiterverarbeitung des Trocknens, Brechens, Aufbrechens der Fasern, Kämmens, Spinnens und Webens. Wegen dieses Arbeitsaufwandes wurde der Hanfanbau durch die billige und leichter zu verarbeitende Baumwolle aus dem früheren Sowjetischen Zentralasien verdrängt.
Dazu kam, dass seit den frühen 70er Jahren der Hanf in der öffentlichen Meinung zunehmend mit Drogen gleichgesetzt wurde, was zu einer Verminderung und fast einem Verbot des Anbaus führte. Diese Lage zwang die Züchter, jene "drogenfreien" (in der Praxis "THC-armen") Arten heranzüchten, welche heutzutage hauptsächlich angebaut werden.
Heute beträgt die Anbaufläche ungefähr 18000 ha (Tab.1). Hanf wird hauptsächlich für die Produktion von Seilen, Stahlseilen und als Isolationsmaterial benutzt. Die hanfverarbeitenden Betriebe befinden sich in Orel, Kursk und den Provinzen Penza und Mordovia. Der Hanfanbau und die Herstellung von Seilen wird von verschiedenen Industriezweigen Russlands unterstützt. Dies sind die stahl- und eisenverarbeitende Industrie, die Öl- und Erdgasindustrie, die Kohlenminen. Hanfseile werden häufig bei Liften und anderen Aufzügen angebracht.

Hanfanbauende Provinzen in der Russischen Föderation, 2001

Tabelle 1
Provinzen und autonome Republiken der
Russischen Föderation
Angesäte Hektaren
Industriehanf
Nischny Novgorod
150
Chuvashia
400
Briansk
610
Baschkirien
630
Kursk
1640
Krasnodar
2200
Penza
2820
Mordovia
3200
Orel
4300
TOTAL
ungefähr 18 000

Bei der Züchtung wird tendenziell darauf hingezielt, pflanzliche Genotypen mit genau definierten Eigenschaften für spezifische Zwecke zu erhalten.

Faserpflanzen
Sie sind ein- oder zweihäusig. Bei der Ernte in der Provinz Krasnodar (Südrussland, zweihäusige Kultur) betrug der Hanfstrohanteil 18.0 t/ha.
Pflanzen, die zugleich Fasern und Samen liefern

YUSO-14 ergab in Zentralrussland eine Strohernte von 9.7t/ha, Fasern 2.9 t/ha (Langfasern 2.2 t/ha), Samen 1.1 t/ha.
Samenpflanzen:/Die Samen dieser Züchtung enthalten einen hohen Prozentsatz von gut verdaulichem Öl mit einem ausgewogenen Anteil an essentiellen Fettsäuren. In Kanada wurde mit FIN-314 eine Samenausbeute von 1.8 t/ha erreicht.

Hanfsamen, Hanfölkomponenten und ihre Anwendungsmöglichkeiten.

Einführung und Zusammenfassung
Die heutige Entwicklung der pharmazeutischen Industrie und die Forschung nach neuen chemischen Präparaten führte auch zur Suche nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten bei einer Reihe von komplexen Indikationen: dies sind Komplikationen bei Antibiotikabehandlungen, medikamentenresistente pathogene Mikroflora, Allergien, Drogensucht und viele andere Krankheitszustände. Diese Faktoren gaben den Anstoss für die Erforschung neuer, sicherer und hochpotenter medizinischer Präparate, die zugleich ökologisch sinnvoll und preiswert sind. Im Besonderen richtete sich unsere Aufmerksamkeit auf das in der Volksmedizin weitverbreitete Hanföl (Cannabis sativa L.)
Es muss betont werden, dass Hanföl sich in seinem Gehalt an Vitaminen und Antioxidanzien signifikant von den gängigen Ölen (Flachs, Oliven, Sonnenblumen, Soja und Baumwolle) unterscheidet
Während Jahrhunderten galt Hanföl in Russland als eines der besten Speiseöle. Das frischgepresste Öl hat durch das Chlorophyll eine leicht grünliche Farbe. Hanfsamen haben einen Ölgehalt von 30-35%. Das Öl enthält 4-10% gesättigte Fettsäuren und 70-85% mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind die "omega 6" ("w 6")-Säuren wie Linolsäure (Abk. LA 18:2 w 6), g-Linolensäure (GLA 18:3 w 6), ebenso "omega 3" ("w 3"), sowie Linolensäure (LNA 18:3 w3) und Stearinsäure (SDA 18:3 w 3). Letztere ist für den menschlichen Stoffwechsel bereits in einer Konzentration von 1% von besonderem Wert. Der Tagesbedarf an diesen Säuren beträgt für den Menschen ca. 1g.
Die Hanfsamen enthalten 1.39 bis 2.6% Phosphor, der zu mehr aus 80% aus Phytinum (organischer Phosphor) besteht. Auch Vitamin E und K, Sterole und Karotene wurden gefunden.
Zudem besteht Hanfsamen aus 20-25% Proteinen, darunter alle essentiellen Aminosäuren (Gorbacheva, 1980).
Ungesättigte Fettsäuren sind ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Ernährung. Sie sind notwendig für den Aufbau der Zellmembran, der Prostaglandine (lokale Gewebehormone), die Bildung von Nervengewebe und den Energie-Stoffwechsel.
Der Katabolismus (Abbau) der Fettsäuren erfolgt über die b-Oxidation (Krebs-Zyklus) und ist für die Energieproduktion insofern sehr wertvoll als dieser biochemische Weg, im Vergleich zur Glucose-Oxidation, eine um das Mehrfache höhere Menge ATP (Adenosin-Triphosphat, energiereiches Phosphat) produziert.
Bei der Arteriosklerose beruht die günstige Wirkung der ungesättigten Fettsäuren auf ihrem Einfluss auf den Protein- und Lipidstoffwechsel, besonders der Haut und des Unterhautgewebes. Die Menge der anfallenden freien Radikale bei der Lipidperoxidation steht in einem direkten Zusammenhang mit der Vitalität der Zellen und dem Entstehen, der Entwicklung oder dem Ausheilen vieler krankhafter Zustände (Pluzhnikov et al., 1991).
Wir sind der Ansicht, dass die Anwendung der ungesättigten Fettsäuren des Hanföls als Antioxidanzien besondere Beachtung verdient bei der Behandlung von Traumata. (Anm. d. Übersetzerin: Antioxidanzien "neutralisieren" die für den Organismus schädlichen freien Radikale). Biochemische und morphologische Untersuchungen (Bezshapochny et al., 1991) bewiesen eine Zunahme der Lipidperoxidation (LP) bei traumatischen Läsionent, hervorgerufen durch eine Reihe von Faktoren wie psychogener Schmerzschock, Blutverlust, Hypoxie, entzündliche Reaktionen der traumatisierten Zonen. Die Zwischen- und Endprodukte der Lipidperoxidation sind aggressive chemische Stoffe wie Aldehyde, Hydroperoxide und Epoxide. Sie bewirken die Inaktivierung und Transformation von Enzymen und eine Anhäufung inerter Biopolymere in den verletzten Zonen und verhindern so den Regenerationsprozess der Zellen. In solchen Fällen zeigt sich Notwendigkeit einer Behandlung mit den die erhöhte LP-Produktion senkenden AO (Antioxidantien). Deren fehlende Zugabe führt zu einem Anstieg der LP. Die Zunahme der lipidperoxidativen Prozesse führt zu törungen in der Gefässspannung und zur Entwicklung kapillärer Thrombosen, die den gestörten Zustand der Mikrozirkulation noch verschlimmern.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren beschleunigen die Oxidation gesättigter Fettsäuren im rganismus. Mangelnde Zufuhr ungesättigter Fettsäuren führt zu Xerodermie, Ekzemen, hai shedding und Nagelspliss. Ungesättigte Fettsäuren beugen der Entstehung von Arteriosklerose vor, indem sie den Abtransport des abgelagerten Cholesterins erleichtern.
Die ungesättigten Fettsäuren sind biochemische Vorstufen der Prostaglandine. Möglicherweise stimuliert die Einnahme ungesättigter Fettsäuren die Prostaglandinbiosynthese des Organismus und deren Einfluss auf wichtige physiologische Prozesse wie den Lipidmetabolismus, die Regulierung des arteriellen Blutdruckes, die Nierendurchblutung usw.
Die Behandlung mit Acetylsalicylsäure (Aspirin), Indometazin, Butadion usw. hat eine hemmende Wirkung auf die Biosynthese und die Funktion der Prostaglandine. Dieser unerwünschten Wirkung kann durch die Anwendung ungesättigter Fettsäuren entgegengewirkt werden.

Kurze Charakterisierung des Hanföls aus Samen verschiedender Anbaugebiete. (Adaptation aus. Nizova und Grigoriev, 2001; Gorbachova, 1980)

Tabelle 2
Substanz
Konzentration (%) in Hanföl aus
Samen der Landesteile:
Fettsäuren:
Norden
Süden
Palmitinsäure (16:0)
6.5
7.7
Stearinsäure ( 18:0)
2.5
2.5
Oleinsäure ( 18:1,c9)
12.0
10.4
Linolsäure (18:1,c9)
52.9
55.9
alpha-Linolensäure (18:3, c9,12,15)
24.1
17.45
gamma-Linolensäure (13:3,c5,9,12)
6.8
2.7
Arachidonsäure(20:0)
0.5
1.7
Stearidonsäure (octadecatetraenoisch) 18:4,c6,9,12,15
2.3
0.5
Eicosensäure (20:1,c11)
0.2
1.2
Tocopherole:
Norden
Süden
alpha-
42.8
64.8
delta-
25.0
10.0
S von Tocopherole in mg/100 g (Mittelwert)
59,5
53,00

Tabelle 3

Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren von Hanföl in
den Neuerwerbungen der phenetischen Sammlung

Provinz St. Petersburg, 1997-99
Herkunft, Länder und
russische Provinzen
Fettsäuren, in % der Gesamtmenge
S der
mehrfach
ungesättigten
Fettsäuren
Linolsäure
18:2, c9,12
a-
Linolensäure
18:3,c9,12,
15
g-
Linolensäure
18:3,c6,9,
12
Stearidon
Octadecatetra
1
Saratov
80.4
52.0
24.1
1.8
2.5
2
Altai
81.4
55.0
21.6
3.0
1.6
3
Altai
80.6
53.0
20.1
4.7
2.8
4
Altai
77.7
55.0
18.4
2.4
1.9
5
Kransoyarsk
80.9
50.7
24.1
3.0
3.0
6
Ukraine
81.8
55.2
22.0
2.5
2.1
7
Ukraine
83.1
55.5
22.3
3.1
2.2
8
Perm
79.9
51.9
22.4
2.9
2.7
9
Altai
80.8
51.2
22.3
3.7
2.9
10
Mari-El
78.8
52.0
20.6
3.5
2.7
11
Belorussland
80.4
53.4
21.0
3.3
2.7
12
Mari-El
81.0
50.7
20.5
6.1
3.7
13
Ukraine
80.7
21.9
22.6
3.6
2,6
14
Irkutsk
80.8
51.6
22.6
3.8
2.8
15
Tumen
79.8
51.9
22.1
3.2
2.6
16
Saratov
79.4
51.6
22.4
3.2
2.2
17
Uso-31 Ukraine
(Standard)
78.7
52.5
21.3
2.8
2.2

Ein anderer wichtiger Bestandteil des Hanföls sind die Tocopherole. Sie wurden in den 20er Jahren als Substanzen entdeckt, die Tiere vor Unfruchtbarkeit schützen.
Ein ungenügender Tocopherolgehalt im Tierfutter führt zu Störungen des Protein- und Lipidstoffwechsel und einiger Vorgänge des Kohlehydratstoffwechsel. Die Tocopherole schützen viele lebenswichtige chemische Verbindungen des Organismus vor Oxidation und verhindern Kapillarschäden und Epitheldegeneration bei den samenproduzierenden Tubuli. Die Blockierung der Lipidperoxidation durch die Tocopherole in der Zellmembran erfolgt durch die Bildung von komplexen Selen- mehrfachungesättigten Fettsäuren.
Pflanzliche Öle enthalten Vitamin E (Tocopherole) in folgenden sieben Varianten: alpha (a)-, beta (b)-, gamma (g)-, epsilon (e)-, zeta (z)- und eta (e)-Tocopherol. Alpha-Tocopherol hat die beste Vitaminwirkung. Die als Vitamin wirkenden Tocopherole unterstützen die Anreicherung der A- und D-Vitamine und des Carotins in tierischem und pflanzlichem Gewebe. Andererseits ist delta-Tocopherol das beste Antioxidans (s. Tab. 2).
Im Hanföl finden sich vier Tocopherole: alpha, beta, gamma und delta. Der Tocopherolgehalt ist je nach Ökotyp der Hanfpflanze, Anbaugebiet und Samenreife (s. Tab. 2) signifikant unterschiedlich. Der Gesamttocopherol-Gehalt des Hanfsamens liegt zwischen 46.6 und 75.7 mg/100 g.
Das Hanfsamenöl aus südlichen Gebieten hat einen alpha-Tocopherol-Anteil von 65 % und somit eine hohe Vitaminaktivität. Das Hanföl aus nördlichen Gebieten hingegen hat einen hohen Anteil von delta-Tocopherol (bis 25 %). Dies lässt auf ein starkes antioxidatives Potenzial schliessen.

Tabelle 4

Antioxidative und biologische Aktivität (Vitamin) von Tocopherolen
(im Vergleich zur Aktivität des a-Tocopherols = 100%)
Tocopherol
Antioxidative Aktivität
E-Vitamin-Aktivität
a-
100 %
100 %
b-
130 %
40 %
g-
180 %
4 bis 8.3 %
d-
270 %
1 %
e-
-
20 %
z-
-
52 %
h-
-
3 %

In der russischen Medizin wird Tocopherol als Tocopheroli acetas verwendet (oder "Tocofer" nach der internationalen Skala) und wird bei Dermatosen, Psoriasis, Lupus erythematodes und anderen dermatologischen Erkrankungen eingesetzt. Weitere Indikationen sind Muskeldystrophie, Myokarddystrophie, Leberkrankheiten, Dermatomyositis, Dysmenorrhoe, drohende Fehlgeburt und Störungen der Sexualhormondrüsen beim Mann. Letztere Indikation verdient insofern besondere Beachtung als in vielen Hanfanbaugebieten Russlands, der Ukraine und Belorusslands der Volksglaube dem Hanföl eine die männliche Potenz und die weibliche Fruchtbarkeit fördernde Wirkung zuspricht (z.B. Vorbeuge drohender Fehlgeburt). Dieses therapeutische Potential des Hanföls könnte für die moderne Medizin von besonderem Interesse sein.
Hanfsamen und Hanföl enthalten keine zyanogenen Glykoside, die durch Hydrolyse in Zyansäure (Blausäure) umgewandelt werden könnten.
Es ist bekannt, dass zyanogene Glykoside in vielen Ölsaaten vorkommen. Sie sind nicht zu vernachlässigende Giftstoffe in der menschlichen und tierischen Ernährung. Es handelt sich um Linamarin, Linustatin und Neolinustatin. Detaillierte Studien über diese Stoffe wurden in Flachssamen gemacht (G. Mazza und B.C. Oomah, 1995). Der Gehalt von Flachssamen-Glykosiden lag zwischen 365 mg/100 g Flachssamen (Sorte NorMan) und 550 mg/100 g (Sorte Ando). Ernährungswissenschaftliche Studien beim Menschen zeigten, dass der Konsum von Flachssamen kein Gesundheitsrisiko hinsichtlich zyanogener Glykoside birgt, wenn die tägliche Menge 50 g nicht übersteigt. Der Bedarf an alpha-Linolensäure und Fasern ist mit dieser Menge bereits gedeckt. Bei höheren Mengen ist allerdings mit dem toxischen Potenzial der dieser Gykoside zu rechnen.
Hanfsamen war auch im neuzeitlichen Russland, der Ukraine, Belorussland, und Armenien lange als Nahrungsmittel verwendet worden. Die volkstümlichen Bauernhanfsorten waren speziell für die Lebensmittelproduktion (Hanfmilch, geröstete Samen) gezüchtet. Hanfsamen ist im Vergleich zu anderen Ölsaaten reich an Kalzium, Phosphor und Eisen.

Tabelle 5

Vergleichende Charakterisierung der Gesamtasche einiger Ölsaaten (%)
(Adaptiert aus Pleshkov, 1975)
Typ Ölsaat
P2O5
K2O
CaO
MgO
SO3
Fe2O2
Hanf
36
22
15
8
2
1
Sonnenblumen
40
27
11
10
3
2
Flachs
30
24
5
10
2
0.5
Baumwolle
31
35
5
5
3
0.5

Das Herausragende am Hanföl ist die einzigartige Kombination eines hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und verschiedener Tocopherole. Diese Eigenschaft macht es zu einem idealen Medikament für die verschiedensten therapeutischen Indikationen. Es muss darauf hingewiesen werden, dass gerade die erwähnten Substanzen die lange Haltbarkeit des Hanföls verhindern. Daher sollte es innerhalb von 3 bis 4 Wochen nach dem Pressen verwendet werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass mit der Verschlechterung der ökologischen Lage und der kontinuierlichen Einführung neuer synthetischer Medikamente mit erheblichen Nebenwirkungen die Grundlage geschaffen wurde für die Suche nach alternativen Präparaten wie dem Hanföl. Seine Eigenschaften machen es zu einem idealen neuzeitlich-alternativen Medikament: wirksam, billig, leicht herzustellen, natürlich, ungiftig und ausgewogen. Die Erforschung der medizinische Anwendung des Hanföls wird auch in Zukunft weitergehen.

Quellen: Bezshapochny S. et al., 1991: Disorders of lipid peroxidation an microcirculation in nose-eye trauma and methods of correction. Vestni otorinolaringologii. Nr. 5., p. 25. Callawy J. Et al., 1996 : occurrence of "omega-3" stearidonic acid in hemp seed. Journal of the International Hemp Ass., Vol. 3, Nr.2, Dez., p. 61. Fleming M.P. et al., 1998: Physical evidence for the antiquity of Cannabis sativa L. (Cannabaceae). Journal of the International Hemp Ass. 5(2): 80-92. Gorbacheva R., 1980: Oil content, its qualitiy and content of other matters in hemp seeds. Ph.D. thesis. Leningrad. Grigoryev S., 2000. Evaluation of cold-resistence of hemp. Krasnodar. Nizova G., Grigoryev S., 2001: Polyunsaturaded fatty acids in phenetic collection accessions of hemp. St. Petersburg. Lopatin A. Et al., 1995: Catheterization and forced drainage of accessory nasal sinus. Russian Rhinology, No.1, P. 34-35. Mashkovsky M., 1984. Drugs. Vol.2, P. 92-93, Medicina, Moscow. Mishenkin N. Et al.,1992 : LF ultrasound therpapy and surgery in ENT disorders. Novosibirsk. Pluzhnikov M. Et al., 1991: Clinical significance of lipid peroxidation. Vestnik otorinolaringologii nr.3, p. 88-91. Shevrygin B. Et al., 1999: Experience of natural essential oil application in children chronic pharyngitis. Vestnik ototinollaringologii Nr. 2, p. 52-53. Standards of medical help for hospitals, 1994. Belgorod, Russia.

Sergej Grigoryev, N. Vavilov Institute of Plant Industy,
St. Petersburg, Russland

Artikel modifiziert Donnerstag 30. Oktober 2003 18:04, Erscheinungsdatum Donnerstag 30. Oktober 2003 17:57
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