Hanf macht Kühe glücklich

...trotzdem will auch Liechtstein ein Hanf-Verfütterungsverbot verhängen!

Vaduz/London, 21.7.05 - Milchbauern in Liechtenstein sind über das offiziell verhängte Hanffütterungsverbot für ihre Kühe erstaunt. Denn das Vieh im Zwergstaat war, so berichtet BBC, entspannt, ruhig und sorgenfrei. Und das hat sich nach Ansicht der Bauern sehr positiv auf die Milchleistung ausgewirkt.

"Hanf ist gut für die Kühe, weil es wie ein Tranquilizer wirkt", erklärt der Hanfbauer Jean-Pierre Egger . Der Nutzhanf, der heute von Bauern angebaut wird, wurde speziell so zurückgezüchtet, dass er einen sehr geringen THC-Gehalt hat. "Viele Kühe stehen heute unter Stress und Hanf ist in der Lage die Tiere zu beruhigen. Eine stressfreie Milchkuh produziert eine bessere Milch. Das sind Fakten", erklärt Egger.

Allerdings besteht auch in der benachbarten Schweiz ein Verbot des Verfütterns von Hanf, obwohl in der Eidgenossenschaft, ebenso wie in den meisten anderen europäischen Staaten der Hanfanbau gestattet ist. Die Behörden fürchten, dass der chemische Wirkstoff THC - nämlich jener, der Menschen auch ’high’ macht - in die Milch gelangen könnte. Und dort hat er, so Lebensmittelchemiker, nichts verloren. So argumentiert auch Peter Malin vom liechtensteinischen Landwirtschaftsministerium : "THC kommt in der Milch normalerweise nicht vor. Wir wollen verhindern, dass Menschen, allen voran Kinder, es konsumieren".

Bauern halten den Behörden allerdings vor, dass der THC-Gehalt vom europäischen Hanf nicht mit dem der indischen Variante zu vergleichen sei. "Die Kühe sind relaxt aber nicht bekifft", so Egger. "Das Einzige, was sich tatsächlich ändert, ist, dass die Kühe sich gut fühlen und dadurch bessere Milch geben". Eggers Argumente stoßen aber nicht bei allen Milchbauern auf Begeisterung. Manche bezeichnen dies als exotisch und "alternativ".

Das weltweit wachsende Engagement und der damit wachsende politische Druck führten dazu, dass man sich auf europäischer Ebene mit Hanfanbau beschäftigte. 1989 verfügte die EU-Kommission in einer Verordnung, dass der Anbau von Hanf von den Mitgliedstaaten legalisiert werden muss. Die in der Anlage der Verordnung genannten Sorten sind so genannter "Faserhanf" mit einem THC-Wirkstoffgehalt von unter 0,3 Prozent.

Kommentar Hanf-Info Redaktion: das Argument, dass THC in der Milch normalerweise nicht vorkommt, ist ein neues Beispiel für das manipulative Vorgehen gewisser Instanzen, wenn nicht genehme Produkte vom Markt verschwinden sollen. Die in der Milch vorgefundenen Mengen von delta-9-THC sind bekanntermassen so klein, dass ein Konsument zwischen 4000 und 24’000 Liter Milch trinken müsste, um genug delta-9-THC für eine therapeutische Dosis einzunehmen, denn diese liegt zwischen 5 und 30 mg. Bei dem Experiment in der landwirtschaftlichen Anstalt Posieux, aufgrund dessen die Hanfverfütterung in der CH verboten wurde, bekam eine Kuh eine Pille mit 625 mg delta-9-THC. In der gemolkenen Milchmenge von 20 Melktagen ( ca. 400 Liter Milch) wurde die Totalmenge von 0,6 mg d-9-THC vorgefunden, was einer Menge von 1.5 mikrogramm pro Liter Milch entspricht (1 mikrogramm = 1/1’000’000 Gramm!)

In der Milch finden sich immer Substanzen, z.B. Schwermetalle, Verunreinigungen durch die stark belastete Umwelt, Rückstände veterinärmedizinischer Medikamente oder aber Abbauprodukte aus dem Futter, vor denen der Konsument offenbar nur dann geschützt werden muss, wenn sie aus der Hanfverfütterung stammen. So wird dem Konsumenten plump vorgegaukelt, Milch sei ein völlig reines Naturprodukt und die minimalen Spuren von THC seien die einzige "Verunreinigung". Einmal mehr wird mit Hilfe des Mediengespenstes "THC" und den damit verbundenen Assoziationen ängstlichen und leichtgläubigen Gemütern vermittelt, "THC"&Co. seien etwas, das schon in kleinsten Mengen gefährlich ist.

Quellen: wwww.pressetext.at ; Mitteilungen JP Egger; Internet

  • They are the most chilled-out, laid-back, carefree cattle in the world, and happy cows produce better milk. What is it that keeps the cash cows calm? Hemp, which is related to cannabis. And that's why Liechtenstein has banned its use. This has in turn enraged the country's dairy farmers, who say that the hemp relaxes those jangly bovine nerves.
Artikel modifiziert Montag 1. August 2005 08:40, Erscheinungsdatum Freitag 29. Juli 2005 08:55
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