Häufig gestellte Fragen über den Hanf / Cannabis
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ZUSAMMENFASSUNG
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1. WAS IST EIGENTLICH DIESE SACHE MIT DEM HANF?
1.1 WAS IST HANF?
HANF männl. (gr. Kannabis). 1. Einjährige
Pflanze mit handförmigen Blät-tern; Anbau zum Gewinn der Stängel,
die eine hervorragende Textilfaser liefern, sowie der Samen zur Herstellung
von Öl (Familie der Cannabinacea). Indischer Hanf: Hanfsorte. 2. Hanfwerg,
wird durch Rösten und Brechen des Hanfes gewonnen, Textilien aus diesem
Material. Petit Larousse 1989.
Der botanische Name des Hanfs ist «Cannabis sativa L.». Mehrere
andere Pflanzenarten werden ebenfalls als Hanf bezeichnet, aber der Cannabis-Hanf
ist die am weitesten verbreitete Art. Tatsächlich bedeutet «Cannabis
sativa» «Hanf» (Cannabis) und «nützlich, angebaut»
(sativa).
Hanf ist eine robuste Pflanze, die seit prähistorischer Zeit zu verschiedenen
Zwecken verwendet wird. Die Fasern sind das bekannteste Produkt. Als Hanf werden
auch die daraus gefertigten Seile oder Schnüre und der Stängel bezeichnet.
1.2 WAS IST CANNABIS?
CANNABIS männl. (lat., Hanf). Indischer Hanf.
Petit Larousse 1989. Cannabis liefert eine der widerstandsfähigsten Pflanzenfasern
überhaupt. Aus Hanf werden die dauerhaftesten Textilien hergestellt, «Canvas»
genannt. (Canvas war der einzige Stoff, der beim Kontakt mit Salzwasser nicht
verrottete und wurde deshalb für die Herstellung von Segeln verwendet).
Ausserdem liefert die Hanfpflanze noch drei andere wichtige Produkte, die sich
in dieser Art bei keiner anderen Pflanze finden: Samen, Hanfwerg und therapeutische
Substanzen.
Hanfwerg wird als Brennstoff und zur Herstellung von Papier verwendet. Die Samen
eignen sich als Nahrung für Mensch und Tier. Das aus den Samen gepresste
Öl ist Grundstoff für Farben und Lacke. Präparate aus dem Harz
der Blüten und Blätter sind Heilmittel gegen allerlei Krankheiten
und Beschwerden.
1.3 WOHER KOMMT DAS WORT MARIHUANA?
Das Wort «Marihuana» kommt aus der mexikanischen Umgangssprache
und kam in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts auf, als die US-Regierung
und die Medien eine Reihe von Plänen entwickelten, um den «Marihuana»-Konsum
zu diffamieren und letztendlich zu verbieten. Heute ist diese Epoche als «Reefer-Madness»-Ära
bekannt. Eine Kampagne, die Cannabis als zum Wahnsinn führendes «Teufelskraut»
und «Mörder der Jugend» brandmarkte und für diese «neue
Gefahr» ein neues Wort - Marihuana - einführte. Hätte
man gesagt, dass es sich dabei um den guten alten Hanf handelte - den damals
vor allem die mexikanischen Soldaten und Schwarze rauchten - hätte
die Hetze kaum gezündet.
Heute ist in den USA nur noch der Besitz der Wurzel und des Stängels der
Hanfpflanze legal. Auch der Besitz von Samen ist legal, aber nur wenn sie steril
sind (d.h. nicht keimfähig). Verboten ist hingegen der Besitz von Blüten
und Blättern, für deren Besitz hohe Geldstrafen oder Gefängnis
drohen.
Da es logischerweise unmöglich ist, Hanf ohne Blätter (Cannabis) anzubauen,
wird heute in den USA kein einziges Industriehanf-Produkt hergestellt. Diese
Produkte müssen eingeführt oder ersetzt werden (legaler Hanfanbau
ist zwar möglich, aber dazu braucht es eine Erlaubnis der Drug Enforcement
Administration, die allerdings nur selten erteilt wird). Trotzdem wird natürlich
weiterhin Cannabis produziert und konsumiert. In einigen Staaten ist Cannabis
das einträglichste landwirtschaftliche Produkt überhaupt, da die Preise
auf dem Schwarzmarkt astronomische Höhen erreichen.
1.4 WIE KANN HANF ALS NAHRUNGSMITTEL VERWENDET WERDEN?
Hanfsamen enthalten zu etwa 30% Öl und sind eine sehr wichtige Quelle für
Proteine und essentielle Fettsäuren. Verschiedene Völker haben den
Hanf vor allem wegen seiner Samen angebaut. Oft wurde Grütze daraus zubereitet
- sie galt im europäischen Mittelalter als «Suppe der Armen»,
wurde von den feinen Tischen des Adels verachtet, stärkte aber dank ihres
wertvollen Gehalts das Immunsystem. So überlebten die Hanfsuppe essenden
Armen das Wüten der Pest besser als die höher gestellten Schichten.
Die Proteine in den Hanfsamen sind denjenigen im menschlichen Blut sehr ähnlich.
Sie sind so leicht verdaulich, dass viele Ärzte ihren Patienten Hanfsamen
zur Behandlung von Verdauungsstörungen verschreiben. Das Hanfprotein wurde
«Edestin» genannt und wird von der Wissenschaft als Idealtyp eines
pflanzlichen Proteins angesehen.
Essentielle Fettsäuren werden «essentiell» genannt, weil sie
für den menschlichen Stoffwechsel unverzichtbar sind, aber nicht im Körper
selbst produziert werden, sondern über die Nahrung zugeführt werden
müssen Hanfsamen versorgen den menschlichen Körper optimal mit essentiellen
Fettsäuren. Als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung vermindern
sie das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen. Dank diesem Öl
leben z.B. Vögel, die Hanfsamen essen, länger.
Mit Hanfsamen können sich Vegetarier praktisch ohne gesättigte Fettsäuren
ernähren. Eine Handvoll Hanfsamen reicht für den täglichen Bedarf
an Proteinen und essentiellen Fettsäuren eines Erwachsenen.
Die Blätter können als Nahrungsfasern gegessen werden, sie haben keine
psychoaktive Wirkung. Auch die Samen enthalten kein THC und sind nicht psychoaktiv.
1.5 WELCHE VORTEILE BIETET DER HANF GEGENÜBER ANDEREN KULTURPFLANZEN?
Hanf wächst auf fast jedem Boden und benötigt keinerlei Pestizide
oder Herbizide. Gegen schädliche Insekten ist er weitgehend geschützt.
Die Hanfwurzeln wachsen in die Tiefe, was günstig ist für die Böden.
Gleichzeitig wächst die Pflanze sehr schnell nach oben, sodass der Hanf
mögliche Unkräuter überschattet und unschädlich macht. Gleichzeitig
düngen die abfallenden Blätter die Erde mit Mineralien und Stickstoff.
Hanf kann ca. 20 Jahren auf demselben Acker angebaut werden, ohne dass der Boden
degeneriert. Besser als für solche Monokulturen eignet er sich aber als
Zwischenfrucht. Bei den Hanfbauern in Italien galt zum Beispiel früher
die Regel, dass ein Weizenfeld, auf dem im Vorjahr Hanf angebaut wurde, wegen
der Bodenverbesserung 10% mehr Ertrag bringt.
Vieles spricht dagegen, in der Landwirtschaft weiterhin grosse Mengen an Kunstdünger
und Chemikalien einzusetzen. Je weniger sie eingesetzt werden müssen, desto
besser. Hanf ist wegen seiner Schädlingsresistenz, die Pestizide überflüssig
macht, einer der umweltfreundlichsten Rohstoffe überhaupt. Er verbessert
die Böden, statt sie auszulaugen und bringt gleichzeitig hohe und vielfältig
nutzbare Erträge.
1.6 UND WAS IST MIT DEM SOJA? IST DA HANF ALS PROTEIN-QUELLE ÜBERHAUPT
KONKURRENZFÄHIG?
Hanf enthält nicht ganz so viel Protein wie Soja. Die Hanfsamenproteine
sind aber qualitativ hochwertiger. Hanf kann das Nahrungsmittel der Zukunft
werden. Hanf ist sehr einfach anzubauen. Er ist nicht empfindlich gegen UV-B-Strahlen,
aber Soja ist es.
Man kann sagen, dass der Hanf als Schutz vor der Sonneneinstrahlung durch die
stark zerstörte Ozonschicht dient. Wenn die Ozonschicht noch um weitere
16% abnimmt, was sehr wahrscheinlich ist, würde die Soja-Produktion um
25 bis 30% zurückgehen.
Wir werden Hanf anbauen müssen, wenn wir nicht verhungern wollen (es wäre
nicht das erste Mal!). Schon während vieler Hungersnöte hat Hanf die
Bevölkerung gerettet. Aus rein politischen Gründen wird den unterentwickelten
Ländern diese einzigartige Pflanze vorenthalten: ihre Regierungen bezeichnen
den Hanf als «Marihuana» und zerstören die Kulturen. In einigen
Ländern wären die Bauern sowieso zu beschäftigt mit dem Anbau
und der Herstellung von Coca und Opium bzw. Heroin für die lokalen Drogenbarone!
Mit den heutige Medien und Techniken haben die Freunde des Friedens jetzt die
Möglichkeit, moderne und ökologische Landwirtschaft zu lehren und
dem Proteinmangel auf der ganzen Welt ein Ende zu setzen - dank der Nutzpflanze
Hanf.
1.7 WIE KANN HANF FÜR DIE HERSTELLUNG VON TEXTILIEN VERWENDET
WERDEN?
Der Hanfstängel besteht aus den zwei Komponenten Faser und Zellstoff. Die
Hanffaser kann zu praktisch jeder Art von Stoff und Textilien verarbeitet werden.
Die Faser ist sehr widerstandfähig. Deshalb waren auch die ersten Levi’s-Jeans
aus Hanfstoff. Im Vergleich zu anderen Naturfasern schneidet der Hanf am besten
ab.
So wird der Faserhanf angebaut und geerntet: die Samen werden sehr eng gesät.
Dadurch wachsen die Pflanzenstängel schnell in die Höhe, in 100 Tagen
bis zu 4 Metern. Danach werden die Hanfstängel abgeschnitten und für
einige Zeit auf dem Feld gelassen und gelegentlich gewendet, sodass sie vom
Tau durchfeuchtet werden. Bei diesem Vorgang wird die Faser aufgeweicht und
löst sich vom Stängelholz. Nach dem Trocknen werden die Stängel
in einem «Brecher» geknickt und gebrochen, das Stängelholz
wird dabei von den Fasern getrennt. Dieses «Brechen» war in früheren
Zeiten eine stundenlange, schwere Handarbeit, die heute von Maschinen erledigt
werden kann.
1.8 WARUM IST HANF BESSER ALS BAUMWOLLE?
Hanftextilien sind genauso weich wie Baumwollgewebe und wurden in früheren
Jahrhunderten bevorzugt als Unterwäsche benutzt. Gleichzeitig sind Hanfasern
widerstandsfähiger, dauerhafter und formbeständiger als Baumwolle.
In ökologischer Hinsicht ist der Hanf- dem Baumwollanbau weit überlegen,
vor allem wenn man in Betracht zieht, wie Baumwolle heutzutage angebaut wird.
In den USA muss die Hälfte aller Pestizide beim Baumwollanbau eingesetzt
werden (Nein, Sie haben nicht falsch gelesen: die Hälfte aller in den USA
verwendeten Pestizide geht in den Baumwollanbau!). Zudem ist Baumwolle schlecht
für den Boden und benötigt grosse Mengen von Kunstdünger. Hanf
dagegen verbessert die Böden und liefert auf derselben Fläche mehr
als die doppelte Menge Fasern wie Baumwolle.
1.9 WIE KANN HANF FÜR DIE HERSTELLUNG VON PAPIER VERWENDET WERDEN?
Hanffasern eignen sich ideal für die Papierherstellung. Das erste Papier
überhaupt wurde aus Fasern gemacht. Es kam aus dem alten China und war
aus reinem Hanf. Papier aus Hanffasern ist sehr fein, glatt und widerstandsfähig
- bis heute werden dem Papier für Geldscheine deshalb noch Hanffasern
beigesetzt.
Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde zunehmend Holz als Rohstoff verwendet,
dessen Fasern allerdings nur mit chemischen Zusätzen ein brauchbares Papier
abgaben. Deshalb klagen die Bibliotheken heute über den Zerfall ihrer wertvollen
Bücher - allerdings nur jener, die nach 1850 gedruckt wurden. Viel
älteren Werken jedoch kann der Zahn der Zeit viel weniger antun -
sie wurden, wie zum Beispiel die Lutherbibel, auf Hanfpapier gedruckt, das ohne
chemische Säuren hergestellt wird und Jahrtausende überdauern kann.
Das grösste Problem mit dem heutzutage verwendeten Papier sind die grossen
Mengen von Chemikalien, die es für die Herstellung braucht. Man benötigt
sehr starke Säuren um ein qualitativ gutes Holzpapier zu produzieren. Diese
Säuren und ihre Abbauprodukte sind sehr umweltschädlich und müssen
aufwendig entsorgt werden (wobei zu hoffen ist, das die Papierindustrie dieser
Aufgabe richtig nachkommt!). Mit Hanf besteht die Möglichkeit, Papier herzustellen,
das sich für den täglichen Bedarf eignet, das günstig und umweltfreundlich
ist, weil für die Erzeugung weniger Chemikalien benötigt werden.
Allerdings liegt es beim Verbraucher, die richtige Wahl zu treffen. Umweltschädliche
Chemikalien und Bleichmittel können auch bei der Herstellung von Hanfpapier
verwendet werden, um dem Produkt eine attraktiveres Aussehen zu verleihen. Wenn
wir beim Einkaufen nach dem weichsten und hellsten Toilettenpapier greifen,
sollten wir uns überlegen, was wir dadurch unserem Planeten an Umweltbelastung
zumuten. Die im gebräuchlichen Papier enthaltenen Chemikalien führen
zur Vergilbung, sobald die Säuren den Zellstoff zerstören. Deshalb
müssen heute Bibliotheken, Register, Archive usw. ihre Dokumente auf säurefreiem
Spezialpapier aufbewahren, was sehr teuer ist. Natürlich hergestelltes
Hanfpapier enthält keine Säuren und hält fast ewig.
1.10 WARUM KANN MAN NICHT WEITERHIN HOLZ FÜR DIE PAPIERHERSTELLUNG
VERWENDEN?
Die Chemikalien, die bei der Papierfabrikation benötigt werden, sind schon
jetzt und erst recht in der Zukunft eine schwere Umweltbelastung. Schon lange
werden Dioxin und andere Chemikalien von den Um-weltorganisationen als schädlich
für Mensch und Natur angeprangert. Nebst der Umweltverschmutzung durch
Chemikalien gibt es auch landwirtschaftliche Gründe für die Verwendung
von Hanf. Die zunehmende Entwaldung des Planeten sorgt für ernste klimatische
Probleme. Hanf kann als ein-jährige Pflanze auf derselben Fläche vier
Mal soviel Papier wie Wald liefern.
Früher sagte man, dass ein Eichhörnchen von Ast zu Ast von Neu-England
bis an den Mississippi springen konnte, es musste kein einziges Mal den Boden
berühren! Die Gier der europäischen Kolonialisten nach Kulturland
und Brennholz hat dem ein Ende gesetzt. Als man damit begann, in grossem Stil
Papier aus Holz herzustellen, machte sich das Landwirtschaftsministerium Sorgen
um den Nachschub an Bäumen. Man suchte daher nach einem pflanzlichen Material,
welches das Holz hätte ersetzen können. Noch heute streiten gewisse
Konservative ab, dass es in den USA jemals so viel Wald gegeben habe. Dies ist
weder wahr noch realistisch noch konservativ: diese Statistiken sind schlichtweg
falsch! Wenn die Bäume einmal abgeholzt sind, braucht es Jahrzehnte, bis
sich die ursprüngliche biologische Vielfalt wieder einstellt. Anpflanzungen
von Kulturbäumen können nicht als Wald bezeichnet werden: es sind
forstwirtschaftliche Kulturen! Heute existieren bloss noch 4% der ursprünglichen
Wälder der USA. Wird es unserer Regierung eines Tages bewusst werden, wie
einfach es gewesen wäre, die letzten Bäume zu retten?
1.11 WIE KANN HANF ALS TREIBSTOFF VERWENDET WERDEN?
Dank ihres schnellen Wachstums liefert die Hanfpflanze grosse Mengen an Biomasse,
die zu Methanol oder Benzin verarbeitet werden können. Man nennt dies «Pyrolyse».
Methanol eignet sich gut als Treibstoff. Aus Hanf kann auch Äthanol (Faseralkohol)
hergestellt werden. Die amerikanische Regierung hat eine Methode zur Herstellung
von Benzin aus zellulosehaltiger Biomasse entwickelt. Hanf ist einer der besten
Rohstoffe dazu. Eine andere Art, den Hanf als Treibstoff zu verwenden ist die
Verwendung von Hanfsamenöl für Dieselmotoren. Obwohl sich dieses Öl
für auch für viele andere Zwecke eignet, könnten auch Millionen
von Diesel-Fahrzeugen mit Hanföl zu betrieben werden.
1.12 WARUM IST HANF BESSER ALS ERDÖL?
Treibstoff aus Biomasse ist sauber und praktisch frei von Schwermetallen und
Schwefel. Er verursacht daher weniger Luftverschmutzung als das heute verwendete
Benzin aus Erdöl. Ein weiterer, sehr wichtiger Vorteil von Treibstoff aus
Biomasse besteht darin, dass bei der Verbrennung kein zusätzliches CO2
in die Luft gelangt.
Bei der Verbrennung von petrochemischen Produkten wird der seit Jahrmillionen
in der Erde gelagerte Kohlenstoff freigesetzt und trägt zum «Treibhauseffekt»
bei.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Treibstoff aus Biomasse vor Ort produziert wird
und nicht aus anderen Ländern importiert werden muss. Statt in Erdölbohrungen,
Tankerschiffe und Kriege mit Erdöl produzierenden Staaten könnte das
Geld in die einheimische Landwirtschaft und das lokale Transportgewerbe fliessen
(wobei man auch an die ökologischen Schäden und die Sanierungskosten
der schweren Öltankerhavarien denken sollte!).
Natürlich könnte man Bäume fällen und sie als Biomasse benutzen.
Aber das wäre bei weitem nicht so sinnvoll wie Hanfanbau. Unter anderem
deshalb, weil heutzutage der ganze Baum mitsamt dem Wurzelwerk zur Energieproduktion
verbrannt wird. Fast alle der vom Baum benötigten Mineralien befinden sich
in den Blättern. Dieses Vorgehen führt zwangsläufig zur Auslaugung
des Bodens auf dem der Baum gewachsen ist.
An verschiedenen Orten der USA werden von den grossen Elektrizitätswerken
ganze Bäume verbrannt, weil dies billiger ist als Kohle. Dabei wäre
es viel besser, Hanf anstelle von Bäumen zu verbrennen, so wie es von australischen
Forschern schon seit einigen Jahren getan wird (zudem ergibt Hanf eine qualitativ
und quantitativ bessere Biomasse als Bäume).
1.13 WIE KANN HANF ALS MEDIKAMENT VERWENDET WERDEN?
Es gibt hunderte von medizinischen Anwendungen für Hanf. Cannabis-Extrakt
war bis 1937 in den USA als legales Heilmittel erhältlich. Cannabis wurde
damals unter anderem als Nerventonikum verkauft, aber die medizinische Verwendung
reicht viel weiter zurück. In fast allen volkstümlichen und wissenschaftlichen
medizinischen Werken der Welt kommt Cannabis vor: es gilt als «Allheilmittel».
Die Liste der Krankheiten, bei denen Cannabis hilft, ist lang und umfassend:
- multiple Sklerose
- Krebs
- AIDS
- Glaukom
- Depressionen
- Epilepsie
- Migräne
- Asthma
- Hautkrankheiten
- Sklerodermie (eine chronische Entzündung)
- schwere Schmerzzustände
- Dystonie
Diese Liste enthält nicht alle Krankheiten und Beschwerden, bei denen
Cannabis hilft. Sie soll lediglich zeigen, bei welchen Krankheiten Cannabis
heutzutage eingesetzt wird.
Cannabis enthält über 60 Substanzen (Cannabinoide) mit potentieller
Heilwirkung. Die Extraktion dieser Substanzen ist relativ einfach. Letztere
können Getränken, Lebensmitteln oder Kosmetika zugegeben werden, aber
auch in Butter, Fetten oder Alkohol gelöst werden. Cannabinol ist beispielsweise
eine Substanz, die bei Schlafstörungen hilft. Die aus unreifen Blüten
gewonnene Cannabidiolsäure ist ein starkes Desinfektionsmittel. Cannabis
in Alkohol aufgelöst lindert die Schmerzen bei Hautkrankheiten. Früher
war dies eine der wichtigsten Indikationen für die medizinische Anwendung
von Cannabis. Die Blätter wurden für Kompressen benutzt und aus den
jungen Trieben konnte ein entspannender, nicht psychotroper Tee aufgegossen
werden.
Cannabis eignet sich auch zur Behandlung anderer ernster und weit verbreiteter
Krankheiten. Der grüne Star (Glaukom) ist eine der häufigsten Erblindungsursachen
und geht meist einher mit einer unkontrollierbaren Erhöhung des Au-geninnendrucks.
Cannabis kann den Augeninnendruck stabilisieren und so verhindern, dass das
Glaukom zur Erblindung führt. Bei der multiplen Sklerose greift das Immunsystem
die Nervenzellen an, was bei dieser Krankheit Spasmen und andere schwerwiegende
Symptome verursacht. Hier hilft Cannabis nicht nur gegen die Spasmen, er kann
unter Umständen auch das Fortschreiten der Krankheit verhindern.
Am besten bekannt ist die Verwendung von Cannabis bei Übelkeit und Erbrechen.
Die Verabreichung von Cannabis bei der Krebs-Chemotherapie oder der ATZ-Behandlung
AIDS-Kranker hat sich als sehr hilfreich erwiesen. Viele Patienten finden, dass
sich Cannabis hervorragend zur Bekämpfung von Übelkeit eignet. So
zahlreich sind die Kranken, die sich mit Cannabis behandeln, dass sich in den
letzten Jahren trotz Prohibition hunderte von Selbsthilfegruppen gebildet haben,
deren Ziel die Versorgung mit medizinischem Cannabis ist. In Kalifornien und
anderen Staaten haben sich etliche Gemeinden entschlossen, diese «Selbstversorgungs-Clubs»
zu tolerieren, in einigen US-Bundesstaaten wurden sie mittlerweile durch Volksabstimmungen
legalisiert.
1.14 SIND DIESE MEDIKAMENTE GEFÄHRLICH?
Pharmazeutische Medikamente sind teuer und schwierig herzustellen. Dazu kommt,
dass diese Medikamente oft nicht so wirksam sind wie natürlicher Cannabis.
Einige Medikamente mit schweren oder sogar gefährlichen Nebenwirkungen
könnten leicht durch Cannabis ersetzt werden. Medikamente auf der Basis
von Cannabis sind billig, einfach zu produzieren und ungefährlich.
Bei den vorgängig aufgelisteten Krankheiten kann neben natürlichem
Cannabis auch der synthetisch hergestellte Wirkstoff (Dronabinol) verwendet
werden. Dronabinol ist die synthetisch hergestellte Kopie eines natürlich
in der Hanfpflanze vorkommenden Cannabinoids (delta-9-THC ) Viele meinen, es
sei besser, Dronabinol anstelle von Cannabis zu verwenden. Allerdings berichten
einige Patienten, die Dronabinol eingenommen haben, dass sie natürlichen
Cannabis vorziehen.
Die Ärzte verschreiben Dronabinol ungern und die Apotheken wollen es nicht
bestellen, weil es einen bürokratischen Aufwand bedeutet - und das
Medikament sehr teuer ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass Dronabinol bzw. delta-9-THC
nur eine der zahlreichen im Cannabis vorkommenden Substanzen ist. Es ist daher
bei einigen Krankheiten weniger wirksam ist als Cannabis, weil es keine der
beruhigenden Substanzen der natürlichen Hanfpflanze enthält.
1.15 WAS KANN MAN SONST NOCH AUS HANF MACHEN?
Eine der neuesten Verwendungen für Hanf sind Span- und Kompositplatten.
Solche Platten können mit denselben Maschinen fabriziert werden wie diejenigen
aus den bereits handelsüblichen Ausgangsmaterialien. Die Hanffasern werden
unter Druck zusammen geklebt und ergeben eine dauerhaftere und flexiblere Platte
als solche aus Holz. Hanf liefert eine sehr resistente Faser, die sich ideal
zum Pressen eignet. Eine weitere interessante Verwendung für Hanf ist die
Herstellung von Plastik. Dank seines hohen Zellulosegehalts eignet sich Hanf
für mehrere Arten von Plastik. Auch das Hanfsamenöl eignet sich für
vielerlei Produkte, z.B. für Farben, Lacke und Schmiermittel und als Basisstoff
für Kosmetika. Hanfsamenöl ist eines der hochwertigsten Speiseöle
und hat sich als gutes Lokal-Therapeutikum bei chronischen Hals-, Nasen- und
Ohrenkrankheiten erwiesen.
Auch als Baumaterial eröffnet Hanf neue Perspektiven. Französische
Archäologen haben Brücken gefunden, die aus einem hanffaserhaltigen
Zement bestehen. Offenbar wurden die Fasern mit einem speziellen Verfahren mineralisiert.
Bei diesem Vorgang werden keine synthetischen Zusätze benötigt, das
Endprodukt ist ein Material, dass sich bei Bauten als gutes Füllmaterial
bewährt. Unter dem Namen «Isochanvre» ist es in Frankreich
mittlerweile recht gut bekannt. Es kann als «Trockensteinmauer»
zur Schalldämpfung oder auch zur Wärmeisolation verwendet werden und
ist sehr dauerhaft.
«Bioplastik» ist eigentlich keine ganz neue Idee. Schon um 1930
hatte Henry Ford eine Automobil-Karosserie aus diesem Material hergestellt.
Das Verfahren ist jedoch nicht ausgereift und muss noch weiter erforscht und
entwickelt werden. Bioplastik kann ohne grosse Unweltschäden produziert
werden. Leider scheinen sich keine grossen Firmen für dieses Produkt zu
interessieren, einerseits weil sie den Rohstoff einführen oder dann das
Gesetz brechen müssten, andererseits weil die Konkurrenz durch die Produkte
der petrochemischen Industrie zu gross ist.
2. WARUM IST DER HANF VERBOTEN?
2.1 WIE UND WARUM IST DER HANF ILLEGAL GEWORDEN?
Das ist eine schwierige Frage! Um zu erklären, wieso der Hanf, eine der
nützlichsten Pflanzen der Menschheit, illegal ist, muss man wissen, wieso
«Cannabis, die Droge» illegal geworden ist. Dazu müssen wir
kurz an den Anfang des vorigen Jahrhunderts, den spanisch-amerikanischen Krieg
zurückgehen.
Es war bekannt, dass die Mexikaner, welche die USA während des Krieges
gegen Spanien bekämpft hatten, Marihuana rauchten. Der mexikanische General
Pancho Villa wurde wegen seiner Truppenführung als Feind betrachtet. Seine
Soldaten waren als Raufbolde bekannt. Man wusste auch, dass sie grosse Cannabisraucher
waren, so wie es in dem Lied «la cucaracha» besungen wird (im Originallied
will ein Soldat nicht marschieren, bevor man ihm Marihuana gibt). Gegen Ende
des Krieges, als die Mexikaner in den Südwesten einzuwandern begannen,
gab es relativ wenig Rassenprobleme. Die Industrie und die Landwirtschaft boten
viele Arbeitsplätze und die Mexikaner waren billige Arbeitskräfte.
Als jedoch gegen das Ende der 20er Jahre die Depression einsetzte und die Arbeitsplätze
verschwanden, sah man die Mexikaner plötzlich als öffentlichen Störfaktor.
Einige Politiker, die sich bei den weissen Arbeitern beliebt machen wollten,
erklärten, dass die Mexikaner für eine Reihe von Gewaltverbrechen
verantwortlich seien. Natürlich stimmte dies nicht mit den Polizeistatistiken
überein, in Wirklichkeit waren Mexikaner seltener in Verbrechen verwickelt
als Weisse. Diese erfundene Welle von Gewaltverbrechen und Gesundheitsproblemen
wurde nun dem Cannabiskonsum zugeschrieben. Mehrere Staaten reagierten mit der
Einführung strenger Strafen für Cannabiskonsum, wobei in den Nordstaaten,
wo weniger Mexikaner lebten, der Cannabiskonsum eher mit den Schwarzen, vor
allem Jazzmusikern und Künstlern, assoziiert wurde.
Zu Beginn der grossen Depression gab es eine Bewegung, die sich Prohibition
nannte und den Alkohol verbieten wollte. Sie wurzelte in der puritanischen Ethik
der frühen europäischen Kolonialisten. Heute führen uns Filme
das damalige Leben vor Augen. Alkohol war zweifellos die am stärksten verbreitete
Droge der Welt. Die Prohibition liess einen riesigen Schwarzmarkt entstehen,
wo der illegale Alkohol geschmuggelt und zu überhöhten Preisen verkauft
wurde. Kriminelle Banden bekämpften sich gegenseitig um ihre Verkaufsreviere,
das organisierte Verbrechen wurde zu einer amerikanischen Institution. Weil
hochprozentige Alkoholika leichter geschmuggelt werden konnten, ersetzten sie
oft das übliche Bier und den Wein.
Zur Bekämpfung der anwachsenden Kriminalität wurde eine Elitepolizei
gegründet. Die Regierung versuchte vor allem mit militärischen Mitteln,
den Alkoholmarkt unter Kontrolle zu bekommen und die bewaffneten Gangster zu
vertreiben. Kurz vor Ende der Prohibition hatte die Zahl der Polizisten ihren
höchsten Stand erreicht. Nun entschied die Regierung, dass es am besten
sei, die Prohibition aufzuheben und den Alkoholkonsum frei zu stellen. Die US-Prohibition
war ein Fehlschlag und kann sich als einzigen Verdienst zehn Jahre politische
Unruhen und ganze Heerscharen von arbeitslos gewordenen Polizisten anrechnen.
Während der Prohibition liess es sich als Polizist gut leben. Man hatte
ein gutes Gehalt, war respektiert, genoss teilweise Immunität gegenüber
den Gesetzen und konnte Schmiergelder einkassieren, wen man wollte. Verständlicherweise
gab es viele, die diesen angenehmen Lebensstil nicht aufgeben wollten. Just
zu jener Zeit wurde das Federal Bureau of Narcotics (FBN) neu organisiert und
ein Mann namens Harry J. Anslinger an seine Spitze gesetzt. (Anslinger wurde
von seinem Schwiegeronkel Andrew Mellon, einer der grössten Bankiers und
damals Staatssekretär im Finanzministerium, nominiert). Anslinger suchte
unermüdlich nach Geldquellen für die Finanzierung seines Polizeiapparats,
der die Betäubungsmittel bekämpfen sollte.
Das FBN, der Vorläufer der heute so genannten DEA (Drug Enforcement Administration),
war für die Durchsetzung der Bundesgesetze gegen Drogen wie Heroin, Opium
und Kokain zuständig. Da sich hiermit zu wenig Aufmerksamkeit erzielen
liess, startete Anslinger Anfang der 30er Jahre eine Kampagne gegen Marihuana,
das er als gefährlicher als alle anderen Drogen bezeichnete - in
einer grossen Propaganda-Show zogen FBN-Mitarbeiter durch die Lande und warnten
mit irrsinnigen Behauptungen vor dem «Monster» Marihuana. Anslingers
grösstes Anliegen war, die USA-Drogengesetzgebung auf Landesebene zu vereinheitlichen.
Ausserdem hasste Anslinger die schwarzen Jazzmusiker so sehr, dass er jahrelang
versuchte, einen nach dem anderen dingfest zu machen. Er sah seine Mission darin,
das Land von ihnen zu säubern und sie alle allesamt ins Gefängnis
zu werfen. Diese Epoche ist heute als die «Reefer-Madness»-Ära
bekannt, nach dem gleichnamigen Propagandafilm, der - wieder entdeckt in den
70er Jahren - wegen seines zu Lachstürmen reizenden hysterischen Schwachsinns
zu einem Kultfilm wurde («Kifferwahn»)
2.2 GUT, ABER WAS HAT DAS ALLES MIT DEM HANF ZU TUN?
Dass der zentrale Grund für diese Anti- Hanf-Kampagne nicht in den wirklichen
Gefahren des Cannabiskonsums lag, sondern in einem emotional übersteigerten
Rassismus, kann man sehr gut nachvollziehen, wenn man die Anhörungen über
die staatliche Gesetzgebung liest. Zudem gab es wie schon erwähnt viele
durch das Ende der Alkohol-Prohibition arbeitslos gewordene Polizisten, die
nun beim Durchsetzen der neuen Drogengesetze ein Einkommen zu finden hofften.
Diese Polizisten mussten die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass
ihre Arbeit für das Land wichtig sei. Man musste Eltern und Lehrern nur
drastisch genug die Gefahren des Marihuana vor Augen halten. Dieser Propagandafeldzug
führte zur Annahme eines Gesetzes auf Bundesebene, das Cannabis mit einer
prohibitiven Steuer belegt (der Marihuana Tax Act). Durch dieses Gesetz wurde
ab 1937 der Anbau und Handel mit Hanf praktisch unmöglich.
Vor der Einführung des Marihuana Tax Act war der Staat Kentucky das Zentrum
der amerikanischen Hanfindustrie. Es wurden Textilien und Seilerwaren (für
die Marine) hergestellt. Diese Industrie hatte ein grosses Wachstumspotenzial,
aber der Nachteil des Hanfs lag in der arbeitsaufwenigen Verarbeitung. Man musste
die Hanfstängel in einer kleinen Trommelmaschine aufbrechen, um die Fasern
von ihrem Innenteil zu trennen, eine Arbeit, die gewaltige Körperkräfte
erforderte. Erst um 1930 wurden Maschinen für diese Schwerstarbeit erfunden
- doch in dem Moment, wo die neue Technik den Hanf wieder konkurrenzfähig
gemacht hätte, wurde er verboten.
Unser heutiges Papier wird durch einen Vorgang namens «chemische Reduktion»
hergestellt. Früher wurde das Holz durch «mechanische Reduktion»
verarbeitet, was viel teurer war. Ungefähr zur gleichen Zeit wie Maschinen
zur Hanfverarbeitung aufkamen, ist man auf die Idee gekommen, die Paste (Werg)
für die Herstellung von Papier und Plastik zu verwenden. Bis dahin hatte
das Werg als wertloses Produkt gegolten und war nach dem Abtrennen der Fasern
entsorgt worden. Neue Forschungen ergaben dann, dass dieses Produkt anstelle
von Holz in der mechanischen Reduktion verwendet werden konnte, was die Papierherstellung
erheblich verbilligte. Populäre Magazine erklärten den Hanf zu einem
der wichtigsten Rohstoffe für die USA. Der Marihuana Tax Act von 1937 kam
so unerwartet, dass das Magazin «Popular Mechanics» bereits mit
einem Titelmagazin über Hanf in Druck gegangen war. Das Heft erschien 1938,
nur zwei Monate nach dem Inkrafttreten des Gesetzes.
2.3 MUSS MAN DARAUS SCHLIESSEN, DASS DIE REGIERUNG NICHT IMSTANDE WAR,
GESETZE ZU SCHAFFEN, DIE CANNABIS VERBIETEN, ABER DEN HANDEL MIT INDUSTRIEHANF
DENNOCH ERMÖGLICHEN?
Es ist noch schlimmer. Gerade damals war die Papierherstellung mittels chemischer
Reduktion von «Dupont Chemicals» erfunden worden. Hier ging es um
einen riesigen Markt, den William Randolph Hearst, Besitzer einer Fabrik für
Bau- und Papierholz, kontrollieren wollte. Dieser Markt konnte Hearst sehr billiges
Papier liefern, er konnte sich als der Grosse Mann der «yellow press»
etablieren (der Begriff «yellow press» bezieht sich auf das schnell
vergilbende Papier). Hearst wusste, dass er die Marktanteile der Konkurrenz
mit seinem neuen und billigen Papier vernichten konnte. Das Hanfpapier hätte
sein Projekt ruiniert.
Der Marihuana Tax Act von 1937 kam seinen Plänen entgegen. Als Gesetz war
der Tax Act nicht durchschlagend und hatte nicht viel bewirkt. Etliche Historiker
fragen sich heute, wieso dieses Gesetz je verabschiedet werden konnte. Findige
Geschäftsleute haben jedoch das rassistische und drogenfeindliche Klima
dazu ausgenutzt, den freien Markt für Hanfprodukte abzuwürgen. Auf
diese Weise ist der Hanf illegal geworden.
Für die 30er Jahre war das Hearst-Projekt eine grosse Sache, denn es waren
mehrere andere Unternehmen aus der Holz- und Eisenbahnindustrie daran beteiligt.
Der Vertrag von Dupont wurde von einem Bankier namens Andrew Mellon allseitig
unterstützt. Sie erinnern sich? Es ist derselbe Andrew Mellon, der seinem
angeheirateten Neffen an die Spitze des FBN geholfen hatte. Der Marihuana Tax
Act ist auf ziemlich unorthodoxe Weise durchgekommen. Wenn es noch Proteste
gab, konnte man sich nun ohnehin auf das Gesetz berufen. Die amerikanische Ärztegesellschaft
wurde erst zwei Tage vor der Abstimmung auf die Gesetzesvorlage aufmerksam.
Man schickte einen Abgesandten, der gegen das Verbot der medizinischen Anwendung
von Cannabis protestieren sollte. Auch ein Verkäufer von Vogelfuttersamen
war anwesend und protestierte gegen den Tax Act. Trotzdem wurde das Gesetz angenommen,
nicht zuletzt wegen der Bezeugungen von Harry Anslinger. Die hysterischen Mythen,
die er damals über Hanf verbreitete, sind bis heute nicht ausgestorben
- nach dem zweiten Weltkrieg setzten die USA ihr Hanfverbot in der gesamten
westlichen Welt durch. Das neu gegründete Drogenbüro der Vereinten
Nationen übernahm Harry Anslinger.
Selbst wenn die amerikanischen Bürger von diesem Gesetz gewusst hätten,
wären sie gar nicht auf die Idee gekommen, dagegen zu protestieren. Die
meisten Leute wussten nicht, dass Hanf und Marihuana dasselbe sind. Der Grund
war die Bezeichnung «Marihuana». Niemand wäre auf die Idee
gekommen, dass der böse, Marihuana rauchenden Mexikaner und seine Schnürsenkel
aus Hanf etwas Gemeinsames haben. Auch waren synthetischen Stoffe in Mode gekommen
und niemand interessierte sich mehr für Naturfasern. Ausserdem gab es eine
Verwirrung der Namen: Hanf wurde oft mit anderen Naturfasern wie Jute verwechselt.
Erstaunlicherweise besteht diese Unwissenheit um den Hanf noch heute. In den
70er Jahren (Reefer Madness II) wurde das Wort Hanf aus allen amerikanischen
Schulbüchern getilgt. Es war ein Schlag gegen die Meinungsfreiheit! Als
der bekannte Hanf-Aktivist Jack Herer den Kurator des Smithsonian-Museums fragte,
wieso man das Wort Hanf aus all ihren Büchern entfernt habe, erhielt er
eine verblüffende Antwort: «Die Kinder sollen den Hanf nicht kennen.
Es würde sie nur verwirren.» Jack Herer forschte weiter und grub
einen Film aus, dessen Vorhandensein die amerikanische Regierung lieber vergessen
hätte. «Hemp for victory» zeigt, wie die USA während des
zweiten Weltkriegs das Gesetz (Tax Act) umgingen, weil die Kriegsindustrie Hanf
benötigte und man riesige Anbauprojekte in Kentucky und Kalifornien realisieren
wollte.
2.4 MÜSSTE MAN DARAUS NICHT EINE LEHRE ZIEHEN?
Es sind sogar mehrere Lehren. Die erste besteht darin, dass sich Hass nicht
bezahlt macht. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass der Rassismus die Amerikaner
so weit brachte, dass er ihnen letztendlich schadete. Es ist eine Art höherer
Gerechtigkeit, wenn Sie so wollen .Weil die Amerikaner dermassen von Angst,
Hass und Intoleranz gegenüber anderen Völkern verblendet waren, haben
sie sich eine im wahrsten Sinne des Wortes blühende Zukunft verbaut. Eine
andere Lektion zeigt den Amerikanern, dass sie die Demokratie ernster nehmen
sollten. Wenn sie sich mehr mit der Welt um sich herum beschäftigt hätten,
wären ihnen die wirklichen Probleme klar geworden. Stattdessen haben sie
Zeitung gelesen - und man sieht, wohin das geführt hat.
Jetzt da wir um die historischen Zusammenhänge der Hanfprohibition wissen,
sehen wir ganz klar, dass sie nichts mit der öffentlichen oder nationalen
Sicherheit oder irgendetwas anderem zu tun hat. Cannabis hätte nie verboten
werden sollen. Der Prohibition sind die Argumente ausgegangen. Sie sollte endlich
aufgehoben werden!
Aber es gibt noch eine weitere Lektion zu lernen: die Gesetze, die in diesem
Land verabschiedet werden, bedeuten nicht immer das, was auf dem Papier geschrieben
steht. In der Geschichte der USA gibt es eine ganze Reihe von Gesetzen, die
aus inoffiziellen Gründen zustande kamen. Selbst wenn keine inoffiziellen
Gründe zu vermuten sind, ist es schädlich, wenn Gesetze so unklar
formuliert sind, dass sie zu Missbrauch führen. Unsere schärfsten
Gesetze verlangen die Bekämpfung der Drogen-Grosskriminalität und
nicht die Verfolgung kleiner Dealer und harmloser Drogenkonsumenten. Tatsächlich
werden diese Gesetze selten gegen Grossdealer angewendet. Die meisten Personen,
die aufgrund dieser Gesetze angeklagt werden, gehören nicht zum Kreis derjenigen,
die der Gesetzgeber in Auge hatte. Bürger, die sich daran stören,
sollten sich vermehrt mit unserer Gesetzgebung beschäftigen.
Normalerweise sollte die nächste, logische Frage lauten: «Warum ist
Cannabis immer noch illegal?». Aber jetzt, da wir die historischen Zusammenhänge
verstanden haben, wollen wir einen kleinen Umweg machen. Die Politiker erzählen
uns, dass Cannabis zu unserem Besten illegal bleiben muss. Im nächsten
Teil werden wir einige Behauptungen über Cannabis untersuchen. Es steht
ihnen frei, damit einverstanden zu sein oder nicht. Ist die Prohibition zu unserem
Schutz da oder sie einfach nur das Resultat unserer Unfähigkeit, Fehler
und Irrtümer einzugestehen?
3. WAS IST HANF? WAS IST ER NICHT? STIMMT ES, DASS...?
3.1 SPEICHERT SICH CANNABIS IM FETTGEWEBE UND LÄSST EINEN MONATELANG
«HIGH»SEIN?
Nein. Der euphorische («high») Effekt wird vom delta-9-Tetrahydrocannabinol
verursacht. Die Kurzbezeichnung ist THC, aber das ist missverständlich,
denn unser Körper baut das delta-9-THC in trägere Moleküle ab,
die wir als «Metabolite» bezeichnen und die nicht psychotrop sind.
Leider laufen diese Moleküle z.T. auch unter der Bezeichnung THC und daher
meint man, sie würden auch ein High verursachen. In einigen Anti-Drogen-Traktaten
wird behauptet, dass sich diese THC-Metaboliten im Fettgewebe speichern und
ähnlich wie Medikamente mit Langzeitwirkung abgebaut werden. Es wird behauptet,
man sei den ganzen Tag oder noch länger high. Dies entspricht nicht den
Tatsachen. Richtig ist, dass die Wirkung des euphorisierenden delta-9-THC nur
einige Stunden anhält und dass ein positiver «Cannabis»-Drogentest
keinesfalls beweist, dass man unter besagter Wirkung von Cannabis steht. Zwei
dieser Substanzen heissen «11-Hydroxy-Tetrahydrocannabinol» und
«11-nor-9-carboxy-9-Tetrahydrocannabinol», kurz «11-OH-THC»
und «11-Nor» genannt. Dies sind die Substanzen, die im Fettgewebe
bleiben. Einige Stunden nach dem Rauchen von Cannabis ist kein delta-9-THC mehr
vorhanden. Darüber sind sich alle wissenschaftlichen Studien einig.
3.2 ABER...CANNABIS IST DOCH HEUTE VIEL STÄRKER ALS IN DEN
60ER JAHREN? (ODER, NOCH HÄUFIGER: CANNABIS IST HEUTZUTAGE 10 MAL STÄRKER
ALS IN DEN 60ER JAHREN!)
Völlig falsch! Wenn dies den Tatsachen entspräche, würde es bedeuten,
dass es heute weniger schädlich ist, Cannabis zu rauchen als in den 60er
Jahren. Cannabissorten mit höherem THC-Gehalt bedeuten nichts anderes,
als dass man weniger rauchen muss und daher die Lungen weniger belastet. Diejenigen,
die nur Statistiken über den THC-Gehalt zitieren, haben meistens keine
Ahnung, wovon sie sprechen. Manchmal wird sogar behauptet, dass Cannabis heute
20- bis 30-mal stärker sei als noch in den 70er Jahren -auch das ist völliger
Unsinn.
Der zugrunde liegende Irrtum ist, dass in den 60er Jahren das delta-9-THC isoliert
und untersucht wurde. In den nächsten Jahren wurden noch weitere Cannabino-ide
gefunden. Wenn bei den Analysen alle in der Pflanze vorhandenen Cannabinoide
zusammengezählt werden, ergibt das Resultat zwangsläufig eine höhere
Zahl als delta-9-THC allein.
In Wirklichkeit hat sich Cannabis seit Jahrhunderten kaum oder gar nicht verändert.
Der Anbau von gutem Cannabis ist eine uralte Kunst und bleibt immer gleich -
trotz unserer modernen Technik. Durch Kreuzung und Züchtung sind mittlerweile
in der Tat neue Sorten mit hohem THC-Gehalt entstanden - die Blüten mancher
Treibhaussorten enthalten bis zu 15 - 20% delta-9-THC., während übliches
Freiland-Cannabis nur 5-7% davon enthält (und Faserhanfsorten unter 0,3%).
Zum Vergleich: bevor Cannabis illegal wurde, verkauften die Apotheken Cannabis-Tinkturen,
die 40% THC und mehr enthielten.
Dass ein höherer THC-Gehalt grössere Gefahr bedeutet ist also ein
Mythos. Cannabis-Raucher haben eine Art «Selbstregulierung», d.h.
dass nur so lange geraucht wird, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Es
spielt daher keine Rolle, ob der Cannabis nun stärker oder schwächer
ist, der Konsument wird in beiden Fällen auf seine Dosis kommen. Cannabis
muss nicht zwingend sofort konsumiert werden wie eine Eiscrème oder eine
Wegwerfhandtuch. Der Konsument ist ja nicht gezwungen, seinen Joint ganz aufzurauchen.
Erfahrene Konsumenten sind daran gewöhnt, Cannabis aus verschiedenen Quellen
zu rauchen. Sie wissen, dass ein Joint aus einer ganzen Blüte starken Cannabis
sie zu sehr abheben liesse. Weil das ein eher unangenehmes Erlebnis ist, haben
sich die Konsumenten daran gewöhnt, langsam und in kleinen Dosen zu rauchen,
wenn sie nicht wissen, wie stark der Cannabis ist. Da selbst eine hohe Überdosierung
keine wirklichen Gesundheitsgefahren mit sich bringt, ist die Panikmache vor
THC-reichem «Turbo»-Cannabis reine Hysterie.
3.3 a SCHÄDIGT CANNABIS DAS GEHIRN?
Die kürzeste Antwort ist: Nein. Die ausführliche Antwort: vermutlich
stellen Sie diese Frage, weil Sie irgendwo gelesen oder gehört haben, dass
Cannabis die Hirnzellen verändert und dumm macht. Diese Behauptung stimmt
natürlich nicht.
Die Vorstellung, dass Cannabis die Hirnzellen ruiniere gründet auf einer
Studie aus der Zeit der zweiten Reefer-Madness-Phase. Mit dieser Studie wollte
man nachweisen, dass Cannabis die Hirnstrukturen bei Affen verändert. -
dabei wurden die Affen monatelang einer Zwangsinhalation riesiger Mengen Cannabisrauch
ausgesetzt. Die Studie wurde vom dem medizinischen Gremium, das sie begutachtete,
wissenschaftlich angefochten. Weitere Studien konnten keine Schädigung
des Gehirns feststellen. Bei einem neueren Experiment, das mit sehr empfindlichen
Instrumenten an Rhesus-Affen durchgeführt wurde, denen man die Menge von
vier bis fünf Cannabis-Joints zuführte, stellte man keinerlei Schädigungen
fest. «Keiner der medizinischen Tests, die gegenwärtig zur Feststellung
von Hirnschäden bei Menschen angewandt werden, gab Grund zu der Annahme
von Schädigungen durch Cannabis, selbst bei langjährigem, hochdosierten
Konsum» - so eine Studie, die die derzeit zum Cannabis & Gehirn vorliegenden
wissenschaftlichen Fakten untersucht hat. (Zimmer/Morgan: Cannabis Mythen, Cannabis
Fakten, 2004)
Aber so war es eben zur Zeit der Reefer-Madness II, als den Cannabisgegnern
alles recht war, um die Hanflegalisierungs-Bewegung zu diskreditieren. Deshalb
wurde die erste Studie gerne zur Propaganda gegen Cannabis benutzt - noch heute
wird sie von radikalen Drogengegnern immer wieder zitiert, so vom P.R.I.D.E.
und von Dr. Gabriel Nahas. Auch das am besten bekannte Drogen-Erziehungprogramm
der USA, die Drug Abuse Resistance Education (DARE) behauptet, dass Cannabis
durch Zerstörung der Gehirnzellen das Urteilsvermögen und die Wahrnehmung
beeinträchtige. Als Polizei und Lehrerschaft dies gelesen und gehört
hatten, ist unsere Aufgabe schwieriger geworden. Es braucht viel Geduld, den
Kindern zu erklären, worin die Lehrerin und der Polizist Unrecht haben.
In Wirklichkeit gibt es keine einzige Studie, die eine Schädigung der Zellen,
Verblödung, geistige Schäden oder dauernde Verwirrung beweiskräftig
und spezifisch auf den Gebrauch von Cannabis zurückführen konnte,
auch nicht bei starkem Konsum. Was aber nicht heisst, dass es keine Fälle
von missbräuchlichem Konsum gäbe!
3.3 b WARUM WIRD MAN «HIGH», WENN DOCH CANNABIS DIE GEHIRNZELLEN
NICHT ZERSTÖRT?
Ein Cannabis-High hat überhaupt nichts mit zerstörten Gehirnzellen
zu tun. Cannabis enthält eine Substanz, die einer natürlich im Gehirn
vorkommende Substanz (Anandamid) sehr ähnlich ist. Die Cannabis-Substanz
bindet sich an dieselben Rezeptoren der Gehirnzellen an wie das körpereigenen
Anandamid. Man kann sagen, dass Cannabis die Gehirnzellen nur kitzelt, anders
als Alkohol, der durch seine giftigen Abbauprodukte (Toxine) die Zellen auch
schädigt und letztendlich zerstört.
3.4 IST SCHON JEMAND VOM CANNABISRAUCHEN GESTORBEN?
Es ist noch nie jemand an einer Überdosis Cannabis gestorben. Individuell
kann es allenfalls zu allergischen Reaktionen kommen, so wie bei vielem Anderen
auch.
Allergien gegen Cannabis sind äusserst selten und ihr Vorkommen ist ebenso
dem Zufall unterworfen wie eine Allergie auf moderne Kunst oder Äpfel.
Es gibt keinen Todesfall, der direkt auf Cannabis zurückzuführen ist,
im Gegensatz zu den legalen Drogen wie Alkohol, Nikotin, Valium, Aspirin und
Koffein usw. Die grösste Gefahr am Cannabis ist seine Illegalität.
Cannabis ist so ungiftig, dass eine tödliche Überdosis nahezu unmöglich
ist. In der Wissenschaft wird die Giftigkeit einer Substanz durch das Verhältnis
der Zeit, die es braucht, um eine Person zu töten (LD50) und der üblicherweise
eingenommenen Dosis (ED50) definiert. Nach dieser Definition ist Cannabis hundertmal
harmloser als Alkohol, Tabak oder Koffein. Ein Richter der DEA meinte, dass
«Cannabis die harmloseste therapeutisch aktive Substanz ist, die der Mensch
kennt».
3.5 IST ES DENN NICHT SO, DASS CANNABIS KURZFRISTIGE HIRNSTÖRUNGEN
VERURSACHT?
Die Wirkung von Cannabis auf das Gedächtnis ist am ausgeprägtesten
und am einfachsten wahrnehmbar. Unerfahrene Marihuanaraucher bemerken oft seltsame
und unerwartete Gedächtnisausfälle. Typischerweise wird man mitten
in einer wichtigen Unterhaltung plötzlich völlig vergessen, was man
gesagt hatte und sagen wollte. Solche Ausfälle des Kurzzeitgedächtnisses
können eintreten, wenn man high ist, doch sind sie nur vorübergehend.
Untersuchungen starker Cannabisraucher ergaben keine Gedächtnis- oder Intelligenzprobleme.
Die meisten erfahrenen Konsumenten scheinen sich unter Cannabiseinfluss ebenso
gut zu erinnern wie im Normalzustand.
Studien, welche dauerhafte Gedächtnisausfälle nahe legten, sind nicht
sorgfältig geprüft und wiederholt worden. Neuere Untersuchungen kamen
zum Schluss, dass Cannabis nicht zu solchen Ausfällen führt. Cannabis
kann die Reaktionszeit verlangsamen, was manchmal wie ein Gedächtnisausfall
anmutet. Erfahrene Cannabis-Konsumenten, so haben Studien gezeigt, können
diese Nebenwirkungen des «High»-Zustandes oft sehr gut kompensieren.
3.6 a WIRD MEIN/E FREUND/IN DURCH CANNABIS ZUM PSYCHOPATHEN?
Cannabis verursacht keine Psychosen. Psychotische Personen können Cannabis
rauchen und eine Episode haben; aber es gibt im Cannabis keine Substanz, die
psychotische Schübe auslösen oder ihre Frequenz erhöhen könnte.
Wenn eine psychisch kranke Person das erste Mal oder ohne es zu wissen Cannabis
raucht, kann sie Angst bekommen und ausrasten.
Personen mit schweren psychologischen Problemen benutzen oft Cannabis, um bestimmten
Situationen gewachsen zu sein. Einige Forscher haben daraus geschlossen, dass
Cannabis die Probleme verursacht, die in Wirklichkeit die Symptome einer seelischen
Krankheit sind. Wenn Sie irgendwo gehört haben, dass Cannabis verrückt
mache, dann handelt es sich mit Sicherheit um einen solchen Fall.
3.6 b SIND CANNABISRAUCHER GESELLSCHAFTLICHE AUSSENSEITER?
In einer gewissen Weise schon. Aber das kommt wohl davon, dass sie immer Angst
haben müssen, verhaftet und verurteilt zu werden. Sozial unangepasste und
psychisch kranke Menschen haben ein ähnliches Lebensgefühl.
Menschen mit emotionalen Problemen berichten oft, dass Cannabis sie beruhige.
Sie haben daher die Tendenz, es häufiger zu konsumieren als Durchschnittsbürger.
Spezialisten haben dies beobachtet und schlossen daraus, Cannabis sei die Ursache
der Probleme. Dieser Irrtum kann sich für den Patienten ungünstig
auswirken, denn sein Arzt wird sich möglicherweise darauf konzentrieren,
ihn vom Drogenkonsum abzuhalten und seinen wirklichen Problemen zu wenig Beachtung
schenken. In manchen Fällen trägt Cannabis sogar zur Heilung bei.
Zweifellos kann Cannabis missbraucht werden. Dennoch sollten die Psychologen
eine objektivere Haltung zum Cannabiskonsum einnehmen, wenn sie ihren Patienten
gerecht werden wollen.
Es ist nicht Cannabis an sich, das normale Menschen in Asoziale verwandelt.
Im Rahmen einer grossen Studie mit Jugendlichen wurde herausgefunden, dass regelmässige
Cannabiskonsumenten sozial besser angepasst sind als Nichtkonsumenten. Dieser
Fakt mag ja belustigend sein, aber er beleuchtet auch ein ernsthaftes Problem.
Viele Kinder mit emotionalen Problemen werden von den Hilfs- und Gesundheitsprogrammen
nicht berücksichtigt. Die bitter benötigte Hilfe wird ihnen vorenthalten.
Cannabiskonsumenten hingegen erhalten oft eine Behandlung, wenn sie gar keine
nötig hätten.
Cannabiskonsum wird verantwortlich gemacht für die neurotischen Störungen
von Personen, die Cannabis missbräuchlich anwenden.
3.7 IST ES WAHR, DASS CANNABIS ZU FAULHEIT UND MOTIVATIONSVERLUST FÜHRT?
Nicht, wenn du erwachsen und verantwortungsbewusst bist. Frage die amerikanische
Armee. Dort hat man dieses Thema mittels einer wissenschaftlichen Studie geprüft
und keine Nebenwirkungen entdeckt. Wenn es wahr wäre, warum würden
dann viele Völker aus dem Osten und die Jamaikaner Cannabis nehmen, um
sich für anstrengende Arbeiten zu stärken?
Das amotivationale Syndrom ist eine Erfindung der Medien, die ursprünglich
auf rassistischen Vorurteilen beruht. Die Cannabisgegner behaupten, Cannabis
würde die Menschen faul und unmotiviert machen. Inzwischen wurden wissenschaftliche
Studien durchgeführt, die zeigten, dass zwar bei Jugendlichen, nicht aber
bei Erwachsenen, bisweilen so etwas wie Motivationsverlust festgestellt werden
kann - dieser aber nichts mit Cannabis zu tun hat. Die oft wiederholte Behauptung,
dass Schulversagen auf Cannabiskonsum zurückzuführen ist, wurde von
einer grossen Studie der Freien Universität Berlin widerlegt, die zeigte
dass es genau umgekehrt ist: erst aufgrund ihrer Schul-oder Familienprobleme
flüchten sich labile Jugendliche in den Cannabiskosum.
3.8 FÜHRT CANNABIS ZUM KONSUM STÄRKERER DROGEN?
Das ist völlig falsch. In Wirklichkeit benutzen Wissenschaftler Cannabis,
um Cracksüchtige von ihrer Droge wegzubringen. In den USA haben 40 Millionen
Menschen mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis geraucht und es sind keine
10 Millionen Heroinsüchtige daraus entstanden. Im Amsterdam hat der Konsum
von Cannabis und Heroin sogar abgenommen - trotz eines leichten Anstiegs des
Cannabiskonsums kurz nach der Entkriminalisierung. Im Gegensatz zu suchterzeugenden
Drogen gibt es bei Cannabis praktisch keinen Gewöhnungseffekt. Einige Konsumenten
berichten sogar von einer umgekehrten Wirkung. Mit anderen Worten: je länger
sie schon konsumieren, desto weniger Cannabis benötigen sie, um die gewünschte
Wirkung zu erzielen. Der Cannabiskonsum scheint seinen Adepten nie so langweilig
zu werden, dass es sie nach etwas Stärkerem verlangt. Es kann also mit
Recht gesagt werden, dass Cannabis vom Konsum harter Drogen abhält.
Die Vorstellung, dass Cannabis zum Gebrauch von Heroin oder Speed führt,
ist als Theorie der «Einstiegsdroge» bekannt. Dies war früher
die Lieblingstheorie der Cannabisgegner, denn damit konnten sie den ungefährlichen
Cannabis als trügerisch und voller verborgener Gefahren und Fallen darstellen.
Es gab nie vertrauenswürdige Statistiken zu diesem Thema. Trotzdem wurde
diese Behauptung zum grossen Thema von Reefer Madness II. (Vielleicht weil die
CIA einen Sündenbock brauchte für den Anstieg der Heroinsucht nach
dem Vietnamkrieg?)
Die These von Cannabis als «Einstiegsdroge» ist von der Wissenschaft
schon seit Jahrzehnten als unrichtig erkannt worden. Doch von den Cannabisgegnern
werden immer noch Daten vorgelegt, die belegen sollen, dass ein hoher Prozentsatz
der Drogensüchtigen mit Cannabis angefangen habe. In der Tat gibt es Konsumenten
von harten Drogen, die früher auch Cannabis rauchen - noch viel mehr Konsumenten
harter Drogen rauchten allerdings vorher auch Tabak oder tranken Alkohol.
In soziologischer Hinsicht wurde eine andere Theorie diskutiert. Nach dieser
Vorstellung schaffe Cannabis eine spezifische Subkultur, in der man zum Gebrauch
anderer Drogen verleitet werde. In Wirklichkeit ist es natürlich nicht
so, dass Cannabis an sich die Subkultur bildet. Zwar wird Cannabis in der Subkultur
oft konsumiert, trotzdem gehören sehr viele Cannabiskonsumenten nicht zu
diesem Milieu. Nach dieser Theorie wäre es allerdings ein Leichtes, durch
die Legalisierung von Cannabis den Konsum verbotener Drogen zu reduzieren.
Auch wenn Cannabis keine Einstiegsdroge ist, müssen sich die Konsumenten
auf dem Schwarzmarkt eindecken. Durch die Dealer kommen sie in Kontakt mit verschiedenen
illegalen Drogen und könnten dazu verführt werden, diese aus Neugier
auszuprobieren. Die Legalisierung von Cannabis würde die Märkte trennen
und zweifellos würden dann weniger Leute mit dem Konsum harter Drogen beginnen.
Zahlen aus den Niederlanden zeigen, dass in denjenigen Staaten, die Cannabis
in den 70er Jahren entkriminalisierten, heute weniger Not,- und Todesfälle
wegen Konsums harter Drogen aufweisen als Länder mit Cannabis-Prohibition.
3.9 a ICH MÖCHTE NICHT, DASS MINDERJÄHRIGE CANNABIS RAUCHEN.
WIE KANN ICH SIE DARAN HINDERN?
Legalisieren Sie Cannabis! Heutzutage kann praktisch jeder Cannabis rauchen,
man kann es fast so einfach bekommen wie Alkohol. In den Schulen, auf Sport-
und Spielplätzen und auf der Strasse würde kaum noch Cannabis verkauft
werden, wenn man es legal erwerben könnte.
Eltern minderjähriger Kinder müssen klar entscheiden, ob sie lieber
wollen, dass ihre Kinder zusammen mit ihren Freunden auf der Strasse gekauftes
Cannabis rauchen oder ob sie es vorziehen, ihnen ganz ruhig erklären zu
können, dass sie noch zu jung sind, um Cannabis zu rauchen. Es ist angesichts
der herrschenden Repression ziemlich unwahrscheinlich, dass Jugendliche den
Konsum illegaler Drogen zugeben. Wäre dies nicht so etwas Schlimmes und
Verbotenes, wäre der Dialog weit einfacher. Wäre es Ihnen lieber,
die Kinder würden Speed, Cocain oder Alkohol konsumieren?
Ausserdem sind Jugendliche von Natur aus neugierig sind und Verbotes erweckt
ihr Interesse. Das Geschrei darum macht Cannabis natürlich umso reizvoller
(man nennt dies auch den «verbotene-Früchte-Faktor»). Die Lügen
der Lehrer und der Polizei tragen nur dazu bei, dass die Jugendlichen den Respekt
vor dem Erziehungssystem und der Regierung verlieren. Die Hysterie um die Drogen
kann mehr Schaden anrichten als alles andere. Wenn die Kinder merken, dass Cannabiskonsumenten
nicht die schrecklichen Bestien sind, als die sie dargestellt werden, können
sie leicht auf die Idee kommen, dass auch gefährlichere Drogen harmlos
sind. Ihre Kinder werden sie respektieren, wenn sie ruhig auf der Einhaltung
logischer Regeln bestehen. Die erste Pflicht der Eltern ist, sich objektiv über
Drogen zu informieren.
3.9 b KÖNNTEN NICHT DIE CANNABIS-PFLANZEN, WELCHE DIE LEUTE ANBAUEN,
VON KINDERN GESTOHLEN WERDEN?
Nun, falls Sie sich Sorgen machen, dass ihr Kind auf dem nächstgelegenen
Bauernhof Hanfpflanzen stiehlt, dann müssen Sie auch wissen, dass Industriehanf
praktisch kein THC enthält. Selbst wenn die Kinder einen ganzen Sack davon
rauchen würden - sie bekämen bloss Kopfschmerzen.
Selbstverständlich sollten die Hanfproduzenten geeignete Vorsichtsmassnahmen
treffen. Wenn Kinder nicht Besseres zu tun haben, als Cannabispflanzen zu stehlen,
sollte man vielleicht daran denken, ihnen Bibliotheken und Jugendhäuser
zur Verfügung zu stellen, wo sie andere Unterhaltungsmöglichkeiten
finden.
3.10 a WUSSTET IHR SCHON, DASS CANNABIS BEI JUGENDLICHEN DAS TESTOSTERON
VERMINDERT UND DADURCH ZU PROBLEMEN IN DER KÖRPERLICHEN UND GEISTIGEN ENTWICKLUNG
FÜHRT?
Cannabis wird einen gesunden Jüngling kaum zu einem mageren, verweichlichten
und pickligen Mann machen. Diese Verängstigungstaktik (man könnte
sie auch als Homophobie bezeichnen) wird von der neueren Anti-Drogen-Literatur
häufig angewendet. Man will den jungen Männern Angst einjagen, indem
man ihnen vorflunkert, dass Cannabis sie «verweibliche».
Natürlich sollten junge Männer nicht grosse Mengen von Cannabis konsumieren,
doch selbst dann ist das Risiko nicht gross. Die Anti-Cannabis-Propaganda der
Reefer-Madness II-Epoche ist ausgiebig auf diesem Thema herumgeritten, aber
die zitierten Studien sind falsch oder schlecht interpretiert. Das heisst nicht,
dass Cannabis die Entwicklung Jugendlicher nicht beeinflusst. Es bedeutet vielmehr,
dass die Auswirkungen keinesfalls so dramatisch sind wie oft dargestellt. In
Wirklichkeit hat der Cannabiskonsum kaum Auswirkungen in dieser Hinsicht.
3.10 b HABEN STARKE CANNABIS-KONSUMENTEN EINE VERMINDERTE SPERMIENZAHL?
Wenn überhaupt, dann nicht stark, was eher positiv ist: Das bedeutet nämlich,
dass Cannabis nicht zu Impotenz und Unfruchtbarkeit führt. (Dann gäbe
es schon lange keine Rastafaris mehr!). Auch ist Cannabis mit Sicherheit kein
Verhütungsmittel. Einen solchen Bären sollte sich kein Mädchen
von ihrem Lover aufbinden lassen.
Einige sagen, Cannabis würde ihr Liebesleben anregen. Aber eigentlich ist
Cannabis kein ausgesprochenes Aphrodisiakum, ebenso wenig wie es das sexuelle
Verlangen dämpft. Die Wirkung ist eher so, dass bei bestimmten Personen
die Sinnlichkeit angeregt wird und dies zu einer höheren Genussfähigkeit
in körperlicher und gefühlsmässiger Hinsicht führt.
3.10 C ICH HABE GEHÖRT, DASS CANNABISKONSUM BEI JUNGEN FRAUEN
DIE HORMONBILDUNG, DEN MENSTRUATIONSZYKLUS UND DIE FRUCHTBARKEIT BEEINTRÄCHTIGT.
STIMMT DAS?
Auch dafür gibt es keine Beweise. Aber es liegen auch noch keine Forschungsdaten
vor. Dies ist die auf Frauen zielende Version der Abschreckungstaktik «es
wird dich verweiblichen» für die Männer Wie wir bereits wissen:
es ist eine Taktik!
3.11 IST ES SCHLIMMER CANNABIS ZU RAUCHEN ALS ZIGARETTEN?
Aus dies stimmt aus mehreren Gründen nicht. Es wird behauptet, dass ein
einziger Joint so viel Schaden anrichte wie 10 Zigaretten, was eine manipulative
Übertreibung ist.
Cannabis enthält nicht mehr Teer als Tabak, aber «light»-Zigaretten
führen ebenso oft zu Krebs wie alle anderen. Was heisst das nun? Wissenschaftler
haben nachgewiesen, dass das Rauchen irgendeiner Pflanze schädlich für
die Lunge ist, denn Rauchen an sich schädigt die Atemwege. Normalerweise
ist dies nicht lebensbedrohlich, aber es führt zu einem grösseren
Risiko für Entzündungen. Cannabiskonsumenten, die sich diesem Risiko
nicht aussetzen wollen, können zu weniger schädlichen Verabreichungsmethoden
wie Essen und Vaporisation greifen. (Bei Tabak ist allerdings Vorsicht geboten:
gegessener Tabak führt leicht zu einer Überdosis).
Hier folgt eine Liste interessanter Tatsachen hinsichtlich Cannabis und Tabak:
Cannabisraucher sind im Allgemeinen nicht starke Tabakraucher, d.h. sie rauchen
weniger. (Cannabis führt im Gegensatz zu Tabak nicht zu körperlicher
Abhängigkeit). Je besser der Cannabis ist, desto weniger muss davon geraucht
werden.
Tabak enthält Nikotin, nicht so Cannabis. Nikotin verengt die Arterien
und gilt als Ursache für die Mehrzahl der Herz- und Kreislaufkrankheiten,
die vom Rauchen verursacht werden. In jüngster Zeit hat man herausgefunden,
dass es einige Krebsarten gibt, die bei Rauchern und Passivrauchern häufiger
vorkommen. Der Grund ist, dass Nikotin beim Konsum zu einem krebserregenden
Stoffwechselprodukt namens«N-Nitrosamin» abgebaut wird. Cannabis
enthält THC und andere Cannabinoide. Einige davon erweitern die Atemwege,
d.h. dass THC wie ein Hustenbonbon wirkt. Es erweitert die Bronchien und befreit
sie von Rauch und Partikeln. Nikotin bewirkt das Gegenteil: es verengt die Bronchien
und erschwert das Aushusten. Ausser der Bronchienerweiterung hat Cannabis gegenüber
dem Tabak noch andere Vorteile. Hauptsächlich aber wirkt Cannabis entspannend
und trägt so zu Gesundheit und Wohlbefinden bei.
Die genauen Ursachen für Lungentumore bei Tabakrauchern sind bis jetzt
nicht bekannt. Wissenschaftler nehmen an, eine Substanz namens Lead 210 könnte
bei deren Entstehen eine massgebende Rolle spielen. Natürlich gibt es noch
einige andere Theorien, aber wenn sich die Lead 210 - Theorie als richtig erweisen
sollte, dann weiss man zumindest, wieso ES KEINEN EINZIGEN BEWIESENEN FALL VON
KREBS BEI NUR-CANNABISRAUCHERN GIBT: Tabak enthält sehr viel mehr von dieser
Substanz als Cannabis.
Die Gesetze machen es schwierig, auf unschädliche Weise Cannabis zu konsumieren.
In mehreren Staaten sind Wasserpfeifen verboten. Filterzigaretten, Vaporisatoren
und Inhalationsgeräte können nicht gut heimlich hergestellt werden.
Wenn Cannabis gegessen wird, ist die Dosierung durch die verzögert einsetzende
Wirkung schwerer kalkulierbar.
Es mag paradox klingen, aber je legaler Cannabis ist, desto «gesünder»
ist es...
Für die Konsumenten liegt es auf der Hand, dass das Cannabisgesetz nicht
zu ihrem Besten gemacht wurde. Legaler Cannabis wäre für die Konsumenten
in jedem Fall gesünder. Gewisse Dealer verlängern den Cannabis vor
dem Verkauf durch Beimengung von anderen Substanzen, andere behandeln ihn mit
Luftbefeuchtern oder tauchen ihn in giftige Produkte wie Formaldehyd. Oder Cannabis
wird auf Feldern angebaut, die mit Pestiziden und Fungiziden verunreinigt sind.
Wenn der Regierung die Gesundheit der Bürger wirklich am Herzen läge,
müsste sie Instanzen schaffen, die den Verkauf von einwandfreiem Cannabis
gewährleisten - und sie dazu anhalten, Cannabis möglichst nicht vermischt
mit Tabak, wie in Europa üblich, sondern pur zu rauchen.
3.12 LEIDEN DIE KINDER CANNABIS KONSUMIERENDER MÜTTER AM "FÖTALEN
CANNABIS-SYNDROM"?
Falls es das fötale Cannabis-Syndrom gibt, dann sind diese Fälle so
selten, dass sie nicht nachgewiesen werden können. Viele Frauen konsumieren
während der Schwangerschaft Cannabis, weil es die morgendliche Übelkeit
lindert, den Appetit anregt und Stress reduziert. In Entwicklungsländern
ist dies ein wichtiger Faktor, denn moderne medizinische Versorgung ist oft
schwer zugänglich. Auch bei unerschwertem Zugang zur modernen Spitzenmedizin
wiegen die Vorteile einer gut überwachten Cannabismedikation eventuelle
Risiken bei weitem auf. Studien aus Jamaika zeigten, dass die Kinder Cannabis
rauchender Mütter gesünder waren, aber dies könnte auch an anderen
günstigen Wirkungen oder den Lebensumständen liegen. Eines der Hauptthemen
des Krieges gegen Cannabis war die Behauptung, dass Cannabis zu Missbildungen
und Verhaltensstörungen wie beim fötalen Alkoholsyndrom führe.
So werden werdende Mütter verängstigt und Drogen «dämonisiert».
Diese Behauptungen gründen nicht auf seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen,
denn die meisten davon berücksichtigen nicht einmal die Lebensumstände
der Mütter, irgendwelche Probleme wurden in erster Linie der Droge zugeschrieben.
Selbstverständlich sollen Schwangere kein Cannabis rauchen. Missbräuchlicher
Konsum kann Mutter und Kind schaden. Delta-9-THC gelangt nicht in die Plazenta
und kann somit das ungeborene Kind nicht beeinflussen. Interessanterweise verwandelt
der Fötus das delta-9-THC nicht in den psychotropen Metaboliten 11-nor-9-carboxy-delta-9-THC,
ist dessen Wirkung also nicht ausgesetzt. In den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten
ist der Fötus am empfindlichsten. Zukünftige Eltern sollten sich dies
vor Augen halten, wenn sie an Cannabiskonsum denken.
3.13 WERDEN DURCH CANNABIS VIELE AUTOUNFÄLLE VERURSACHT?
Nicht wirklich. Cannabiskonsumenten verunfallen nicht häufiger als die
übrige Bevölkerung. Verschiedene Studien über Cannabis am Steuer
haben eine verlangsamte Reaktionszeit aufgezeigt, allerdings nicht so stark
wie bei Alkohol. Ausserdem erwies sich, dass Autofahrer unter Cannabiseinfluss
ein defensiveres und verantwortungsbewussteres Fahrverhalten aufweisen.
Die neuesten Untersuchungen beweisen, dass Alkohol die wirkliche Gefahr im Strassenverkehr
ist, und dass die illegalen Drogen weit weniger gefährlich sind. Wissenschaftliche
Studien haben eindeutig nachgewiesen, dass man vorsichtiger fährt, wenn
man «high» ist. Andererseits gibt es Fahrer, die sagen, dass sie
in diesem Zustand Fehler gemacht hätten, die ihnen sonst nicht passiert
wären. In einigen Zeitungsartikeln und Fernsehsendungen wurde behauptet,
dass Cannabis das Hauptproblem des Strassenverkehrs sein, denn sehr viele Unfallopfer
hätten positive Cannabisteste aufgewiesen. Dem muss aus verschiedenen Gründen
widersprochen werden:
- In den Studien wurden Tests verwendet, die lediglich angaben, ob die betreffende Person innerhalb des letzten Monats Cannabis konsumiert hatte.
- Die Studien wurden mit Teilnehmern aus Schulen und anderen Institutionen durchgeführt, die alle einen sehr hohen Alkohol- und Cannabiskonsum sowie eine erhöhte Unfallhäufigkeit aufwiesen. Das Alter und der Alkoholkonsum wurden bei den Berechnungen nicht einbezogen.
- Bei der prozentualen Bewertung der Unfallursachen konnte Cannabis nur zu einem kleinen Teil verantwortlich gemacht werden.
3.14 BESTEHT DENN NICHT DIE GEFAHR, ABHÄNGIG ZU WERDEN?
Cannabis verursacht keine körperliche Abhängigkeit, auch nicht bei
starkem Konsum. Psychische Abhängigkeit kann vorkommen. Aber wer mit dem
Cannabiskonsum aufhört, hat meist keine Entzugserscheinungen.
Im Vergleich zu den Entzugserscheinungen wirklich abhängig machender Drogen
ist diese Behauptung völlig aus der Luft gegriffen.
Um als körperlich abhängig machend zu gelten, muss eine Droge zu Entzugs-
und Toleranzerscheinungen führen. Cannabis kann wegen seiner wohltuenden
Wirkung zu häufigem Konsum führen, aber Entzugs-und Toleranzsymptome
kommen nicht vor. Koffein, Nikotin und Alkohol hingegen führen zu körperlicher
Abhängigkeit.
3.15 a IST ES GUT, WENN ARBEITGEBER DEN URIN IHRER MITARBEITER AUF
MARIHUANA TESTEN? (ICH MÖCHTE SICHER SEIN, DASS MEIN UNTERNEHMEN IN GUTEN
HÄNDEN IST).
Gewiss nicht! Einige unserer besten und seriösesten Köpfe waren und
sind Cannabiskonsumenten. Bei dieser Art von Drogentests werden alle Cannabiskonsumenten
in denselben Topf geworfen.
Drogentests am Arbeitsplatz sind keine gute Sache, nicht zuletzt wegen des schweren
Eingriffs in die Privatsphäre der Angestellten! Falls ein Arbeitnehmer
ein Drogenproblem hat, sollte man dies an der Qualität seiner Arbeit merken.
Wenn ein Arbeitgeber «alle» Drogenkonsumenten entliesse, würde
dies sein Unternehmen in ein schlechtes Licht stellen, es würde viel kosten,
die Leute schockieren und letztendlich niemandem dienen. Ausserdem ist noch
nicht einmal bewiesen, dass Cannabiskonsumenten mehr Unfälle und Gesundheitsprobleme
haben als anderen.
Drogentests bei Angestellten könnten zu Protesten führen, weil es
ein unangebrachter Eingriff in das Privatleben ist und nichts ihrer Arbeitsleistung
zu tun hat. Wie bereits erwähnt, können diese Tests nicht nachweisen,
ob eine Person «high» ist. Sie können nur beweisen, ob jemand
in den letzten Wochen Cannabis konsumiert hat oder nicht. Seine Angestellten
jeden Monat zur Abgabe von Urin zu zwingen, ist sicherlich kein Zeichen moderner
Unternehmensführung und guten Einvernehmens mit dem Personal. Sehr zu Recht
erregen diese Drogentests viel Ärger, denn oft werden sie dazu missbraucht,
die falschen Leute zu bezichtigen oder weitere vertrauliche Informationen einzuholen.
Sachverständige zweifeln schon lange, ob solche Praktiken mit den in der
Verfassung garantierten Rechten vereinbar sind.
3.15 b WÜRDEN TESTS NICHT WENIGSTENS UNFÄLLEN UND GESUNDHEITSRISIKEN
VORBEUGEN?
Man weiss ja, dass alle Cannabiskonsumenten faul sind und schlecht arbeiten,
nicht wahr? Entweder ist diese Aussage völlig falsch oder man hat schlichtweg
vergessen, den vielen Millionen tüchtigen und gescheiten Cannabiskonsumenten
ein solches Arbeitsverhalten anzuraten.
Unternehmen, die Drogentests durchführen, werden zweifellos riesige Dossiers
mit Statistiken vorweisen, die beweisen sollen, dass der Cannabiskonsum ihrer
Angestellten sie Geld kostet. In Wirklichkeit gibt es ebenso viele Statistiken,
die aufzeigen, dass Cannabiskonsumenten erfolgreicher sind, weniger oft zum
Arzt gehen und produktiver sind als Nichtkonsumenten. Bevor jemand für
seine Firma Drogentests kauft, sollte er/sie wenigstens die andere Seite der
Medaille kennen.
In den 80er Jahren wurden diese Tests von der Bush-Administration kräftig
gefördert. Aufgrund einer Studie schätzte man die Kosten für
den Drogenkonsum auf 60 Milliarden pro Jahr. In dieser Studie wurde behauptet,
dass Cannabiskonsum zu irgendeiner Zeit des Lebens zu weniger Erfolg im Leben
führe. Aus derselben Studie könnte allerdings auch der Schluss gezogen
werden, dass starke Konsumenten von Cannabis und anderen Drogen erfolgreicher
sind. Also stimmt doch etwas nicht an der Sache. Wenn man zudem weiss, dass
verschiedene ehemalige Grössen der DEA und der Drogenzar jetzt im Geschäft
mit dem Urintesten sind, wird es noch obskurer.
3.16 WÜRDE MAN NICHT BESSER ALLE KONSUMENTEN INS GEFÄNGNIS
ZU STECKEN?
Und wie wollen Sie dies bezahlen? In den USA sind bereits mehr als 5% der Bevölkerung
in Präventivhaft (einschliesslich der bedingt Verurteilten, usw.). In den
Gefängnissen müssen Mörder und Vergewaltiger den Neuankömmlingen
weichen. Um die 2500 Fans von Greatful Dead befinden sich in den Bundesanstalten.
Die Kosten für einen 1-jährigen Aufenthalt im Gefängnis belaufen
sich auf ungefähr 20.000 US$.
Was die Inhaftierten betrifft, so sind die USA weltweit an der Spitze: in den
Bundesgefängnissen sitzen nicht weniger als 425 Personen von 100.000. Ein
Fünftel davon sind wegen Drogendelikten in Haft, also keine Gewalttäter.
Die Gesetze der einzelnen Staaten sind im Allgemeinen weniger streng. Die US-Gefängnisse
sind dermassen überfüllt, dass der jährliche Rapport der Justizkomission
zu einem einzigen Plädoyer für das Aufheben der Gefängnisstrafen
für Drogenkonsum geworden ist. Selbst die Clinton-Administration muss anerkennen,
dass Gefängnisstrafen keine Lösung sind. In besonderen Masse trifft
das auf Menschen zu, die ein wirkliches Suchtproblem haben: hier braucht es
Therapie und nicht Strafe.
Wenn die USA nicht (wenigstens) diese Gesetze aufheben, wird die Lage unhaltbar.
Die rückwirkende Legalisierung bzw. Entkriminalisierung von Cannabis könnte
die unausweichliche Krise entschärfen. Man muss auch bedenken, dass jemand,
der ins Gefängnis geworfen wird, die Gesellschaft hassen wird, sich als
Opfer fühlt und zudem von anderen Häftlingen erst recht kriminelles
Verhalten lernt. Das Risiko, sich mit AIDS oder Tuberkulose anzustecken, ist
im Gefängnis bedeutend höher. Wenn alle Drogenkonsumenten eingesperrt
werden, gräbt sich die Gesellschaft ihr eigenes Grab - ob es das wert ist?
Sehr viele Menschen haben wirklich keine Gefängnisstrafe verdient. Ist
es wirklich nötig, Menschen einzusperren, nur weil sie ein wenig mit Cannabis
high sein wollen? Was ist das für ein Gesetz, das den Genuss von Alkohol
erlaubt, aber nicht denjenigen von Cannabis? Wir müssen uns vor Augen halten,
was für Lebensumstände wir mit solchen Reaktionen erschaffen. Wie
wird die Polizei in Zukunft unsere Kinder behandeln? Wie weit wollen wir die
Regierung gegen Drogenkonsumenten vorgehen lassen? Inwieweit verlieren wir selber
unsere Rechte, wenn wir zulassen, dass die Regierung die Drogenkonsumenten einsperrt?
3.17 ICH HABE GEHÖRT, DASS CANNABIS MEHR ALS 400 CHEMISCHE SUBSTANZEN
ENTHÄLT...ALSO...?
Das ist richtig, na und? Nicht nur in Cannabis hat es 400 chemische Substanzen.
So viele verschiedene Substanzen finden sich auch in anderen Lebensmitteln,
einschliesslich des Kaffees, der 800 Substanzen enthält, wovon einige sogar
giftig sind. Trotzdem werden die Leute bei MacDonalds oder wegen Essen am Steuer
nicht verhaftet.
Einzig delta-9-THC ist stark psychotrop. Einige andere Substanzen sind es auch,
jedoch nur geringfügig. Cannabiskonsumenten sind nicht häufiger krank,
sie sterben nicht früher, verlieren nicht ihren Arbeitsplatz (ausser wegen
Drogentests) und haben keine missgebildeten Kinder. Wie soll man es dann sehen?
Die Tatsache, dass im Cannabis über 60 einzigartige Substanzen vorhanden
sind, die man Cannabinoide nennt, ist für die Wissenschaft von grossem
Interesse. Einige dieser Cannabinoide sind für die Medizin sehr nützlich.
Cannabinol z.B. ist eines der Cannabinoide, das bei Schlafstörungen hilft.
Die Ärzte nehmen an, dass die meisten Patienten deshalb Cannabis dem reinen
delta-9-THC in Tablettenform vorziehen (Dronabinol!). Cannabinol verursacht
nur ein ganz leichtes High und beruhigt die Nerven. Ein anderes Cannabinoid,
die Cannabidiolsäure, ist ein sehr wirksamen Antibiotikum, ähnlich
dem Penicillin. Einige dieser Cannabinoide können ohne den Einsatz komplizierter
Laborapparaturen aus Cannabis isoliert werden.
3.18 BEEINTRÄCHTIGT DIESE DROGE MEIN IMMUNSYSTEM? WENN JA, WÜRDE
ICH MICH DANN Z.B. LEICHTER ERKÄLTEN?
Cannabis bzw. Delta-9-THC hat keine «immunsuppressive» Wirkung.
Er wirkt auf bestimmte Leberzellen, Makrophagen genannt, in ähnlicher Weise
wie er auf die Hirnzellen wirkt. Statt die Zellen anzuregen, «schliesst»
er sie. Diese Wirkung ist zeitlich begrenzt (ebenso wie das «high»)
und geht schnell vorüber. Gerade bei der multiplen Sklerose kann diese
Wirkung von Vorteil sein.
Kürzlich hat man herausgefunden, dass die Cannabismetaboliten noch 7 Tage
nach dem Rauchen in der Lunge vorhanden sind. Während dieser Zeitspanne
kann das Immunsystem der Lunge beeinträchtigt sein (allerdings «schliessen»
sich die Makrophagen nicht, so wie in der Leber). Wahrscheinlich ist die Wirkung
des Rauchens viel schädlicher als diejenige des THC und dauert ebenso lange.
Mit anderen Worten: die Ärzte wissen nicht, ob Cannabiskonsumenten ein
höheres Risiko haben, sich zu erkälten. Ausser einer Tendenz zu Bronchitis,
gibt es keine schlüssigen Daten, dass Cannabiskonsumenten sich leichter
erkälten. Trotzdem können es einige Ewiggestrige wie der Drogenzar
Carlton Turner nicht lassen, öffentlich zu verkünden, dass Cannabis
AIDS verursache und zu Homosexualität führe. Seine Behauptungen waren
so lächerlich, dass sogar die Washington Post und das Newsweek Magazine
sich darüber entrüsteten und Turner davon Abstand nehmen musste. Heutzutage
behandeln viele AIDS-Kranke ihre Beschwerden mit Cannabis und dies führt
offensichtlich nicht zu Problemen. In Studien wurde herausgefunden, dass Cannabis
eine bestimmte Art der Immunität sogar stimulieren kann. Bei anderen Experimenten
versuchte man herauszufinden, ob irgendwelche Wirkungen auf das Immunsystem
Gesunder bestehen, aber Cannabis hatte weder eine positive noch eine negative
Wirkung, entweder waren Letztere zu subtil oder dann zu schwach, um noch nachgewiesen
zu werden.
4.WARUM IST CANNABIS IMMER NOCH ILLEGAL?
4.1 WARUM IST CANNABIS IMMER NOCH ILLEGAL?
Die offizielle Antwort: weil sie ihn nicht benützen sollen! Sie
können ihn nicht benützen, weil er illegal ist. Und weil er illegal
ist, können sie ihn nicht benützen. Sie sollten ihn nicht benützen.
Er ist illegal. Er ist illegal, also benützen sie ihn nicht.
Die Antwort des Manisch-Depressiven: es wird ohnehin nie so weit kommen.
Die Leute sind viel zu unorganisiert / dumm / ohnmächtig. Es nützt
nichts. Versucht es nur, aber erwartet nicht, dass etwas dabei herauskommt.
Meine Ahnung trügt mich nicht.
Die Antwort des an Verfolgungswahn leidenden Schizophrenen: habt ihr
es noch nicht gemerkt ? ! ? ! ? ! ? SIE kontrollieren alles. SIE werden es zu
verhindern wissen. Eigentlich dürfte ich gar nicht mit Ihnen sprechen,
aber trotzdem geben ich Ihnen einen Rat! Hören Sie... Man sollte SIE
nicht belästigen, denn SIE wissen alles. SIE sind fast übermenschlich,
verstehen Sie?! Man kann die Sache nur beeinflussen, wenn man einer von IHNEN
wird. Seien Sie vorsichtig, man wird Sie holen und abführen. Das geschieht
nämlich, wissen Sie. Es ist eine VERSCHWÖRUNG!!!
Die Antwort des Neurotikers: Cannabis? Pfui, wissen Sie denn nicht,
dass das etwas Gefährliches ist? Gesetze werden nicht ohne guten Grund
gemacht, wissen Sie! Woher wissen Sie etwas von Cannabis? Halt! Sagen Sie’s
nicht, ich will es gar nicht wissen. Wenn man nämlich wüsste, dass
Sie dafür sind, ihn zu legalisieren, würde man nie mehr mit Ihnen
reden wollen! Wissen Sie denn nicht, dass Cannabis... Cannabis ist doch... ...
...
DIE RICHTIGE ANTWORT: Cannabis ist IMMER noch illegal, weil
sich noch IMMER nicht genug Leute dagegen wehren und endlich sagen: ES IST EINE
DUMMHEIT! WIR WOLLEN, DASS CANNABIS LEGAL IST! WARUM? WEGEN ALLEM, WAS MAN AUS
HANF MACHEN KANN, - FÜR DIE MEDIZIN, FÜR NAHRUNGSMITTEL, FÜR
DEN SPASS, DAS MITGEFÜHL! DAS IST ES, WAS WIR HABEN WOLLEN! Ohne internationale
Unterstützung wird Cannabis niemals legal. Jeder, der sich für die
Legalisierung einsetzt, macht uns stärker. Jede Hilfe und jede Unterstützung
wird geschätzt. Je zahlreicher wir sind, desto schwieriger wird es, die
Bewegung um Cannabis einfach als «dumm» oder «unglaubwürdig»
abzutun.
Wenn unsere Antworten Sie nicht überzeugen, haben Sie die Möglichkeit,
in den angegebenen Quellen zusätzliche Informationen einzuholen.
Wenn Sie uns unterstützen wollen, melden Sie sich. Informieren Sie alle,
die Sie kennen, über den wahren Sachverhalt, es sei denn, Sie hätten
Ärger zu befürchten. Aber das Wichtigste ist, die Sache mit dem Cannabis
im Auge zu behalten und gegebenenfalls Hilfe anzubieten. Informieren Sie sich
ausführlich, so dass Sie Freunde und Bekannte davon überzeugen können,
dass nicht Sie «dumm" sind, sondern sehr viel Unwahrheit über
Cannabis verbreitet wird.
4.2 WIE KÖNNEN WIR MIT DEN GESETZEN GEGEN CANNABIS EINIGERMASSEN
SINNVOLL UMGEHEN?
Sie können verschiedene Dinge tun. Die Cannabis-Aktivisten arbeiten auf
allen Ebenen, um die Gesetzgebung zu ändern. Auch wenn Sie sich nicht zum
Aktivist berufen fühlen, gibt es viele Möglichkeiten zum Helfen. Cannabisaktivisten
haben oft zu wenig Geld und Zeit oder zuwenig Freunde, die helfen können.
Schliessen Sie mit den Aktivisten in ihrer Gegend Bekanntschaft - Sie werden
sicher bei der einen oder anderen Aktion mithelfen können.
Das Wichtigste ist, die lokalen und nationalen Politiker zu beachten und ihnen
zu verstehen zu geben, dass die Cannabisfrage ernst zu nehmen ist. Setzen Sie
sich mit den Cannabisaktivisten in Verbindung und lassen Sie sich darüber
informieren, wann z.B. welche Politiker angeschrieben werden müssen. Sie
können beim Sammeln von Unterschriften für die Hanfinitiative oder
Petitionen mithelfen, kurz, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich für
den Hanf nützlich zu machen.
4.3 WO KANN ICH WEITERE INFORMATIONEN FINDEN?
Es gibt mehrere Möglichkeiten. Eine der besten ist heutzutage das Internet,
das in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung genommen hat, so dass nun
sehr viele gute und informative Webseiten über Cannabis zur Verfügung
stehen.
Beginnen Sie z.B. mit der Homepage von www.hanf-info.ch. Auf dieser umfangreichen
Webseite finden Sie in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch)
Informationen über alle Aspekte des Hanfs, von internationalen politischen
und kulturellen Informationen und der landwirtschaftlichen und industriellen
Nutzung des Hanfs bis zu aktuellen Informationen über die Cannabinoid-Medizin
und die Prävention, z.T. mit reichhaltigem Fotomaterial. Im gut sortierten
online-shop können Sie Hanfprodukte ansehen und bestellen.
Aktuelle und allgemeine Informationen
Weitere empfehlenswerte Websites sind:
> SCHWEIZ
www.hanf-info.ch
www.hanf-koordination.ch
Branchenverband der Schweizer Hanfläden
www.sfa.ch
Homepage der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme
www.bag.admin.ch/d/
Bundesamt für Gesundheitswesen
> DEUTSCHLAND
www.cannabislegal.de
www.acmed.org/german/home.htm
Arbeitsgemeinschaft Cannabis Medizin
www.ikf-berlin.de
Institut für klinische Forschung
www.thc-pharm.de
THC Pharm
www.delta9pharma.de
Delta 9 Pharma
www.dronabinol-ag.de
Dronabinol Arbeitsgemeinschaft
www.inside.to/cannabis
www.cannabisprozess.de
Zwei Webseiten von Patienten
Hier eine Liste empfehlenswerter neuerer Bücher über Cannabis, die sachlich und wissenschaftlich dokumentiert informieren. Sehen Sie sich auch die untenstehende Liste der Quellenangaben für den vorliegenden Artikel an:
Das Hanf Handbuch
Hainer Hai, Ronald Rippchen, 2002
Von Hanf ist die Rede
Hans Georg Behr, 1998
Hanf, Hemp, Chanvre, Canamo, Cannabis
Mathias Bröckers, 2003
Entwicklungstendenzen, Konsummuster, Risiken
Dieter Kleiber, Renate Soellner, Cannabiskonsum, 1998
Auswirkungen des Cannabiskonsums
Dieter Kleiber, Karl-Artur Kovar, 1997
Der Film und die Bücher können über www.cannabis-helvetica.ch bezogen werden.
Cannabis Mythen, Cannabis Fakten
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, 2004
Dieses Buch bringt die gängigen Argumente der Gegner einer Cannabisreform
auf den Punkt und zeigt: Die Einwände der Reformgegner basieren nicht auf
Fakten, sondern auf Mythen. Gerade für die anstehenden Abstimmungen in
der Schweiz und die umstrittene Cannabisliberalisierung in Europa ist dieses
Buch besonders wichtig: als fundierte Argumentationshilfe und als objektiver
Diskussionsbeitrag. Aus dem Inhalt: Ist Cannabis eine Einstiegsdroge? Welchen
medizinischen Wert hat Cannabis? Wie wirkt Cannabis auf die Sexual-Hormone?
Was hat es mit dem amotivationalen Syndrom auf sich? Welchen Einfluss hat Cannabis
auf Gedächtnis und Wahrnehmung? Ist Cannabis während der Schwangerschaft
schädlich? Ist Cannabis eine wesentliche Unfallursache im Strassenverkehr?
Ist Cannabis heute potenter als in der Vergangenheit? Die New Yorker Autoren
Lynn Zimmer und John P. Morgan, Professoren der Soziologie bzw. der Pharmakologie,
halten sich bei diesem Buch an die strengen Kriterien wissenschaftlicher Arbeiten.
Sie belegen jede ihrer Aussagen mit exakten Quellenangaben - die Literaturliste
umfasst mehr als 60 Seiten. Mathias Bröckers hat zusammen mit Jack Herer
den richtungsweisenden Bestseller «Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze
Hanf» herausgegeben. Als Mitherausgeber der deutschsprachigen Ausgabe
des Buches «Cannabis Mythen - Cannabis Fakten» berücksichtigt
er die hiesigen Rechtsverhältnisse und Besonderheiten sowie die jüngsten
Forschungsberichte aus dem europäischen Raum. «Eine enthmythologisierende
und wissenschaftlich fundierte Neubewertung der Cannabisdiskussion, die mit
den vorherrschenden Klischees aufräumt und eine objektivere Meinungsbildung
zulässt. Dieses Buch war seit langem überfällig».
Hanf
Robert Connell Clarke, 1997
Botanik, Anbau, Vemehrung und Züchtung
Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf
Jack Herer, Mathias Bröckers, 1993, 40. Aufl. 2004 - 376 Seiten
Aufrüttelnd wie ein Enthüllungsbuch, spannend wie ein Krimi, faktenreich
wie eine Ezyklopädie: Jack Herers Hanfbuch wurde zum Auslöser einer
weltweiten Wiederentdeckung von Hanf als Bio-Rohstoff. Heilmittel, Kleidung,
Baustoff, Farben, Lacke, Speiseöle, Papier- am Hanf kommen Medizin, Industrie
und Politik langfristig nicht mehr vorbei. Kaum ein anderer Stoff hat ein ökologisch
so wertvolles Potential.
Hanfsamen und Hanföl als Lebensmittel und Heilmittel
Nova-Institut, 2003 - 79 Seiten
Seit Jahrtausenden werden Samen und Öl der Hanfpflanze für die menschliche
Ernährung und zu medizinischen Zwecken genutzt. Dieser Ratgeber beschreibt
den ernährungsphysiologischen und therapeutischen Wert von Hanfsamen und
Hanföl auf neuestem wissenschaftlichen Stand.
«Marihuana, Die Verbotene Medizin»
Lester Grinspoon, James B. Bakalar, 1994 - 458 Seiten
Dies ist ein sehr gut lesbarer, ausgezeichnet dokumentierter und gründlicher
Bericht über die vielen Anwendungsmöglichkeiten von Marihuana in der
heutigen Medizin; eine Pflichtlektüre für alle Menschen, die sich
für Pflanzen- und Naturheilkunde und Drogenpolitik interessieren.
Hanf als Medizin
Franjo Grotenhermen, 2004 - 182 Seiten
Dieses Buch gibt sachlich Auskunft über die Chancen und Risiken einer Behandlung
mit Cannabis und seinen Inhaltsstoffen. Neben einem Gang durch die Kulturgeschichte
der medizinischen Verwendung werden die Wirkungsweise der Cannabinoide, die
Anwendungsgebiete und Nebenwirkungen sowie konkrete Behandlungsmöglichkeiten
vorgestellt und erläutert.
Cannabis und Cannabinoide
Franjo Grotenhermen, 2001 - 469 Seiten
Cannabis ist nicht nur eine Rauschdroge. Seine Inhaltsstoffe, die Cannabinoide,
verursachen möglicherweise gesundheitliche Schäden, können aber
auch medizinisch genutzt werden. In diesem Buch geben 50 international ausgewiesene
Experten - sowohl Skeptiker als auch Befürworter einer medizinischer Nutzung
- einen umfassenden Überblick.
Strassenverkehr und Arbeitswelt Cannabis
Franjo Grotenhermen, Michael Karus, 2002 - 385 Seiten
Recht,Medizin,Politik, Wissenschafter, Juristen und Politologen zeigen detailliert
auf: Welche Gefahr geht von Cannabiskonsumenten im Strasenverkehr und am Arbeitsplatz
tatsächlich aus, und wie müssten Regelungen aussehen, um einen Schutz
vor cannabisinduzierten Schäden zu gewährleisten, ohne die Persönlichkeitsrechte
des Einzelnen in unnötiger Weise einzuschränken.
Hanf als Heilmittel
Christian Rätsch, 1998 - 216 Seiten
Seit mindestens sechstausend Jahren wird Hanf als Faserlieferant, als Nahrung
und Genussmittel kulturell genutzt, aber auch seine vielseitigen medizinischen
Qualitäten wurden früh entdeckt.Das Buch zeichnet die Geschichte und
die Bedeutung des Hanfs in den verschiedenen medizinischen Systemen und Lehren
nach und gibt eine Fülle von praktischen Anwendungen und Rezepte.
Der Hanfanbau. Botanik, Sorten, Anbau und Ernte
Ivan Bocsa, Michael Karus, 1997 - 196 Seiten
Botanik, Sorten, Anbau und Ernte, Märkte und Produktlinien.
Hanf-Szene Schweiz
Roger Liggenstorfer, François Reusser u. a., 2004 - 240 Seiten
Beiträge zur drogenpolitischen Diskussion
Chanvre-Info der Film 1 Top
Spieldauer: 30 min d/f/e, VHS oder DVD
Chanvre-Info der Film 1 Wussten Sie schon, dass ein Traktor alternativ mit rein
mechanisch gewonnenem Hanföl betrieben werden kann? Dass sich ein Salat
auch mit Hanföl und Essig anrichten lässt? Ja? Kein Grund sich diesen
Film entgehen zu lassen!
Schweben Sie mit der Kamera? getragen vom sphärischem Sound von Leftfield,
Syneaesthesia und Kultur:Cültür - durch das Hanffeld der Hanf-Expo
02 auf dem Hof der Chanvre-Info. Sehen Sie zu, wie der Hanf geerntet und zu
den verschiedensten Produkten, zum Teil direkt auf dem Hof, weiterverarbeitet
wird und dies auf rein mechanischeArtmit Maschinen, die für unsere Gross-
und Urgrosseltern noch zum Alltag gehört haben.
Weiter geht’s im Flug, durch Konferenzen rund ums Thema Hanf und die Ausstellungsräume
der Hanf-Expo 02 von Chanvre-Info, wo sich Ihnen eine breite Übersicht
über die Produktepalette des Hanfs präsentiert. Angefangen beim bereits
erwähnten Salatöl und -Essig, weiteren Lebensmitteln wie Teigwaren,
Schokolade und Getränken (Tee, Ice-Tea, Limonaden, Bier), über Kosmetika,
modisch verarbeitete Hanftextilien bis hin zur Aromatherapie und vielem mehr.
Eine Ode an die vielfältig nutzbare Kulturpflanze Hanf!
5. QUELLENANGABEN ZU DEN DEN EINZELNEN KAPITELN
1. WAS IST EIGENTLICH DIESE SACHE MIT DEM HANF?
1.1 Was ist Cannabis?
«Hemp», Lyster H. Dewey pp. 283-346. United States Government Devontment
of Agriculture, 1913.
1.2 Was ist Cannabis?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
1.3 Woher kommt das Wort Marihuana?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
1.4 Wie Hanf legal angebaut und als Nahrungsmittel verwendet werden
kann?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
Öl als Quelle essentieller Fettsäuren
«Fats that Heal, Fats that Kill», Udo Erasmus, 1991.
«Hanfsamen und Hanföl als Lebensmittel und Heilmittel», Nova-Institut,
2003.
1.5 Welche Vorteile bietet der Hanf gegenüber anderen Kulturen?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
«Hemp» von Lyster H. Dewey pp. 283-346. United States Government
Devontment of Agriculture, 1913.
1.6 Und was ist mit dem Soja?... Ist da Hanf als Proteinquelle
überhaupt konkurrenzfähig?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
Widerstandsfähigkeit gegen UV-B-Strahlen
«UV-B Effects on Terrestrial Plants» von Manfred Tevinie, Alan H.Teremura
in «Photochemistry and Photobiology» Vol. 50 N° 4 pp. 479-487.
Pergamon Press Oxford, New York, 1989.
1.7 Wie kann Hanf für die Herstellung von Textilien verwendet
werden?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
1.8 Warum ist Hanf besser als Baumwolle?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
«Hemp, Flax, Jute, Ramie, Kenaf and Other Industrial Fibers a Comvonison
of Properties and Applications» von Gerald X. Diamond in «Cannabis
Hemp Information Kit». Washington Citizens for Drug Policy Reform.
1.9 Wie kann Hanf für die Herstellung von Papier verwendet
werden?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
«Hemp Variations as Pulp Source Researched in the Netherlands» von
E.P.M. von Meijer in «Pulp & Paper» Seiten 41-42. Juli, 1993.
1.10 Warum kann man nicht weiterhin Holz für die Papierherstellung
verwenden?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
«The Production and Handling of Hemp Hurds», Lyster H. Dewey, in
«USDA Bulletin» N° 404 pp. 1-6. United States Government Departement
of Agriculture.
1.11 Wie kann Hanf als Treibstoff verwendet werden?
«Farming For Fuel», Folke Dovring
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
«Pretreatment Research Overview» von K. Grohmann, R. Torget, M.
Himmel in «The DOE SERI Ethanol From Biomass Program». United States
Government Devontment of Energy.
«Overview: The DOE SERI Ethanol From Biomass Program» von C.E. Wyman.
United States Government Devontment of Energy.
1.12 Warum ist Hanf besser als Erdöl?
Lynn Osburn, «Towards a Green Economy»
www.globalhemp.com/Archives/Essays/General/towards_a_green_economy.htm l
1.13 Wie kann Hanf als Medikament verwendet werden?
Lester Grinspoon, James B. Bakalar «Marihuana, Die Verbotene Medizin»,
1994.
Franjo Grotenhermen, «Hanf als Medizin», 2004.
Franjo Grotenhermen, «Cannabis und Cannabinoide», 2001.
1.14 Sind diese Medikamente gefährlich?
Lester Grinspoon, James B. Bakalar «Marihuana, Die Verbotene Medizin»,
1994.
Franjo Grotenhermen, «Hanf als Medizin», 2004.
Franjo Grotenhermen, «Cannabis und Cannabinoide», 2001.
1.15 Was kann man sonst noch aus Hanf machen?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
2. WARUM IST DER HANF VERBOTEN?
2.1 Wie und warum ist der Hanf illegal geworden?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
«Drugs and minority oppression» von John Helmer. Seabury Press New
York, 1975.
2.2 Gut, aber was hat das alles mit dem Hanf zu tun?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
«The Manufacture of Paper from Hemp Hurds» von Jason L.Merril in
«USDA Bulletin/ Yearbook of the United States Devontment of Agriculture»
N° 404 pp. 7-25. United States Government Devontment of Agriculture.
2.3 Muss man daraus schliessen, dass die Regierung nicht imstande
war, Gesetze zu schaffen, die Cannabis verbieten, aber den Handel mit Industriehanf
doch ermöglichen?
«Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf», Jack Herer, Mathias
Bröckers, 1993.
«New Billion-Dollar Crop» in «Popular Mechanics» 1938,
abgedruckt in Herer/Bröckers
2.4 Müsste man daraus nicht eine Lehre ziehen?
Noam Chomsky «Manufacturing Consent», 1999.
«Marihuana Laws: A Need for Reform» von Roger Allan Glasgow in «Arkansas
Law review» Vol. 22 N° 340, Seiten 359-375.
3. WAS IST HANF? WAS IST ER NICHT? STIMMT ES, DASS...?
3.1 Speichert sich Cannabis im Fettgewebe und lässst einen
monatelang «high» sein?
Franjo Grotenhermen Cannabis und Cannabinoide, 2001.
«Marihuana Chemistry Genetics, Processing, and Potency» von Michael
Starks. Ronin Inc., 1990.
3.2 Aber...Cannabis ist doch heutzutage viel stärker als in
den 60er Jahren?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.
3.3 a D.A.R.E. sagt, Cannabis würde die Hirnzellen zerstören?
Trainingsunterlagen für das DARE-Personal, Abteilung T Seite 5.
3.3 b Wie kommt es dann, dass man «high» wird, wenn
Cannabis die Hirnzellen nicht zerstört?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.
«Structure of a Cannabinoid Receptor» von L. A. Matsuda, S. J.Lolait,
M. J. Browstein, A. C. Young, T. I. Bonner in «Nature» Vol.346 N°
6824 Seiten 561-564, 1990.
Kein «Verschleisse» der Rezeptoren durch Cannabis
«Chronic Exposure to Delta-9-Tetrahydrocannabinol Fails to Irreversibly
Alter Brain Cannabinoid Receptors» von Tracy M. Westlake, Allyn C. Howlett,
Syed F. Ali, Merle G. Paule, Andrew C. Scallet, William Slikker Jr. in «Brain
Research» Vol. 544 pp. 145-149, 1991.
3.4 Ist schon jemand vom Cannabisrauchen gestorben?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.
Bureau of Mortality Statistics, 1988. «In the Matter of Marihuana Rescheduling
Petition: Opinion and Recommended Ruling, Findings of Fact, Conclusions of Law
and Decision of Administrative Law Judge Francis L. Young» von Hon. Francis
L. Young. September, 1988.
Allergien sind selten
«Marihuana and Immunity» von Leo E. Hollister M.D. in «Journal
of Psychoactive Drugs" Vol. 24 N° 2, Seiten 159-164. Haight-Ashbury.
Veröffentlichungen in Assoziation mit Haight-Ashbury Free Medical Clinic
San Francisco, Calif.: April, Juni, 1992.
3.6 a Wird meine/e Freund/in durch Cannabis zum Psychopathen?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.
«A Brief, Critical Look at Cannabis Psychosis» von Amit Basu in
«The International Journal on Drug Policy» Vol. 3, Seiten 126-127,
1992.
3.6 b Sind Cannabisraucher gesellschaftliche Aussenseiter?
Dieter Kleiber, Renate Soellner, Cannabiskonsum. Entwicklungstendenzen, Konsummuster,
Risiken, 1998.
Dieter Kleiber, Karl-Artur Kovar, Auswirkungen des Cannabiskonsums, 1997.
3.7 Ist es wahr, dass Cannabis zu Faulheit und Motivationsverlust
führt?
Studie der US-Armee
«Behavioral and Biological Concomitants of Chronic Marihuana Use»
von Dr. Jack H. Mendelson 1974.
Das Demotivationssyndrom bei Jugendlichen
Dieter Kleiber, Renate Soellner, Cannabiskonsum. Entwicklungstendenzen,
Konsummuster, Risiken,1998.
Dieter Kleiber, Karl-Artur Kovar, Auswirkungen des Cannabiskonsums, 1997.
Cannabis und Drogen am Arbeitsplatz
Franjo Grotenhermen, Michael Karus Cannabis, Straßenverkehr und Arbeitswelt,
2002.
«Working Men and Ganja Marihuana Use in Rural Jamaica Melanie Creagan
Dreher» von Melanie Creagan Dreher. Institute for the Study of Human Issues
Philadelphia, 1982.
3.8 Öffnet Cannabis die Tür zu anderen Drogen ? Führt
Cannabis zum Konsum stärkerer Drogen?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.
«Marihuana reconsidered» von Lester Grinspoon M.D. Harvard University
Press, Cambridge, MA, 1977.
3.9 a Ich möchte nicht, dass Minderjährige Drogen rauchen.
Wie kann ich sie daran hindern?
Roger Liggenstorfer, Francoise Reusser u. a., Hanf-Szene Schweiz, 2004.
Dieter Kleiber, Renate Soellner, Cannabiskonsum. Entwicklungstendenzen, Konsummuster,
Risiken, 1998.
Dieter Kleiber, Karl-Artur Kovar, Auswirkungen des Cannabiskonsums, 1997.
Industriehanf enthält sehr wenig THC
«Hemp Variations as Pulp Source Researched in the Netherlands» von
E. P. M. von
Meijer in «Pulp & Paper» Seiten. 41-42. Juli, 1993.
3.10 a Wusstet ihr schon, dass Cannabis bei Jugendlichen das Testosteron
vermindert und dadurch zu Problemen in der körperlichen und geistigen Entwicklung
führt?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.
«Behavioral, Neurochemical, and Neurohistological Effects of Chronic Marihuana
Smoke Exposure in the Nonhuman Primate» von William Slikker Jr. und al.
in «Marihuana Cannabinoids Neurobiology and Neurophysiology». Laura
Murphy, Andrzej Bartke Ed. CRC Press Boca Raton, FL, 1992.
3.10 b Haben starke Cannabiskonsumenten eine verminderte Spermienzahl?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.
«Marihuana A Signal of Misunderstanding». U.S. Government Printing
Office Washington, 1972.
3.11 Ist es schlimmer, Cannabis zu rauchen als Zigaretten?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.
«Pulmonary Hazards of Smoking Marihuana as Comvoned with Tobacco»
von Tzu Chin Wu, Donald P. Tashkin, Behnam Djahed, Jed E. Rose in «New
England Journal of Medicine» Vol. 318 N° 6 pp. 347-351, 1988.
«light»-Zigaretten sind auch krebserregend
«The Association of Lung Cancer with Tar Content of Cigarettes»
von Franz P. Reichsman, 1980. (These)
Lungenschädigung durch Rauch
«Marihuana Exposure and Pulmonary Alterations in Primates» von Suzanne
E. G. Fligiel, Ted F. Beals, Donald P. Tashkin, Merle G. Paule, Andrew C. Scallet,
Syed F. Ali, John R. Bailey, William Slikker Jr. in «Pharmacology, Biochemistry
& Behavior» Vol. 40 N° 3 pp. 637-642. Ed. 1991.
Lead 210 und N-Nitrosamin im Tabak
Joseph DiFranza in NEJM Vol. 306 N° 6. Februar, 1982. Antworten in Vol.
307 N° 5. Juli, 1982.12.
3.12 Leiden Kinder Cannabis rauchender Mütter am «fötalen
Cannabis-Syndrom»?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.
Studie aus Jamaika
«Prenatal Marihuana Exposure and Neonatal Outcomes in Jamaica An Ethnographic
Study» von Melanie C. Dreher, Kevin Nugent, Rebekah Hudgins in «Pediatrics»
Vol. 93 N° 2 Seiten 254-260. Februar, 1994.
3.14 Werden durch Cannabis viele Autounfälle verursacht?
Franjo Grotenhermen, Michael Karus Cannabis, Strassenverkehr und Arbeitswelt,
2002.
3.15 Besteht nicht die Gefahr, dass alle abhängig werden?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.
3.16 a Sind Urintests nützlich?
«Applicant Testing For Drug Use A Policy and Legal Inquiry» by Jonathan
V. Holtzman in «William and Mary Law Review» Vol. 33 pp. 47-93.
pub., 1991.
3.16 b Wäre es nicht besser, alle Konsumenten ins Gefängnis
zu stecken?
«Social Behavior, Public Policy, and Non-harmful Drug Use» by Charles
Winick in «The Milbank Quarterly» Vol. 69 Iss. 3 pp. 437-459. ed.
published for the Milbank Memorial Fund Cambridge University Press New York,
NY, 1991.
3.17 Ich habe gehört, dass Cannabis mehr als 400 Substanzen
enthält?
«Too Many Rodent Carcinogens Mitogenesis Increases Mutagenesis»
by B. N. Ames, L. S. Gold in «Science» Vol. 149 pp. 971. ed. pub.,
1990.
(Andere Cannabinoide)
"Marihuana Chemistry Genetics, Processing, and Potency" by Michael
Starks pub. Ronin Inc., 1990.
«Marihuana, The Forbidden Medicine» by Lester Grinspoon M.D. and
James B. Bakalar pub. Yale University Press New Haven, 1993.
3.18 Beeinträchtigt diese Droge mein Immunsystem?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten,
2004.











