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Internationales Komitee veröffentlicht Aufruf für Bernard Rappaz

Der Hanfbauer darf nicht im Gefängnis sterben. Ein Internationales Komitee um Jean Ziegler, setzt sich für seine Freilassung ein.

«Wenn man Blut auf die Schweizer Fahne giessen will, dann soll man es tun! Das, was sich hier abspielt, ist sehr schlimm.»

www.tdg.ch 17.12.2010 übersetzung Hanf-Info.ch

Vor der Internationalen Presse eingehüllt in seine intellektuelle Würde waren dem Pariser Verleger Michel Sitbon keine Worte hart genug, um den Fall Rappaz zu kommentieren. Seit einigen Wochen ist er Koordinator des Internationalen Komitees zur Unterstützung des Walliser Hanfbauer. Sein Aufruf ist von Daniel Cohn-Bendit, José Bové und Mgr Jacques Gaillot unterschrieben worden, um nur die bekanntesten zu nennen. Er war gestern in Genf an der Seiten von Jean Ziegler, Jean-Charles Rielle und Christian Brunier. Sie alle verurteilen die schwere der Strafe die gegen Bernard Rappaz verhängt wurde und vor allem den unverständlichen Mangel an Flexibilität des Bundesgerichts aber auch der Walliser Justizbehörden.

Sie bitten um einen schnellstmöglichen Haftunterbruch für den Walliser Hanfbauern, um zu vermeiden das er im Gefängnis stirbt. «Das Gesetz, ist das Gesetz. Aber nichts ist hier ein menschliches Leben wert», unterstreicht Jean Ziegler, der dazu aufruft das Gewissen wieder aufwachen zu lassen. Der Genfer intellektuelle hat bei seiner Ankunft am letzten Samstag in Genf, einen ersten Aufruf an Micheline Calmy-Rey übergeben. Ihm zufolge ist die Bundesrätin sehr besorgt über den Fall Rappaz. Ein tödlicher Ausgang wäre für den internationalen Ruf der Schweiz ein fataler Schlag. "Es ist eine Frage des Prinzips, welches weit über die Ereignisse in der Schweiz und im Wallis hinausreicht", unterstreicht Jean Ziegler, der in der Affäre Rappaz «ein grundlegendes und existenzielles Problem unserer zeitgenössischen Gesellschaften» sieht.

Der Verleger Michel Sitbon sagt nichts anderes und unterstreicht wie beeindruckt er von der internationalen Mobilisierung zugunsten Rappaz ist, aber in der Schweiz, ist die öffentliche Meinung gegenüber dem Waliser Hanfbauer gleichgültig, sogar feindlich gestimmt. Zum Zeichen der Solidarität beteiligt sich Michel Sitbon schon seit 27 Tagen an einem «Solidaritätsfasten». "Denn wenn wir nicht essen, vergessen wir nicht!" Den Waliser Hanfbauer hatte er vor etwa zehn Jahren an der Landwirtschaftsausstellung in Paris kennen gelernt. Für ihn hat Bernard Rappaz der Weltgemeinschaft viel Kenntnis über den Hanf gebracht. «Wie kann ein Mann, der sein Leben für das allgemeine wohl gegeben hat, so verurteilt werden»? fragt er.

Viel gemäßigter, sprach die ehemalige Gefährtin von Rappaz, Maggie Loretan, über den Gesundheitszustand des Gefangenen welchen sie letzten Samstag sehen konnte. Sie hatte Ihn als schwach empfunden, aber «ein bisschen besser, mit einer besseren Moral». Bevor er über seine Ängste sprach. «Er hatte mir bereits gesagt er wolle nicht mehr weiter in dieser Welt leben. Und wenn er die Moral verliert, fürchte ich dass er nach Weihnachten, das Jahr nicht mehr überleben könnte.»

P.S.

Sehen Sie hier die Videoaufnahme der Pressekonferenz in Französischer sprache

Bernard Rappaz ne doit pas mourir !
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Bernard Rappaz ne doit pas mourir !
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  • Le chanvrier ne doit pas mourir en prison. Autour de Jean Ziegler, un comité demande sa libération
Artikel modifiziert Montag 20. Dezember 2010 04:47, Erscheinungsdatum Montag 20. Dezember 2010 04:30

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