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Italien: Medikamente auf Cannabisbasis schwer erhältlich

IACM-Nachrichten v. 27.11.04

Obwohl Cannabis noch immer im italienischen Arzneimittelbuch aufgeführt ist, gibt es in Italien keine Medikamente auf Cannabisbasis. Patienten mit Multipler Sklerose oder anderen Erkrankungen, bei denen Cannabis oder seine Abkömmlinge von therapeutischem Nutzen sein könnten, benötigen für jedes ärztliche Rezept eine vom Gesundheitsministerium ausgestellte, spezielle Importerlaubnis.

In anderen Ländern erhältliche Medikamente wie z. B. Nabilon oder Dronabinol (Marinol) oder der in niederländischen Apotheken erhältliche Cannabis können von italienischen Ärzten verschrieben werden, aber der Import ist kompliziert. Weil diese Medikamente kontrollierte Substanzen (Betäubungsmittel) sind, kann ein einziges Rezept nicht für mehr als 30 Tagesdosen ausgestellt werden. Überdies können solche Medikamente nicht über eine normale Apotheke bestellt werden, sondern lediglich bei der Apotheke der örtlichen "Gesundheitsbehörde" (ASL), im allgemeinen das nächstgelegene Krankenhaus.

Italienische Ärzte sind sehr zurückhaltend bei der Verschreibung eines solch kontroversen Medikamentes. Laut der italienischen Gesellschaft für Therapeutischen Cannabis (Associazione per la Cannabis Terapeutica, ACT) gibt es nur wenige Patienten in Italien, die Nabilon erhalten. Eine Erlaubnis, medizinischen Cannabis aus den Niederlanden zu importieren, hat vermutlich nur ein einziger Patient.

Die beschriebenen Probleme verhindern bei vielen Patienten eine regelmässige Medikation.

(Quelle: Associazione per la Cannabis Terapeutica)

  • While cannabis is still listed in the Italian Pharmacopoeia, there are no cannabis-based medicines available in Italy.
  • Alors que le cannabis fait toujours partie de la pharmacopée italienne, aucun médicament à base de cannabis n'est disponible en Italie.
Erscheinungsdatum Freitag 24. Dezember 2004 15:02

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