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Jungpflanzen

Ob ihr die Stecklinge selber schneidet oder sie euch organisiert, sie sollten ein wenig heran gezogen werden, bevor sie in die Blüte gestellt werden. Man kann sie direkt in der Blütekammer vorziehen oder in einer separaten Jungpflanzenbox. Das bleibt euch überlassen.

Jungpflanzen

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Stecklinge werden unter Pflanzenlichtröhren bewurzelt, da diese noch nicht so viel Licht vertragen. Wenn diese gut gewurzelt haben bietet man ihnen zum heranwachsen ein größeres Wuchsmedium. Wenn sie nicht oder nicht direkt auf Steinwoll oder CoGr Matten angewurzelt werden, können sie auch eingetopft werden. Es schadet aber auch nicht, die kleinen Steinwollblöckchen zum weiteren bewurzeln in die 7,5 zu 7,5cm Starterblöcke zu stellen.

Bis die Stecklinge dann zu Jungpflanzen herangewachsen sind können sie mit Leuchtstoffröhren bis ca. 20cm Größe beleuchtet werden, eine 250 Watt Armatur, die einen m² beleuchtet wäre besser. Dieses wurde im vorherigen Kapitel aber schon hinreichend geschildert.

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Jungpflanzenbox

Es ist eine Jungpflanzen-Vorblüte-Box zu sehen. Durch die mittige Auslassung kann die aufsteigende Wärme entweichen.

Jungpflanzenbox

Oben ist die Kammer von der Seite zu sehen, Luft kann hinten an der Heizung und durch die Auslassung nachströmen. Im Winter können diese Luftöffnungen wegen der Kälte versiegelt werden.

Jungpflanzenbox, innen

In dem Bild ist die 250 Watt QS Dampf Armatur zu sehen. Unter den Brettern, auf denen die Töpfe stehen werden, befindet sich ein Teichfolienbecken. In dieses tropft das Wasser wenn viel gegossen wird. Es ist vorteilig, die Bretter mit Silofolie zu umwickeln und diese fest zu tuckern, damit aus den Töpfen laufendes Wasser abläuft und nicht in die Bretter einzieht.

Jungpflanzenbox, innen

Oben ist die Auslassung in der Decke der weiß gestrichenen Kammer zu sehen. Der Reflektor wird mit einer Kette an Holzhaken ausjustiert. Da der ganze weiß gestrichene Innenraum reflektiert reicht eine 250 Watt QS Dampf Armatur zur Beleuchtung der ca. einen m² großen Fläche aus. Ansonsten wäre es besser, 300 bis 350 Watt pro m² für die Vorblüte aufzuwenden.

Die Ausgangssituation ist, dass auf CoGr Matten gezüchtet werden soll. Nach Möglichkeit stellt man die Pflanzen auf diese und läst sie anwurzeln und etwas wachsen bevor die Blüte eingeleitet wird. Die Pflanzen wachsen aber unterschiedlich und bilden keine regelmäßige Fläche. Oder in der Blütekammer befinden sich mehrere Altersstufen und die Jungpflanzen können nicht erst bei 18 Stunden Licht auf den Matten angewurzelt werden. Dann tut sich eine zweite Möglichkeit auf, neben dem, die Stecklinge in den Starterblocks aus Steinwolle wachsen zu lassen. Diese werden nachdem sie gut angewurzelt sind in Töpfe mit CoGr gepflanzt.

eingepflanzte Stecklinge

Oben sind die grade eingetopften Stecklinge zu sehen, im Vordergrund ist ein heiler Topf und einer ohne Boden zu sehen. Der ohne Boden wird in den heilen Topf gestellt. Diese werden in dieser Situation mit CoGr gefüllt um die Steckling einzupflanzen. Die Wachspapierdecken Stücke zum abdecken der Oberfläche fehlen noch.

gewachsene Stecklinge

Nun sind die fast oder ca. 20 cm großen Jungpflanzen zu sehen die nun auf die CoGr Matten gestellt werden. Der untere Topf wird vorher abgenommen und der Topf ohne Boden aber mit Pflanze wird auf die Matte gestellt. Diese Technik vermindert Umtopfstress erheblich, die Pflanzen behalten ihren gesamten Erdballen wie er ist und gewinnen nach unten Raum dazu. Diese Pflanzen läst man nun ruhig stehen, die Jungpflanze wird nun mit dem Topf an die CoGr Matte anwachsen. Wären diese Töpfe speziell dazu gefertigt könnten Stäbe in diese geschraubt oder gesteckt werden. Mit diesen in die Matte gesteckt würden die Töpfe direkt viel stabiler stehen. Das ist aber nicht unbedingt notwendig, die Pflanzen wachsen so stabil an, dass man die Librakästen mit den Matten noch versetzen kann, wenn man vorsichtig ist.

befeuchtet

Die bewurzelten Stecklinge sind gerade eingepflanzt und gegen trockene Luft teilweise empfindlich. An dieser Stelle eignet sich der Ultraschallluftbefeuchter sehr. Die Jungpflanzen benötigen noch wenig Fläche und für diese genügt das Gerät.

erster Blütetag

Unten im Bild vor dem Librakasten stehen zwei Reservepflanzen. Wenn auf den Matten innerhalb einer Woche Ausfälle auftreten können die Reservepflanze dort eingesetzt werden.

Die mit CoGr gefüllten Töpfe sind mit Gefrierbeuteln abgedeckt, damit das CoGr nicht so schnell austrocknet. Besser sind Stücke die aus einer Wachspapier Tischdecke geschnitten werden. Einmal auf Maß geschnitten können diese immer wieder in die Töpfe gelegt werden. Wenn sich das Wachspapier wellt kann es mit Gewichten und etwas Zeit wieder geglättet werden.

7 Tage Blüte

Oben sind die Jungpflanzen mit einem Spitzenschnitt schon sieben Tage in der Blüte. Wurzeln und wachsen konnten sie in CoGr bei 18 Std. Licht in den Töpfen, mit denen sie dann ohne Boden auf die Matten gestellt werden können. In der Wuchsfase der Blüte werden sie bei 12 Stunden Licht genügend mit der Matte anwurzeln.

ausgemusterte Reservepflanzen

Hier sind die zwei Reserve Jungpflanzen zu sehen die nun aber aus der Blütekammer genommen werden um sie zu entsorgen.

21 Tage in Blüte

Neben den Jungpflanzen sind die Pflanzen vom Schwung vorher 21 Tage alt und werden nur noch wenige cm in die Höhe wachsen und ansonsten aber noch etwas in die Breite gehen und somit die Fläche voll ausfüllen.

38 Tage in Blüte

Hier sind die Pflanzen vom vorletztem Schwung 38 Tage alt und bepacken sich schon dick mit Blüten. Diese werden noch etwas dicker bevor sie abreifen.

Diejenigen, die unbedingt mit Steinwolle arbeiten möchten, können diese auch in die Töpfe drücken um die Stecklinge mit dieser Technik vorzuziehen. Auch die Steinwolle muss vor Verdunstung geschützt werden und soll besser nur vorsichtig gedüngt werden. Die Steinwolle soll während des Arbeitens mit einem Drucksprühgerät etwas befeuchtet werden um nicht zu stauben. Eine Atemmaske empfiehlt sich. Ansonsten soll dieser Arbeitsschritt nicht in wohnlich genutzten Räumen stattfinden. Sobald die Steinwolle nass ist staubt sie nicht mehr und da die staubende Steinwolle Lungenkrebs verursachen kann, sollte sich in bewohnten oder häufig genutzten Räumen keine lose Steinwolle befinden.

Wenn auf Erde oder Kokos gearbeitet wird, kann diese Technik auch sehr interessant werden. Jedes umtopfen wirft die Pflanze für den Moment zurück. Wenn nun aber die Jungpflanzen mit dem Topf ohne Boden einfach auf einen Größeren gestellt wird, in dessen Erdreich der kleinere Topf ein paar cm eingelassen wird, kann die Pflanze direkt weiterwachsen.

Wenn die Stecklinge zum anwachsen direkt auf die Matten gestellt werden hat der eine schon gewurzelt und wächst wohingegen der andere zum durchwurzeln eine Woche länger braucht. Schon hat man in der Pflanzung Löcher in denen nur der halbe Ertrag steht. Außerdem benötigen die noch kleinen Pflänzchen auf der Matte viel Platz und in den Töpfen deutlich weniger. Deswegen ist es sinnvoll die Stecklinge erst in Töpfen zu Jungpflanzen vorzuziehen. Dadurch, dass sie mit dem Topf ohne Boden auf die Matten gestellt werden ist das umtopfen nicht mal halb so schlimm und ohne weiteres Anwurzeln kann die Blüte direkt eingeleitet werden. Der Nachteil dieser Technik ist, dass sie etwas Arbeitsaufwändiger ist aber dafür können die meist begrenzten Kapazitäten effektiver genutzt werden.

In dem folgendem Foto ist nun eine Jungpflanze zu sehen, die mit ihrem Topf ohne Boden auf die CoGr Matte gestellt wurde. Noch ist sie erst 20cm groß aber bald werden es ca. 80cm sein. Neben ihr liegen zwei Jungpflanzen in ihren Töpfen die gut durchgewurzelt sind. Leider geht einem in der Wuchskammer etwas Höhe wegen der auf die Matte gestellten Töpfe verloren aber dafür danken es die Pflanzen einem mit einem kräftigen Wuchs.

Auf die Matten

Stecklinge auf Steinwollblöcken

In dem vorherigen Foto ist eine vergangene und überholte Arbeitstechnik zu sehen, für einige Leute kann sie aber eventuell noch interessant sein. Es handelt sich hierbei um den Mutterpflanzen Schrank, der in drei Ebenen unterteilt ist und mit Leuchtstoffröhren ausgeleuchtet wird. Es wurden Holzwannen gefertigt, die in die Schläuche und somit in die PVC Rohre auslaufen und mit Silofolie ausgekleidet werden. Mit Silikon ist die Silofolie zu dem Schlauch abzudichten, dieses ist nicht immer auf Anhieb ganz gelungen. Deswegen wurde die Silofolie etwas später gegen weißen Holzlack ersetzt, die Kanten werden mit Silikon versiegelt. Die Stecklinge werden, nachdem sie gut durchgewurzelt sind in die größeren Steinwollblöcke gestellt damit sie mehr Wurzelvolumen aufbauen können um zu wachsen. Mit der Gardena Urlaubsbewässerung wurden die Wannen alle zwei Tage geflutet um die Jungpflanzen zu gießen. Es wurde auf drei Ebenen gearbeitet, da es an Platz fehlte. Als Kompaktsett wäre ein Jungpflanzenschrank auf mehreren Ebenen eine tolle Sache aber ansonsten ist dieses sehr improvisatiev. Die Leuchtstoffröhren bieten auch nicht besonders viel Licht, Quecksilberdampfröhren sind besser. In der untersten Ebene wurden Mutterpflanzen herangezogen.

In diesem Foto sind die Anfänge der Jungpflanzenkammer zu sehen. Es wurde zuerst nur das Rahmengestell gebaut, dass mit vier Leuchtstoffröhren und einem 70 Watt Quecksilberdampf Strahler ausgeleuchtet wird. Diese 214 Watt sind auch nicht viel weniger als eine 250 Watt Röhre die jedoch mehr Lumen erzeugt. Leuchtstoffröhren bieten sich dann an, wenn Stecklinge auf mehren Ebenen auf ca. 20cm vorgezogen werden sollen, da sie dicht an die Pflanzen drangehangen werden können und eine Ebene somit nicht viel Höhe verbraucht. Die Stecklinge können aber auch anstelle der Steinwollblöcke genauso gut in Töpfen unter diese gestellt werden. Von der Leistung sind Quecksilberdampf oder Natrium Hochdruck Röhren pro Watt ergiebiger als Leuchtstoffröhren aber sie würden für eine Ebene mehr Höhe benötigen.

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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.

Artikel modifiziert Montag 8. Oktober 2012 17:33, Erscheinungsdatum Mittwoch 1. April 2009 01:56

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