Kein erhöhtes Krebsrisiko durch Cannabisrauchen

Nach einer Fall-Kontroll-Studie von Dr. Donald Tashkin und seinen Kollegen von der Universität von Kalifornien in Los Angeles führt selbst starkes langzeitiges Cannabisrauchen nicht zu einem erhöhten Risiko für Lungenkrebs und anderen Krebsarten des oberen Verdauungs- und Atemtraktes. Diese Ergebnisse wurden am 26. Juni bei der jährlichen Konferenz der Internationalen Gesellschaft für Cannabinoid-Forschung (ICRS, International Cannabinoid Research Society) vorgestellt.

Die Studie schloss 1209 Einwohner von Los Angeles im Alter zwischen 18 und 59 Jahren, die an Krebs (611 Lunge, 403 Mund/Rachen, 90 Kehlkopf und 108 Speiseröhre) litten, ein. Die Interviewer sammelten Daten zum Konsum von Cannabis, Tabak, Alkohol und anderen Drogen, sowie Daten zu anderen Faktoren, die das Krebsrisiko beeinflussen können, darunter Ernährung, Umwelteinflüsse und das Vorkommen von Krebs in der Familie. Die Exposition mit Cannabis wurde in Joint-Jahren (ein Joint-Jahr = 365 Joints) gemessen. Die Krebskranken wurden mit 1040 krebsfreien Kontrollen verglichen. Die Kontrollen hatten zu 46 Prozent niemals Cannabis konsumiert. 31 Prozent hatten es weniger als ein Joint-Jahr, 12 Prozent 10 bis 30 Joint-Jahre, 3 Prozent auf 30 bis 60 Joint-Jahre und 3 Prozent mehr als 60 Joint-Jahre konsumiert.

Verglichen mit Personen, die Cannabis weniger als ein Joint-Jahr konsumiert hatten, betrug das Risiko für Lungenkrebs 0,78 für 1 bis 10 Joint-Jahre, 0,74 für 10 bis 30 Joint-Jahre, 0,85 für 30 bis 60 Joint-Jahre und 0,81 für mehr als 60 Joint-Jahre. Ein Risiko unter 1,0 bedeutet, dass das Risiko für Cannabiskonsumenten etwas geringer war als für Nichtkonsumenten. Ähnliche Ergebnisse wurden für die anderen Krebsarten gefunden. Es gab keine Dosis-Wirkungsbeziehung, was bedeutet, dass es kein erhöhtes Risiko für stärkere Konsumenten gab. Die Daten zum Tabakkonsum zeigten wie erwartet einen sehr starken Effekt und eine klare Dosis- Wirkungsbeziehung für das Krebsrisiko.

www.cannabis-med.org

(Morgenstern H, et al. Marijuana use and cancers of the lung and upper aerodigestive tract: results of a case-control study. Vortrag bei der ICRS-Konferenz zu Cannabinoiden, 24.- 27. Juni, Clearwater, USA)

  • Cannabis smoking does not cause cancer according to a case-control study
  • Selon une étude, même fumer beaucoup de cannabis à long terme n'est pas associé au cancer du poumon ni à d'autres types de cancers du système aérodigestif supérieur.
Artikel modifiziert Montag 11. Juli 2005 18:44, Erscheinungsdatum Montag 11. Juli 2005 12:35
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