Keine Zunahme des Cannabiskonsuma bei jungen Menschen
Keine Zunahme des Cannabiskonsuma bei jungen Menschen in Staaten , die die medizinische Verwendung von Cannabis legalisiert haben.
In den 10 Staaten, die innerhalb der vergangenen 10 Jahre die medizinische Verwendung von Cannabis erlaubt haben, nahm der Cannabiskonsum bei Jugendlichen deutlich ab. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die vom Marijuana Policy Project veröffentlicht wurde. Die Autoren Mitch Earleywine, Psychologieprofessor an der Universität von New York, und Karen O’Keefe, ein Rechtsberater des Marijuana Policy Projects, analysierten für ihren Bericht Statistiken des Bundes und der Länder.
Die Diskussion über medizinischen Cannabis wird oft (auch in der Schweiz) durch Sorgen über den zunehmenden Drogenkonsum junger Menschen überschattet, doch dieser Bericht unterstützt diese Annahme nicht. Die Studie zeigt vielmehr, dass der Cannabiskonsum im Allgemeinen in allen Staaten in gleichem Maße abgenommen hat, einschliesslich der Staaten, die die medizinische Verwendung erlauben. In keinem Staat, der ein medizinisches Cannabisgesetz verabschiedet hat, wurde nach Verabschiedung des Gesetzes eine Zunahme des Cannabiskonsums bei Jugendlichen beobachtet. Die Abnahme des jugendlichen Cannabiskonsums in Staaten mit medizinischen Cannabisgesetzen fiel etwas deutlicher aus als die Abnahme im gesamten Land.
In den Vereinigten Staaten gaben im Jahre 2003 verglichen mit 1996 etwa 43 Prozent weniger der Schüler in der achten Klasse und 9 Prozent weniger in der 12. Klasse an, dass sie in den vergangenen 30 Tagen die Droge konsumiert hatten. In Kalifornien, das die medizinische Verwendung von Cannabis im Jahre 1996 erlaubt hatte, nahm der Konsum im letzten Jahr bei den Schülern der 9. Klasse um die Hälfte und bei Schülern der 11. Klasse um ein Viertel ab. In anderen Staaten mit medizinischen Cannabisgesetzen wurden ebenfalls unterschiedlich starke Verringerungen des jugendlichen Cannabiskonsums beobachtet.
Die Autoren des Berichts stellten fest, dass im Gegensatz zu weit verbreiteten Vorurteilen, Jugendliche Cannabis zunehmend als "eine Behandlung für schwere Erkrankungen betrachten, die einen vorsichtigen und sorgfältigen Umgang verlangt, und nicht als ein Spielzeug". Tom Riley, ein Sprecher des Bundesbüros für nationale Drogenkontrollpolitik, erklärte, die Abnahme des jugendlichen Drogenkonsums im gesamten Land basiere auf den Präventionskampagnen sei den Präventionskampagnen der vergangenen Jahre zuzuschreiben.
Text des Berichts im pdf-Format (English)
Weitere Quellen: cannabis-med.org ;United Press International vom 7. September 2005; Los Angeles Times vom 8. September 2005)











