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Lehrer wollen Nachbesserung

2004/04/28 - Neue Zürcher Zeitung
Cannabis-Freigabe wird kritisch beurteilt

Am vergangenen Samstag hat die Präsidentenkonferenz der Schweizer Lehrerverbände in Zürich über ihre Positionierung zur laufenden Revision des Betäubungsmittelgesetzes diskutiert; die Ergebnisse hat der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) am Dienstag veröffentlicht. Er verlang von den eidgenössischen Räten "einen wirksameren Jugendschutz und ausgebaute Präventionsmittel im Kampf gegen den Suchtmittelkonsum". Die Lehrer sind mit dem rechtlichen Status quo genauso unzufrieden wie mit der Stossrichtung der Revisionsvorlage: "Wenn bei Regelverletzungen einfach weg- oder passiv zugeschaut wird, lernen die Heranwachsenden, dass Gesetze offenbar nicht so ernst gemeint sind und problemlos gebrochen werden dürfen", kritisiert der LCH den Status quo. Umgekehrt werde aber die schulische Präventionsarbeit erschwert, wenn ein Suchtmittel für die Erwachsenen erlaubt und im Handel leicht erhältlich sei.

Der LCH erwarte vom Parlament deshalb eine Nachbesserung bei Jugendschutz und bei den Präventionsmassnahmen oder aber eine "konstruktive Rückweisung der Vorlage mit klaren Vorgaben". Eine "blosse Rückweisung aus Hilflosigkeit oder gar populistischer Feigheit" lasse die Lehrerschaft ebenso im Stich wie eine weitgehende Liberalisierung, schreibt der LCH.

Artikel modifiziert Montag 3. Mai 2004 11:14, Erscheinungsdatum Montag 3. Mai 2004 11:13

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