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Letten schwören auf Cannabis-Butter

2004/04/26 - SDA

Iecava - Die EU-Kommission wird möglicherweise schon bald nach der Erweiterung einen neuen Posten in den Katalog ihrer reglementierten Lebensmittel aufnehmen müssen: die lettische Spezialität Cannabis-Butter.

Ein Wunder an Geschmack und Aroma sei der traditionelle Brotaufstrich, schwärmt Cannabis-Bauer Dainis Lagzdins. Zur Herstellung der Köstlichkeit werden Cannabis-Samen eingeweicht, geröstet, gemahlen und dann mit Öl oder Butter versetzt.

Dass mit der Cannabis-Pflanze auch Rauschgift hergestellt werden kann, ist in Lettland kein Problem. Für die Butter würden nur die Samen verwendet, die berauschende Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) findet sich dagegen in Harz und Blüten, versichte der Drogenexperte Janis Strazdins.

Um berauschendes Cannabis herzustellen, sei das lettische Klima ohnehin nicht geeignet, so der Fachmann. Dennoch werden die Felder der Cannabis-Bauern streng kontrolliert. Und damit die unwirtlichen klimatischen Gegebenheiten nicht umgangen werden, dürfen die Pflanzen nur im Freien gezogen werden.

Landwirt Lagzdins will die örtliche Spezialität jetzt mit seiner in einem Dorf südlich der Hauptstadt Riga gelegenen Firma Iecavnieks gross vermarkten. Finnische und russische Geschäftsleute hätten bereits Interesse gezeigt, so der Bauer.

Gesund sei der Aufstrich, weil er frei sei von Cholesterin und Milcheiweiss. Schon jetzt finden Letten das Produkt nicht nur auf Bauernmärkten, sondern auch in einigen Supermärkten - wenn Lagzdins ins Geschäft kommt, wird es vielleicht bald auch im Westen zu kaufen sein.

Artikel modifiziert Montag 10. Mai 2004 17:27, Erscheinungsdatum Donnerstag 6. Mai 2004 00:00

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