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Naturfasereinsatz in der deutschen Automobilproduktion: 160.000t Naturfaser-Verbundwerkstoffe im Jahr 2003

20. September 2004
Diplom-Physiker Michael Karus
nova-Institut GmbH, Hürth im Rheinland(D)

Trotz Konjunkturschwäche und hohem Preisdruck konnte sich der Einsatz von Naturfasern in der deutschen Automobilproduktion im Jahr 2003 gut behaupten und in einigen Bereichen sogar weiter steigen, wie die aktuelle Marktstudie des nova-Instituts zeigt. Die Verwendung von Verbundwerkstoffen mit den Verstärkungsfasern Flachs, Hanf, Jute, Kenaf und Sisal wuchs von 2002 auf 2003 um knapp 5% auf 45.000 t. Diese Werkstoffe werden vor allem in PKWs der Mittel- und Oberklasse in Türinnen- und Kofferraum-Verkleidungen eingesetzt und zeichnen sich durch hohe mechanische Belastbarkeit bei geringem Gewicht aus.

Holzfaser-Verbundwerkstoffe kamen in 2003 auf 36.000 t und Werkstoffe mit Reißbaumwoll-Verstärkung auf 79.000 t, letztere vor allem in LKW-Fahrerkabinen.

Alle Verbundwerkstoffe mit Naturfaserverstärkung kommen damit zusammen auf ca. 160.000 t, die sich aus 88.000 t Naturfasern und 72.000 t duro- und thermoplastischen Kunststoffen zusammensetzen. Pro Fahrzeug werden also - bei 5,5 Mio. in Deutschland im Jahr 2003 produzierten Fahrzeugen (PKW und LKW) - ca. 16 kg Naturfasern eingesetzt. Weitere Naturfasern werden in Kraftfahrzeugen als Dämmstoffe und zur Sitzpolsterung verwendet.

Erstmalig fand im Jahr 2003 eine neue Verarbeitungstechnik Einzug in die automobile Serienproduktion: Der Naturfaser-Spritzguss mit Polypropylen-Matrix. Experten halten diese Technik aufgrund mechanischer Eigenschaften, Dichte und Preise für einen schlafenden Riesen - gerade auch außerhalb des Automobilbereichs. Dies zeigt auch eine aktuelle Studie, die das nova-Institut für den Arbeitskreis Verstärkte Kunststoffe (www.avk-tv.de) durchgeführt hat.

Eine kostenfreie Kurzfassung der Marktstudie sowie beide vollständigen Studien sind im Internet unter www.nachwachsende-rohstoffe.... erhältlich; dort finden Sie auch weitere Informationen zu beiden Studien.

(1) Marktstudie
Naturfasereinsatz in Verbundwerkstoffen in der deutschen Automobilproduktion 1996 bis 2003; nova-Institut Hürth, September 2004. Preis der PDF-Datei: 50 € plus 16% MwSt.

(2) Studie
Marktreife von PP-NF-Spritzguss. Überblick über die PP-NF-Spritzguss-Technologie und ihre Eigenschaften. Im Auftrag des AVK TV e.V.; nova-Institut Hürth, September 2004. Preis der PDF-Datei: 125 € plus 16% MwSt.

nova-Institut GmbH (www.nova-institut.de & www.nachwachsende-rohstoffe.info):
Das seit 1995 bestehende nova-Institut ist auf Marktstudien zum Thema nachwachsende Rohstoffe spezialisiert und veröffentlicht jährlich Daten zum Einsatz von Naturfasern in der Automobilindustrie.

v.i.S.d.P.: Diplom-Physiker Michael Karus, Geschäftsführer nova-Institut GmbH, Goldenbergstr. 2, 50354 Hürth im Rheinland, Tel.: 02233-94 36 84 / Fax: 02233-94 36 83 E-Mail: contact chez nova-institut.de

Erscheinungsdatum Montag 27. September 2004 16:17

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