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Neues bei der IACM-Konferenz in Leiden

Ermutigende Resultate bei der Behandlung von MS, chronischen Nervenschmerzen und Schizophrenie mit Cannabisprodukten

Vom 9. bis 10. September führte die IACM ihre dritte Konferenz zu Cannabinoiden in der Medizin durch. Im Folgenden Auszüge aus den Vorträgen.

Cannabis bei multipler Sklerose:

Britische Forscher haben Ergebnisse einer Langzeitstudie mit Sativex bei multipler Sklerose vorgestellt. Die Patienten litten an mindestens einem der folgenden Symptome: Spastik, Krämpfe, Blasenprobleme, Muskelzittern oder Schmerzen. 137 Patienten nahmen an der Langzeitstudie teil (mittlere Dauer: 434 Tage, Spanne: 21 bis 814 Tage). Zuvor wurde eine sechswöchige Akutstudie mit 160 Patienten durchgeführt. Die mittleren maximalen Tagesdosen betrugen in der Akutstudie jeweils 37,5 mg THC und 37,5 mg Cannabidiol (CBD). 66 Patienten mit Spastik beendeten 82 Behandlungswochen.

Vor Beginn der Akutstudie betrug der mittlere Spastikwert dieser Gruppe 69,5 mm auf einer visuellen Analogskala, der sich mit 34,2 beim Beginn der Langzeitstudie auf die Hälfte reduziert hatte und nach 82 Wochen 31,8 betrug. In dieser Gruppe hatte sich die tägliche THC-Dosis im Laufe der Behandlung geringfügig von 30 mg auf 25 mg reduziert. Diese Studie zeigt, dass therapeutische Wirkungen von Cannabis auf die Spastik bei der multiplen Sklerose offensichtlich langzeitig erhalten bleiben, ohne Zeichen einer Toleranzentwicklung. (Abstract von Robson et al.)

Cannabis bei HIV-Neuropathie:

Wissenschaftler der Universität von Kalifornien stellten Ergebnisse einer klinischen Studie mit gerauchtem Cannabis bei 50 Patienten mit schmerzhafter peripherer Neuropathie bei HIV vor. Die Teilnehmer rauchten dreimal täglich fünf Tage lang eine Cannabiszigarette oder eine Plazebo-Zigarette.

13 der 25 Patienten, die Cannabiszigaretten erhalten hatten, berichteten von einer Reduktion der Schmerzen um mehr als 30 Prozent, verglichen mit 6 von 25 Patienten in der Placebo-Gruppe. Die Schmerzreduzierung war in der Gruppe, die Cannabis erhalten hatte, größer (34 Prozent) als in der Kontrollgruppe (16,7 Prozent). Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass die Stärke der Wirkung auf neuropathische Schmerzen etwa der Stärke entspricht, wie sie bei Gabapentin, einem häufig verwendeten Medikament bei HIV-Neuropathie, beobachtet wird. (Abstract von Abrams et al.)

Cannabidiol (CBD) bei Schizophrenie:

Wissenschaftler der Universität Köln stellten Ergebnisse ihrer Studie vor, die die Wirkungen von CBD und Amisulprid (ein etabliertes antipsychotisches Medikament, aka Solian) bei 42 Patienten mit akuter Schizophrenie verglich. Die Hälfte von ihnen erhielt vier Wochen lang täglich 800 mg orales CBD. CBD reduzierte verglichen mit dem Ausgangszustand signifikant die psychopathologischen Symptome der akuten Psychose. Es gab keinen statistischen Unterschied bezüglich der Wirkung der beiden Medikamente. Cannabidiol hatte allerdings signifikant weniger Nebenwirkungen als Amisulprid. (Abstract von Leweke et al., persönliche Mitteilung an www.cannabis-med.org)

(Quelle: Abstract-Buch, erhältlich zum Herunterladen auf der IACM-Internetseite)

  • Les 9 et 10 septembre a eu lieu la 3ème conférence IACM sur les cannabinoïdes et la médecine. Les résultats encourageants dans le traitement de la sclérose en plaques, la neuropathie chez les sidéens et la schizophrönie ont été confirmés.
  • On 9-10 September the IACM held its 3rd Conference on Cannabinoids in Medicine. Here are some excerpts from presentations. The positive effects of cannabinoids on multiple sclerosis, HIV-related neuropathy and schizophrenia have been confirmed.
  • Vi proponiamo alcuni estratti dalle presentazioni: Cannabis nella sclerosi multipla - Cannabis nella neuropatia - Cannabidiolo nella schizofrenia
Erscheinungsdatum Mittwoch 5. Oktober 2005 02:37

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