Projekt zum Hanf-Einsatz im Autobau erhält Innovationspreis

Braunschweig 28.09.2005. Ein Projekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zum Hanf-Einsatz im Bus- und Autobau ist mit einem Innovationspreis ausgezeichnet worden. Vergeben wurde der Preis von der Arbeitsgemeinschaft Verstärkte Kunststoffe - Technische Vereinigung (AVK-TV) in Baden-Baden. Seit 2001 sei der Verbundwerkstoff aus Hanf und Harz entwickelt worden, der erstmals Kunststoffe für Karosserieaußenteile ersetzen könne, teilte die DBU am Mittwoch mit. Entwickelt wurden in einem ersten Schritt Omnibus- Frontteile mit Förderung der Stiftung von rund 480 000 Euro.
Werkstoffe aus Naturfasern wie Hanf werden nach Angaben der DBU bereits zur Verkleidung im Innenraum von Autos - etwa im Kofferraum - verwendet. Der Durchbruch sei nun der Einsatz in der außen gelegenen Karosserie, sagte Stiftungssprecher Franz-Georg Elpers. Von September an werden die Hanf-Karosserieteile ein Jahr lang an Stadtbussen in Braunschweig getestet. Erprobt werden soll, wie beispielsweise Kälte, Hitze, Streusalz und Schlagbelastungen wirken. Federführend entwickelt wurde der Öko-Kunststoff von der Göttinger Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt.
Kooperationspartner in diesem interdisziplinären Projektteam waren die Bio-Composites And More GmbH (Ipsheim) und das Faserinstitut Bremen , die NAFGO GmbH (Neerstedt) und die Braunschweiger Kunststoff-Technik sowie das Institut für Geoökologie der Technischen Universität (TU) Braunschweig.
Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 08448): Dr. Hans-Bernhard von Buttlar, Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) GbR, Telefon: 0551/54885-22, Fax: 0551/54885-11, E-Mail hb.vonbuttlar@iglu-goettingen.d
Umweltstiftung: www.dbu.de









