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Prozess gegen Tessiner "Hanf-Arzt" Nussbaumer

Vor dem Strafgericht in Lugano ist am 19. September der Prozess gegen den Arzt Werner Nussbaumer, einen ehemaligen Tessiner Grossrat, eröffnet worden. Er wird des schweren Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz beschuldigt.

Überzeugt von der besonderen Heilkraft des Hanfs hatte der ehemalige Grossrat Werner Nussbaumer vom Verband der Unabhängigen auf seinem Land eine Plantage mit etwa 100 Cannabispflanzen angelegt. Während des Tessiner Feldzuges gegen das Hanfgeschäft wurde das Feld von der Polizei entdeckt und zerstört.

Im Mai 2003 war Nussbaumer festgenommen worden. Etwa drei Wochen später wurde ihm für ein Jahr das Arztpatent entzogen. Insgesamt verbrachte Nussbaumer einen Monat in Untersuchungshaft. Bei den Grossratswahlen im April 2004 wurde Nussbaumer nicht wiedergewählt.

Nussbaumer hatte in den letzten Tage in verschiedenen Tessiner Zeitungen klar gemacht, dass er einen Teil seiner Patienten nach wie vor mit Cannabis-Tropfen behandle. Er sieht sich als Opfer der Tessiner Justiz und fordert Genugtuung sowie eine Entschädigung für seine Einkommensausfälle.

Aus www.tagesanzeiger.ch; raa/sda

Artikel modifiziert Dienstag 20. September 2005 09:25, Erscheinungsdatum Dienstag 20. September 2005 00:00

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