Text vergrössernText NormalgrösseText verkleinern

Rappaz Bernard: "Wollen wir die Todesstrafe in der Mitte Europas wieder einführen"?

Die Anhänger des Hanfbauers haben am 17.12.2010 die Internationale Presse eingeladen. Damit die Debatte ein Weltweite Dimension annimmt.

Michel Sitbon: «Es ist sehr unanständig»!

17 Dezember 2010 Le Matin Übersetzung Hanf-Info.ch

Auf der medizinischen oder gerichtlichen Front, nichts neues in der Affäre Rappaz. Nach hundertdreizehn Tagen Hungerstreik wird der eingesperrte Hanfbauer immer noch schwächer. Aber keine Strafaussetzung ist in Sicht.

Dennoch wollen seine Anhänger nicht aufgeben. Besser, sie wollen jetzt den Kampf internationalisieren. «Wenn sich die Schweiz bis ans ende Ihrer Tage schämen will, soll sie Rappaz sterben lassen! Es wäre ein Blutfleck auf der Schweizerfahne»! Verkündete gestern in Genf Michel Sitbon, französischer Verleger, Mitbegründer von Cannabis ohne Grenzen und Wortführer des Internationalen Komitees zur Unterstützung von Bernard Rappaz.

Mit dem Soziologen Jean Ziegler hatte er die Internationale Presse eingeladen, um der Debatte eine planetarische Dimension zu geben und einen Haftunterbrechung für den Walliser zu verlangen. «Es ist eine frage des Prinzips welche bei weitem die schweizerische Wirklichkeit übersteigt, hat Jean Ziegler plädiert. Ein Leben ist mehr wert als irgend eine Vorschrift, Gesetz oder Gerichtsentscheidung.» Titel der Pressekonferenz: «Wollen wir die Todesstrafe in der Mitte Europas wieder einführen»? Ein bisschen übertrieben? «Hier nichts zu machen ist gleichbedeutend mit einem Todesurteil», hatte der Genfer geantwortet.

Eine offensichtlich von Nationalrat Jean-Charles Rielle (SP/GE) und dem ebenfals anwesenden ehemaligen Präsident der Genfer SP Christian Brunier, geteilte Meinung. «Es ist einfach unhaltbar, skrupellos, dass ein Mann 2010 in einem schweizerischen Gefängnis stirbt», hat Jean-Charles Rielle ausgerufen. Christian Brunier hat die Schwere der Strafe angeprangert, - 5 Jahre und 8 Monate Gefängnis – wurde gegen Bernard Rappaz für schwere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz verhängt. «Das ist mehr, als für eine Vergewaltigung oder sogar einen Mord im Affekt, hat der Sozialist bemerkt.

Michel Sitbon, hatte einen Blick von aussen auf die Affäre Rappaz werfen wollen. «In Frankreich, zum Beispiel, ist man fassungslos. Rappaz bittet um einen einfachen Haftunterbruch, man antwortet: «Soll er doch sterben»! Die Schweizer, sind sie sich bewusst, was sich gerade schreckliches abspielt?» Und der Verleger präzisiert dass sich Persönlichkeiten wie Daniel Cohn-Bendit, José Bové oder Mgr Gaillot dem Unterstützungsausschuss angeschlossen haben. Jean Ziegler fügt hinzu dass er über die Affäre Rappaz mit der Bundesrätin Micheline Calmy-Rey gesprochen habe: «Die Präsidentin habe keine Entscheidungsmacht auf diesem Gebiet, aber sie hatte mir Ihre sorge ausgesprochen, einschließlich, wenn Rappaz sterben würde, für die Schäden am Ansehen der Schweiz.»

Trotz dieser Unterstützungen scheint die Affäre Rappaz immer noch blockiert. Der Hanfbauer lehnt nach wie vor die Nahrung ab und alle Rekursmöglichkeiten sind erschöpft. «Es bleibt der Rekurs beim europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg», hatte Maggie Loretan, ehemalige Begleiterin des Hanfbauers und Mutter seiner 12 Jahre alten Tochter präzisiert. «Bernard ist sehr schwach aber ein bisschen euphorisch. Ich versuchte ihm zu sagen, dass man, um einen Kampf fortzusetzen, lebendig sein muss. Aber ich habe Angst dass er vor 2011 gehe werde. Er hat mir schon gesagt dass es die Mühe nicht mehr wert ist in dieser Gesellschaft zu leben.

P.S.

Sehen Sie hier die Videoaufnahme der Pressekonferenz in Französischer sprache


Bernard Rappaz ne doit pas mourir !
Hochgeladen von Tele-liberte. - Sieh die neuesten Nachrichten Videos an.
  • Les partisans du chanvrier Bernard Rappaz ont convoqué hier la presse étrangère. Pour que le débat prenne une ampleur mondiale
Artikel modifiziert Montag 20. Dezember 2010 04:48, Erscheinungsdatum Montag 20. Dezember 2010 04:12

Forum des Artikels

Rappaz Bernard: "Wollen wir die Todesstrafe in der Mitte Europas wieder einführen"?
Lasst Herrn Rappaz endlich frei. So eine Sauerei von "Hanfinquisition" gehört sich in einer "Demokratie" einfach nicht! Hätten wir die Todesstrafe, wären Leute wie er schon längst tot.

Auf diese Nachricht antworten
22 Februar 2011 von Exodorius

In derselben Rubrik...


http://www.cannabis-helvetica.ch
http://www.swisshempshop.com