Text vergrössernText NormalgrösseText verkleinern

Scharfe Töne aus der Reitschule

2004/09/15 - Der Bund
Stadt und Region Bern

Stadt Bern Nach den Krawallen vom Wochenende ist Sandro Wiedmer der Kragen geplatzt. Aus "Betroffenheit und Wut" hat das Mitglied der Veranstaltergruppe Dachstock einen Leserbrief verfasst, in dem er scharfe Töne anschlägt: Die Reitschule werde von einer Gruppe "wohlstandsverwahrloster Kinder" als "Abenteuer-Spielplatz" missbraucht. Der Leidensdruck, von dem Polizeidirektorin Ursula Begert spreche, sei "eigentlich schon genügend vorhanden". Er werde unter anderem durch die städtische und nationale Drogenpolitik verursacht, welche sich weigere, "einen Unterschied zwischen weichen und harten Drogen zu machen", und dafür im Alkoholbereich sehr lasch verfahre. "Es ist wahrscheinlich überwiegend der Genuss dieser allerorts legalen Droge, welche Leute dazu bringen kann, den öffentlichen Verkehr anzugreifen, die Infrastruktur von Restaurations-Betrieben der Reitschule und Fahrräder zum ,Barrikadenbau’ zu missbrauchen, um aus ihrem Alltagsfrust in die Heldenrolle zu fliehen". Auf Anfrage sagte Wiedmer, er könne nicht länger zusehen, wie ein paar feige Typen die Reitschule als Schutzschild missbrauchten.

(ruk)
Artikel modifiziert Donnerstag 16. September 2004 12:53, Erscheinungsdatum Donnerstag 16. September 2004 12:53

http://www.cannabis-helvetica.ch
http://www.swisshempshop.com