Sonntag, 9. September 07, die Freiburger Kantonspolizei übertreibt und nimmt André Fürst fest
Während Hanf-Info seinen Hanf für die Produktion von Hanfsamen, Hanfschnaps und Hanfessenz, alles legale Produkte, hegte und pflegte, beschlagnahmte die Polizei die Scheune und das Feld und André Fürst wurde verhaftet.
Hanf-Info wollte vom 17. September an ernten. Vorher haben wir das Feld gepflegt, indem wir die verfaulten, die männlichen, zweigeschlechtliche und kranke Pflanzen entfernten. Dies diente dem kantonalen Untersuchungsrichter, Markus Julmy, als Vorwand zur Intervention, weil der angekündigte Erntetermin nicht eingehalten werde, welchen er übrigens selber gefordert hatte. Die Polizei fand auch nur verdorbenes Material beim Traktor und in der Scheune, als sie am Samstag, 8. September 07 erstmals eingriff.
Hanf-Info hatte einige Kosten für dieses Feld, welches gemäss Gesetz angemeldet war. Wenn die Polizei etwas zu beanstanden gehabt hätte, hätte sie dies seit Monaten tun können. Zudem nahm die Polizei keine Proben für die THC-Gehaltsanalyse und brachte auch keine Beweise für illegalen Gebrauch vor. Das sehr strenge Projekt für eine Änderung des BetmG ist noch nicht beschlossen. Das geltende Gesetz erlaubt den Anbau aller Hanfsorten. Polizei und Justiz müssen den Nachweis einer illegalen Verwendung erbringen.
A Propos Hanf: Die Schweizer Polizei und Justiz hat in den letzten zehn Jahren eine offensichtliche Wankelmütigkeit und Inkompetenz gezeigt. Derselbe Gesetzestext und dieselben Fakten führten zu Freisprüchen in Bern und Zürich und zu Gefängnis in Freiburg oder im Wallis. Die Verfassung gewährt, theoretisch, Rechtsgleichheit für alle Bürgerinnen und Bürger. Dieses Grundprinzip wird beim Hanf konstant in den Wind geschlagen.
Die Polizei hat ihre Vorrechte missbraucht. André Fürst hat nie Vorladungen verpasst. Er lebt normal inmitten der Gesellschaft. Warum muss man ihm an einem Sonntag eine Falle stellen, dies ohne Hilfe seines Anwalts. Will ihn die Polizei unter Druck setzen und ihn zu Aussagen verführen, welche seiner Verteidigung schaden? Welche Dringlichkeit begründet diese Vorgehen, welches an der Limite der Menschenrechte oder gar jenseits ist? (Die Justiz wird darüber entscheiden.)
Hanf-Info fordert, dass die Verteidigungsrechte von André Fürst gemäss den internationalen Regeln respektiert werden und er wegen Fehlens von klaren juristischen Fakten umgehend freigelassen wird. Die Reform der Schweizer Hanfpolitik ist immer noch am Laufen. Die Pro-Jugendschutz-Initiative wurde noch nicht abgelehnt. Wie kann heute eine Sanktion ausgesprochen werden, welche in zwei Jahren unverhältnismässig sein kann?
Ohne Einverständnis des Volkes geben die Behörden die helvetische Tradition des sozial akzeptablen Kompromisses auf, um der Versuchung der amerikanischen Nulltoleranz zu verfallen. Das gültige Gesetz erlaubt dies nicht. Wegsperren und geheime Urteile entsprechen der Tradition von Monarchien oder Diktaturen, aber nicht schweizerisch. Macht der Hanf die Behörden psychotischer als die Konsumenten?
Hanf-Info
Ihr könnt André schreiben:
André Fürst
EEP Bellevue
Rue du Tronchet 6
2023 Gorgier/NE
Switzerland
André Fürst
Prison Centrale
Planche-Inférieure 12
1700 Fribourg/FR
Switzerland












