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Stadtpolizei: Drogentests im Verkehr

2004/07/07 - Berner Zeitung

Im Kampf gegen harte Drogen: Ab Mitte Juli will die Stadtpolizei Biel Drogenschnelltests einsetzen.

Heroin oder Kokain am Steuer wird nun auch in der Stadt nicht länger unentdeckt bleiben. Wie die Stadtpolizei gestern per Communiqué verbreitete, will sie ab nächster Woche Drogenschnelltests einsetzen, die mittels Speichel- oder Schweissabstrichs feststellen können, ob der Lenker Drogen konsumiert hat.

Erhöhter Drogenkonsum
Laut Polizeikommandant André Glauser stehen erst seit kurzem zuverlässige Apparate im Einsatz. Biel nimmt in der Schweiz eine gewisse Vorreiterstellung ein. Nur die Kantone Luzern, Zug und Tessin kennen den Drogentest. Bei einem positiven Testergebnis entnimmt das Spitalzentrum Biel dem Automobilisten Urin und Blut, das im Institut für Rechtsmedizin in Bern untersucht wird. Immer mehr Unfälle gehen auf Drogenkonsum zurück: 2002 waren es 9,5 Prozent, 2003 bereits 12 Prozent der Unfälle.

mt/gue

PS: Die Bieler Stadtpolizei wird von Jürg Scherrer, dem ehemaligen Nationalrat der Freiheitspartei geleitet. In seiner völkischen Logik ist er gegen alles Randständige, somit auch gegen Drogenkonsumenten. So wird natürlich der Drogenschnelltest als "Wunderwaffe", übrigens auch gegen Hanf-Konsumenten, gepriesen.

Bloss, hat die Freiburger Kantonspolizei das Produkt über längere Zeit getestet, für zuwenig aussagekräftig gehalten und entsprechend verworfen.

Jürg Halbeisen (Hanf-Info)
Erscheinungsdatum Freitag 9. Juli 2004 13:46

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