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Unbestreitbare Vorteile der Hanfisolation

Isolierhanf ist vor allem eine thermische und akustische Isolation und ein Feuchtigkeitsregler. Er hat unter anderem folgende Vorteile:

Thermische Eigenschaften
Um einen Isolierstoff sowie Materialien zum Bau von tragenden Mauern zu wählen, wurde bis jetzt nur die thermische Leitfähigkeit (oder Lambda) in Betracht gezogen (die Koeffizienten K und R ziehen sich mathematisch von Lambda ab). Es ist wichtig, an andere Faktoren zu denken wie den passiven Widerstand, die interne und die Flächentemperatur eines Materials, das Vorhandensein von Feuchtigkeit, usw. um so mehr, als dass der Wert von Lambda bei einer Temperatur von 20°C und für eine trockene Materie festgelegt wurde, was nicht der Realität entspricht (ein Bau ist nie während dem ganzen Jahr dieser Temperatur ausgesetzt!). Ausserdem variiert er beträchtlich je nach Feuchtigkeitsgrad der Materialien.

Hier die Lambdas einiger Materialien:

- trockene Luftplatte, unbeweglich: 0,023
- Polyuretanschaum: 0,025 bis 0,029
- ausgedehnter Polystyren: 0.037 bis 0,046
- Glasfaserwolle oder Steinwolle: 0,03 bis 0,04

Das tiefste Lambda ist das der Luft. Das heisst, dass die Luft das beste existierende Isoliermaterial ist! Warum lässt man unter den Dächern und hinter den Mauern keine stagnierende Lufthohlräume? Ausser für die Akustik wäre es theoretisch die beste thermische Isoliermaterie, die auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hätte! Trotz allem würde man wenig Komfort erhalten. Der passive Widerstand der Luft ist in der Tat quasi null. Auch wenn die Lambdas der Isolationsmaterialien gemessen wurden, ist es wichtiger, die verschiedenen Kriterien, die ein gutes Isoliermaterial ausmachen, in Betracht zu ziehen. Diese Kriterien sind:

- Der passive Widerstand, der mit der Volumenmasse in Zusammenhang steht
- Die relative Feuchtigkeit im Bau
- Der Taupunkt
- Die interne und natürliche Flächentemperatur

Im allgemeinen hat der Isolierhanf, ob man ihn unvermischt oder mit traditionellem Kalk gemischt benützt, eine höhere Masse als die herkömmlichen Isolierstoffe (beziehungsweise: zirka 100 Kg/m3 und 550 bis 850 kg/m3). Demzufolge ist sein passiver Widerstand hoch. Zusätzlich kondensiert er die Feuchtigkeit im Existierenden und nicht im Bau. In den monolithischen Mauern oder den inneren Anstrichen ist der Taupunkt intern. Wenn man die Tatsache in Betracht zieht, dass der Isolierhanf nur mit Bindern gemischt wird, die hauptsächlich durch Wasserentziehung binden (natürlicher und reiner Kalk), ist der Feuchtigkeitsgrad der Mischung sehr niedrig, dies im Gegensatz zum Zement, der Wasser braucht, um die Widerstandsfähigkeit zu garantieren. Die Mischung von Isolierhanf ist somit natürlicherweise sehr warm (13 bis 14°C bei 19°C Temperatur, gegen 6 bis 7°C für den Beton).
Selbstverständlich können all diese Kriterien nicht in einen "Wunderwert" zusammengefügt werden. Praktisch haben die Bewohner von Isolierhanf-Häusern und renovierten Häusern einstimmig festgestellt, dass:

- sie im Herbst die Heizung etwa 14 Tage bis einen Monat später als ihre Nachbarn, die in herkömmlich isolierten Häusern wohnen, einschalten
- der Verbrauch der Heizung 20 bis 40% tiefer ist, im Vergleich mit der früheren Isolation, oder mit einem Bau, der die gleiche Grösse und Gestaltung hat und der auf eine herkömmliche Art isoliert ist
- sie im Frühling die Heizung früher als ihre Nachbarn ausschalten (zirka 15 Tage bis einen Monat)
- die Luft im Sommer immer angenehm ist auch in den Zimmern unter dem Dach

Klarstellung von thermischen Widerstandswerten verschiedener Isoliermaterien (Daten wurden im Sommer gemessen).

Die oben genannten Daten wurden im Sommer durch Sonnenbestrahlung von drei verschiedenen Materien in Form von homogenen Komplexen von 20 cm Breite erhalten. Sonden wurden in die Mitte von jedem Einzelnen eingefügt. Die Aussentemperatur an der prallen Sonne wurde für den Vergleich gemessen. Bemerken Sie dass dieser Versuch überall durchgeführt werden kann. Die Gesamtheit dieser Kurven zeigt, dass der Polystyrol (=polystyrène) und die Glaswolle (=laine de verre), im Gegensatz zum Isolierhanf (=Isochanvre), in der inneren Temperatur sehr schnell steigen. Umgekehrt sinken die Temperaturen sehr schnell, wenn die Sonne abnimmt, immer im Gegensatz zum Isolierhanf. Die Abstände zwischen den Höchsttemperaturen, sei es Stunden- oder Temperaturbezogen, zeigen die verschiedenen Widerstandswerte der Isoliermaterien eindeutig. Dank dem passiven Widerstand und dem niedrigen Feuchtigkeitsgrad des Isolierhanf wird im Winter seine Temperatur weniger sinken als die von gebräuchlichen Isolationen. Seine natürliche Wärme ist erhöht.

Der passive Widerstand von Isohanf zeigt sich durch eine grosse Stabilität gegenüber:

- den thermischen Schocks
- den Verschiebungen zeitlicher Höchsttemperaturen

Akustische Eigenschaften
Im Allgemeinen definieren drei Hauptkriterien die akustische Isolierfähigkeit eines Isoliermaterials:

- sein Volumen
- seine innere Organisation
- Gestalt der Aussenfläche

Die gewöhnlichen Isoliermaterien haben ein sehr kleines Volumen. Das Isolierhanf hat im Gegenteil ein sehr grosses Volumen (siehe oben). Je fester ein Material ist, desto besser ist der Schallschutz. Die Struktur des Isolierhanf bietet einen Vorteil für die Akustik, ob es pur oder gemischt gebraucht wird. Im Gegenteil sind die Materien, die eine organisierte Struktur haben (Lamellen, usw.) akustisch nicht sehr leistungsfähig. Damit ein guter Aufnahmekoeffizient erhalten wird, muss die Fläche des Isoliermaterials unbearbeitet sein. Heute werden alle Isolierstoffe hinter selbstreflektierenden Aussenwänden eingefügt.
Dies ist nicht der Fall für die Mischung von Isolierhanf, die einfach mit der Talosche (Reibebrett) aufgezogen werden kann, oder bei der eine Endbearbeitung, die ihre Aufnahmefähigkeit nicht ändert, ausgeführt werden kann.
Seine Eigenschaften machen den Isolierhanf zu einem akustisch besonders geschätzten Material für die folgenden Anwendungen:

- Plattenboden von Stockwerken
- verschiedene innere Überzüge
- monolithische Mauern
- Unterdach-Isolationen

Zu den Vorteilen des Hanfs:

- kommt von einer jährlichen Pflanze
- Wiederankurbelung der Landwirtschaft
- Erhaltung der Wälder (keine Holzfasern)
- ohne Gewinnung aus dem Boden (löst das Problem der Gruben)
- wird mechanisch trocken entfasert: kein lästiges Rosten mehr wie früher, ohne chemische Produkte

Zur Herstellung:

- umweltfreundlich und ohne Immission (weder Staubloch noch Ablassen von verschmutztem Wasser, noch Rauch noch übermässigen Lärm, usw.)
- Stabilisierung ohne synthetische chemische Produkte
- ohne grossen Energieverbrauch

Zur Verarbeitung:

- schmiegsame Bearbeitung wie jede Arbeit auf Basis von natürlichem und reinem Kalk
- vereinfachte Bearbeitung, zum Beispiel: Eine monolytische Mauer von 20 cm aus Isolierhanf und Kalk benötigt weder Gegenmauer noch Verdoppelung
- der Gebrauch von metallischem Gitterwerk , Bindemitteladditive, usw. ist nicht nötig
- ermöglicht das Einsparen von Bedarfsmaterial wie Polyane, Teerleinwände, usw. Die Verpackung von Isolierhanf, welche aus dreifach dickem Kraftpapier besteht, wird vorteilhaft genutzt ohne Dichtheit zu erzeugen. Die Verbindung "Produkt-Verpackung" welche so schwierig zu erreichen ist, wird mit Isolierhanf gewährleistet
- ermöglicht das Einsparen von Endbearbeitungsmaterial (Gips, Farbe, Tapete, usw.)
- sehr grosse Anwendungsmöglichkeiten, da das Isolierhanf nur in Form von zwei unvermischten Produkten erhältlich ist (keine Fertigprodukte wie Platten, Blöcke die beengend und beschränkend sind)
- Leichtigkeit

Zur Anwendung:

- der wichtigste Trumpf von Isolierhanf ist sein grosser passiver Widerstand und seine hygrometrische Regulierung in direkter Verbindung mit der Heizkostenersparnis und echtem Komfort. Um Isolierstoffe zu vergleichen, sollen nicht nur die Lambdas in Betracht gezogen werden, sondern erst der passive Widerstand, die natürliche Wärme und das Fehlen von Feuchtigkeit und Dichtheit! Die gebräuchlichen Isolierstoffe auf dem Markt haben einen unbedeutenden passiven Widerstand
- Komfort: keine Feuchtigkeit! Ständige mechanische Lüftung nicht nötig
- hervorragende akustische Absorption (kein Nachhall)
- ideale Antwort auf die neuen antiseismischen und antizyklonischen Normen

Artikel modifiziert Montag 10. November 2003 17:17, Erscheinungsdatum Donnerstag 30. Oktober 2003 15:30

Folgender Artikel :

Der Bau auf Hanfbasis

http://www.cannabis-helvetica.ch
http://www.swisshempshop.com