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Wärmeklimatisierung

Es soll auch in der Blüte nicht wärmer als 26°Celsius werden. Wenn man aber keinen kühlen Keller hat und nicht mit den Energiesparröhren arbeiten will, dann kann sich die Hitze im Sommer stauen. Das soll aber nicht sein, es strapaziert die Pflanzen, Jungpflanzen gehen sogar an der Hitze ein. Also muss man kühlen aber nicht mit dem Stromfresser einer Klimaanlage. Ideen werden zu diesem hier geschildert.

Der Wärmetauscher

Die Cool Tube

Der Absaugreflektor

Der Wärmetauscher

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Eines der Hauptprobleme bei dem intensiven Indoor Anbau ist immer wieder die sich stauende Wärme. Es wird ein wenig wegen des Geruchs abgelüftet aber viel mehr möchte man in einigen Situationen nicht lüften müssen. Dieses kann an der CO² Begasung oder an der ansonsten trocken werdenden Luft liegen.

Also muss in den meisten Situationen zur Kühlung viel gelüftet werden. Dieses kann aber auch zu einem gewissen Teil umgangen werden und zwar durch die Technik des Wärmetauschens.

Dieses Gerät kann sich jeder, der den notwendigen Platz hat, mit etwas Geschick zusammenbauen. Benötigt werden ein Lüfter, Alu Flex Schläuche und eine schattige Ecke, aus der kühle Luft angesaugt werden kann. Der Lüfter wird nahe an diese Stelle platziert um nicht so weit ansaugen zu müssen. Diese kühle Luft wird durch den Alu Flex Schlauch nicht nur in die Blütekammer geleitet sondern durch diese durch geleitet um dann nach Draußen ausgestoßen zu werden. Dieses wird jedoch nur dann richtig wirken, wenn die angesogene Kühlluft deutlich kühler ist als die in der Blütekammer. Sie soll demnach möglichst 10° C nicht übersteigen. Im Winter kann die Kühlluft deutlich kälter sein. Deswegen soll der Lüfter dann über ein Thermostat angesteuert werden. Parallel zu diesem Wärmetauscher muss jedoch dennoch, um den Geruch zu neutralisieren ein wenig durch einen Aktivkohle Filter abgelüftet werden.

Da die warme Luft nach oben drückt werden die Alu Flex Schläuche im oberen Bereich der Blütekammer verlegt und zwar neben oder über den Reflektoren verschlängelnd. Es kann mit einem größeren Durchmesser angesogen werden um diesen dann auf mehrere kleinere Schläuche zu splitten die dann wieder vereint werden können um die erwärmte Luft nach Draußen auszublasen. Mit einer höheren Oberfläche kann die Wärme von der Kaltluft besser aufgenommen werden. Da einem bei 2,5m Deckenhöhe der Platz leider meist knapp wird gestaltet dieses sich dann schwieriger. Bei einer Deckenhöhe von drei bis dreieinhalb Metern wäre dieses Problemlos zu montieren. Etwas mehr Raum zu haben, in den die Hitze verpuffen kann ist zudem ein Vorteil. Während es auf Pflanzhöhe ca. 26°C warm sein soll kann die Luft unter der hohen Decke 30 bis 40°C warm sein und dann funktioniert der Wärmetauscher um so besser. Dieser ist jedoch nur eine Ergänzung zu der gefilterten Lüftung die nicht fehlen darf und bei erhöhter Temperatur durch einen Drehzahlminderer hochgefahren werden soll. Dadurch soll es möglich werden, vom Herbst bis Frühsommer die Temperatur soweit zu kühlen, dass der Ablüfter auf Minimum laufen kann.

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der Wärmetauscher
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kühl ansaugen

Oben zu sehen sind die Aluflex Schläuche, die an die Decke gedrahtet sind. Wenn es vom Platz integrierbar wäre würde Schlauch an Schlauch gelegt werden. Dann wäre die Oberfläche, an der die Wärme sich austauschen kann höher, wenn praktisch fast die ganze Decke mit diesen Schläuchen ausgekleidet ist wäre diese wie eine kühlende Glasscheibe. Wenn die Höhe vorhanden ist können die Aluflexschläuche ca. 10cm unter der Decke montiert werden, damit die Wärme durch diese hochsteigen kann. Die Schläuche können dann nach oben und unten Wärme tauschen.

Auf dem unteren Foto ist der 400m³ Lüfter zu sehen der die kühle Luft durch das Fenster ansaugt und durch den Schlauch bläst. Es scheint so zu sein, dass dieser Lüfter genügend Kraft hat um durch 30 bis 50 Meter Alu Flex Schlauch blasen zu können, sodass die Luft sich noch schnell genug durch diesen Schlauch bewegt. Effektiver wäre es, die Schlauchstücke kurz zu halten und die Luft schnell durch diese zu blasen. Sobald die Luft sich in den Schläuchen etwas erwärmt hat wird sie in der folgenden Schlauchlänge weniger intensiv kühlen können. Dieser Hitzetauscher arbeitet bei Außentemperaturen von ca. 0°C etwas aber bei höheren Temperaturen macht er sich leider nur wenig bemerkbar. Mehr Alu Flex Schläuche wären effektiefer jedoch auch nur in der kalten Jahreszeit. In dieser ist die Luft oft sehr trocken und wenig zu Lüften kann dann von Vorteil sein. (Das ganze ist ein interessanter Gedanke, in den allermeisten Fällen wird es aber nicht viel bringen, es sei denn, dass deutlich kühlere Luft zum Ansaugen vorhanden ist, selbst dann sollte man sich von diesem System aber nicht das meiste versprechen, es wurde später wieder entfernt.)

Ein anderes System sich der Hitze zu entledigen bietet die Cool Tube, dieses ist ein Reflektor in einer Röre, die mit Alu Flex Schläuchen verbunden werden kann. Diese Reflektoren können dann in Reihe geschaltet werden. Ein gewisser Teil der entstehenden Hitze kann dadurch abgelüftet werden. Wenn die angesogene Luft nicht von Draußen oder von einer anderen Räumlichkeit stammt ist unbedingt darauf zu achten, dass sie durch einen Aktivkohle Filter angesogen wird. Würde sie aus dem Pflanzraum angesogen werden, würde sie Geruch transportieren. Diese Form eines Reflektors in der Röhre ist aber nicht so schön wie die eines normalen. Die Justierbarkeit der einzelnen Reflektoren könnte zudem leiden.

Es kann durch einen Filter angesogen werden, wenn um diesen ein dichter Kasten gebaut wird in den die Schläuche münden die durch die Cool Tube ansaugen. Der Lüfter saugt durch den Filter, der in der dichten Kiste sitzt und somit über die eingelassenen Aluflex Schläuche durch die Cool Tube an. Zudem kann der Lüfter auch noch Drehzahl gemindert werden und einige der Cool Tubes können über einen Alu Flex Schlauch von einer kalten Stelle ansaugen. Wenn eine Leitung mehr ansaugt als die anderen kann sie zum Anfang verjüngt werden. Es sollen nicht zu viele Cool Tubes in Reihe gelüftet werden, damit die vorbeiströmende Luft die Wärme noch aufnehmen kann. Die Schläuche, durch die durch die Cool Tubes angesogen wird sollen schnellstmöglich aus der Blütekammer hinausgeleitet werden, damit sie die Wärme nicht wieder an diese abgeben. Dieses würde jedoch auch ein Leitungs Wirrwarr werden bei dem eine hohe Decke sehr hilfreich wäre.

Diese beiden Möglichkeiten können jedoch auch zueinander verschmelzen. Alu Flex Schläuche werden über die Reflektoren gelegt. Deren Enden werden jedoch versiegelt. Über den Reflektoren werden Löcher in die Drahtschläuche geschnitten, diese müssen aber nicht sehr groß sein. Die Schläuche werden in eine dichte Kiste gelegt in der ein Aktivkohle Filter liegt durch den abgelüftet wird. Direkt über den Reflektoren oder auch direkt an deren Enden wird warme Luft sein. Die Röhre erzeugt viel Hitze und wenn die Luft nicht stark verwirbelt wird steigt diese an den Enden des Reflektors nach oben. In einen Hammerschlagreflektor (wie im linken und rechten Flügel der Blütebox) können auch kleine Löcher gebohrt werden durch die Luft nach oben entweichen kann. Zumindest soll der Alu Flex Schlauch direkt über den Reflektoren einen teil der Wärme absaugen, dieses wird jedoch nur ein Teil der abzulüftenden Wärme sein, ein Standartablüfter wird dennoch notwendig sein. Wenn der Lüfter vor den Alu Flex Schläuchen jedoch über Thermostat noch hoch fahren kann wäre dieses eventuell auch ausreichend.

Dieses ist die provisorische Auslegung dieser Technik. Professionell kann der Reflektor auch direkt für diesen Verwendungszweck geschaffen sein. Über dem ganz normalen Reflektor befindet sich ein Kasten der zu beiden Enden in einen Anschluss für die Alu Flex Schläuche mündet. Die Luft kann nun entweder nur durchgesogen werden um zu kühlen oder es können Zuluftschlitze geöffnet werden, durch die direkt über der Röhre die Luft angesogen wird. Da diese etwas oder ganz geöffnet werden können kann an einem Alu Flex Schlauch auch mehreren Armaturen montiert werden die dann so justiert werden, dass durch diese gleichmäßig angesogen wird.

Die Luft wird etwas in den Reflektor gesogen und nimmt die entstehende Wärme auf und wird dann abgelüftet. So wird gegen Geruch und Wärme Gelüftet, ein paralleler Ablüfter kann sich über Thermostat zuschalten wenn es dann doch zu warm wird. Somit wird die übliche Reflektorform nach unten erhalten und wird nur etwas höher. Der Kasten kann jedoch auch etwas flacher sein, wenn die Anschlüsse für die Schläuche vorgelagert werden.

Eine weitere und sehr einfache Möglichkeit dem Hitzestau etwas auszuweichen bietet die Nacht. In dieser ist es normalerweise ca. 10° C kälter als am Tag. Wenn die Beleuchtungsphase nun in die kalte Tageszeit gelegt wird kann die Temperatur besser angepasst werden. Wenn es sein muss in der Nachtphase, die dann am Tag liegt, in die Pflanzung zu gehen kann ein Licht mit Dimmer oder eine kleine schwache Taschenlampe verwendet werden. Es soll jedoch nicht in die Spitzen geleuchtet werden um diese nicht zu stören. Es soll zwar jegliche Beleuchtung in der Nachtphase vermieden werden aber die Outdoor Pflanzen hören bei Vollmond auch nicht auf zu blühen und bei dieser Beleuchtung ist es auch möglich die Konturen in schwarz weiß deutlich zu erkennen. Somit ist eine kurze sehr schwache Beleuchtung in der Nachtphase vertretbar wenn es sich nicht vermeiden läst.

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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.

Die Cool Tube

Hitze ist eines der größten Probleme des Indoor Anbaus das durch die intensive Beleuchtung verursacht wird. Für die Blüte soll ein m² wenigstens mit 350 Watt oder ca. mit 400 Watt beleuchtet werden. Der benötigte Strom wird im Leuchtkörper zu einem Teil in Wärme und zum anderen Teil in Licht umgewandelt wobei dieses Licht auch wärmt. Die Cool Tube setzt bei der am Leuchtkörper entstehenden Wärme an und versucht diese möglichst komplett nach Draußen abzuleiten. Dadurch muss zur Kühlung etwas weniger umgelüftet werden und die Wärmeentwicklung direkt unter dem Leuchtkörper über den Pflanzen ist viel geringer und schont diese.

Weniger lüften zu müssen hat drei Vorteile:

Erstens: Wenn die von Außen zugeführte Luft sich in der kalten Jahreszeit in der Blütekammer sehr erwärmt sinkt die Luftfeuchtigkeit und dieses strapaziert die Pflanzen ab einem gewissen Bereich. Sie werden gegen Schädlinge und Krankheiten empfindlicher und wachsen anstelle von kräftig saftig eher etwas magerer mit holzigem Stiel. Außerdem sinkt durch trockene Luft die Anzahl der Finger der Blätter. Die Pflanzen können ihr volles Potenzial nicht entfalten. Zu viel Luftfeuchtigkeit wäre zwar auch schlecht, da dieses die notwendige Verdunstung der Pflanzen, die sie zum Wachsen benötigen, mindert aber 50 bis 70 % schadet nicht wobei reifende Pflanzen mit dicken Blüten eher 50 bis 60% Luftfeuchtigkeit haben sollen, um Schimmel entgegen zu wirken.

Zweitens: Sobald mit einer CO² Begasung gearbeitet wird ist es besser so wenig wie möglich zu lüften ohne das die Anlage sich dabei überhitzt, dieses wäre ab 28° C der Fall. In Gewächshäusern wird es zwar oft wärmer aber in diesen stehen die Pflanzen nicht unter den heizen Armaturen die eine Überhitzung potenzieren. Mit jedem lüften wird der erhöhte CO² Gasgehalt nach Draußen geblasen und das hilft den Pflanzen Indoor nicht weiter.

Drittens: Im Hochsommer ist es Draußen oft genauso warm wie es Drinnen maximal sein soll. Soviel dann auch gelüftet wird so kann die Überhitzung lediglich gemindert werden. Dann ist es von Vorteil, gezielt die erwärmte Luft direkt am Leuchtkörper ablüften zu können. Zusätzlich erwärmt sich der Reflektor deutlich weniger und dieses schont die Pflanzen unter diesem, da er in erwärmten Zustand auch noch infrarot strahlt.

Schöner wäre es zwar, wenn die Röhre nicht hinter einer Glasscheibe verschwindet und wenn die Hitze durch den Reflektor nach oben hin abgesogen werden würde. Ob diese Glasscheibe nun aber ein Nachteil ist wird die Zeit zeigen.

Es geht hierbei jedoch nicht darum, den Leuchtkörper nun auf 40 cm an die Pflanzen heranzubringen sondern darum, die gesamte Raumwärme besser in den Griff zu kriegen. Zur Ausleuchtung der Fläche ist ein gewisser Abstand mit dem Leuchtkörper zu den Pflanzen notwendig und wenn der Reflektor nun wieder so dicht wie möglich an die Pflanzen gesetzt wird belastet es diese dann trotz der Cool Tube etwas. Die Erträge sind von der ganzen Fläche zu erwirtschaften und nicht von den Pflanzen, die direkt unter dem Reflektor schmoren. Prächtige Pflanzen stehen immer wieder am Rand der Ausleuchtungsfläche, dieses kann auch daran liegen, das sie dort besser Luft kriegen.

Es wird nicht nur die Cool Tube benötigt sondern auch Alu Flex Schlauch, ein Lüfter und gegebenenfalls ein Aktivkohle Filter. Die Cool Tube zu installieren wird einem nicht leicht gemacht. In dieser Situation wurde ein Stück Kabel mit einer Lüsternklemme angeklemmt, der vorige Reflektor wird mit einem Stück Kabel abgekniffen. Somit können die Reflektoren im Winter ausgetauscht werden wenn dieses gewünscht wäre. Es würde aber auch genügen, den Abluftschlauch der Cool Tube in die Zuluft umzuleiten um nicht so stark auszukühlen. Somit wäre die Hitze direkt über den Pflanzen gemindert und die kalte Zuluft erwärmt.

Zurück zum anklemmen: zu diesem gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einem können die Schrauben der Fassung etwas gelöst werden um diese zu entnehmen. Dann müssen die richtigen zwei Schrauben (außen links und rechts im rechten Foto) in der Fassung gelöst werden um in die andere Seite in die Öffnung das jeweilige Kabel hineinzustecken. Nun werden die Schrauben wieder angezogen. Die Erdung wird mit der Adernhülse per Kneifzange befestigt. Ein U anstelle eines Ringes wäre vorzuziehen, da die freie Schraube an der Halterung dann nicht abgeschraubt werden müsste. Sie zu lösen um die Adernhülse aufstecken zu können würde dann reichen. Die Masse soll auf der linken Seite und die Phase auf der rechten Seite montiert werden, ansonsten würde die Masse dann, wenn der Stecker richtig herum in der Dose gesteckt ist, auf dem Gewinde und nicht hinten in der Mitte liegen. Dieses oder den Stecker falsch herum in die Dose zu stecken wäre nicht sehr schlimm, es richtig zu machen ist aber vermutlich etwas besser. Mit etwas Geschick braucht die Fassung nicht abgeschraubt werden, da die Schrauben auch mit einem langem Arm durch die Cool Tube gelöst und wieder festgeschraubt werden können. Wenn die Fassung dennoch gelöst wird kann es von Vorteil sein, sich den benötigten Maulschlüssel zum Ende zu 70° umzubiegen um besser um das Eck greifen zu können.

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angeklemmt
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die Fassung

Die Halterungsschrauben müssen noch auf der Cool Tube angebracht werden. Sie sollen erst in das Gewinde gedreht werden um dann mit der vorher aufgedrehten Mutter auf dem Reflektor angeschraubt zu werden. Die Mutter soll nicht fest angezogen werden, da ansonsten die Glasröhre zerplatzen kann. Es kann noch der Reflektor (im nächsten Foto zu sehen) auf die Röhre gesetzt werden, ob dieser viel Sinn macht ist fraglich.

Nun können die Cool Tubes in die Blühkammer gehangen werden, der Alu Flex Schlauch wird zu beiden Seiten aufgesteckt und mit einer Schlauchschelle fest gezogen.

Die Montage wäre einfacher, wenn eine Fassung mit eingelassener oder aufgesteckter Lüsternklemme verwendet werden würde. Die Montage wäre sicherer, wenn eine Beschreibung zu dieser mit der Anmerkung beiläge, das die Halterungsschrauben nicht fest angezogen werden sollen.

Auf dem nachfolgendem Foto können zwei montierte Cool Tubes gesehen werden. Die Hitze, die direkt an der Röhre entsteht wird weitgehend abgelüftet. Somit wird es unter der Cool Tube nicht so warm, diese erwärmt sich auch nur etwas. Dieses ist auch ein Vorteil, da ein kühlerer Reflektor weniger Infrarot Wärme abstrahlt. Die Pflanzen brauchen zwar Wärme aber nicht Hitze.

Es handelt sich bei diesen Cool Tubes um das größere Modell mit ca. 150 mm anstelle von 125 mm Durchmesser. Für die 400 Watt Röhren wurde dennoch das größere Modell gewählt, da dieses vermutlich die Fläche von einem m² besser ausleuchtet. Der größere Cool Tube Reflektor ist mit 60 cm etwas lang um zwei von diesen auf zwei Metern Länge sinnvoll anzubringen. Damit diese unabhängig zueinander Höhenjustierbar bleiben müssen diese 20 bis 30cm Abstand zueinender haben, damit der Alu Flex Schlauch flexibel bleibt. Wie zu sehen ist passt es noch. Zu bemerken bleibt, dass ein wenig Licht verloren geht da es waagerecht in die Alu Schläuche strahlt wobei es in einem anderen Reflektor reflektiert werden würde. Dieses ist jedoch nicht bedeutend solange die Glasscheibe nach jeder Ernte mit etwas Essigwasser gereinigt wird, damit es zu keinen Verkalkungen kommt und diese sich nicht mit Dreck zusetzt. Würde diese Scheibe mit der Zeit verschmutzen könnte dieses merklich Licht schlucken.

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im Einsatz
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beleuchtet

Anstelle der unisolierten könnten auch isolierte Alu Flex Schläuche verwendet werden, damit diese nicht die Hitze der transportierten Luft wieder in den Blühraum abstrahlen. Angewidert von der Glaswolle, die einem von oben in den Nacken rieseln könnte, wurde auf dieses verzichtet. Der Schlauch soll möglichst kurz gehalten werden und wenn dieser sich deutlich erwärmt soll ein stärkerer Lüfter verwendet werden der die erwärmte Luft schneller nach Draußen drückt.

Abluft

In dieser Situation genügt ein 400m³ Lüfter für vier Cool Tubes, da nicht mit einem bremsenden Aktivkohle Filter gearbeitet wird. Es handelt sich hierbei um den selben Lüfter, der zuvor für den Wärmetauscher verwendet wurde, an dieser Stelle kann er auch auf einem Foto betrachtet werden. Da die Hauptlüftung kontinuierlich ablüftet strömt permanent frische Luft durch das Fenster hinein. Somit saugt der kleine Lüfter keine riechende Luft an, die dann ungefiltert nach Draußen geblasen werden würde. Ansonsten wäre es besser einen 600 bis 800m³ Lüfter durch einen Aktivkohlefilter ansaugen zu lassen um Geruchsneutral nach Draußen ablüften zu können.

Der kleine Lüfter saugt mit 100mm Schläuchen durch das Kippfenster an und bläst durch einen 125mm Schlauch weiter. Vor der ersten Cool Tube wird ein Metallübergang von 125 auf 160mm gesetzt um auf den größeren Durchmesser zu überbrücken. Der Metallübergang wird oben durchbohrt und unten wird mit einer Kneifzange ein Stück Metall herausgebissen. Oben kann der Übergang nun mit der Halterungsschraube befestigt werden und unten ist das Kabel wegen der Auslassung nicht im Weg. Da der Metallübergang im Durchmesser größer ist als die Cool Tube muss dieser Zwischenraum ausgefüllt werden um dicht zu sein. Hitzebeständiges Silikon oder Klebeband kann dazu verwendet werden. Für den Fall, dass der Lüfter mal ausfällt soll dieses Material nicht leicht entzündlich sein, auch wenn der Reflektor sich soweit nicht erhitzen kann, dass dieses gefährlich wird.

reduziert

reduziert

Der vorab beschriebene Vorgang, dass Reduzierstück auf die Cool Tube zu setzen ist in den oberen beiden Fotos zu sehen.

Der Lüfter soll entweder Tag und Nacht laufen oder per Zeituhr geschaltet werden. Er soll wenigstens eine halbe Stunde länger als die Beleuchtungsphase laufen. Da die Zeituhren einmal aufeinender eingestellt manchmal auseinender arbeiten soll die des Lüfters eine Stunde vor der Beleuchtung beginnen und erst zwei Stunden später aufhören.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, den Lüfter mit dem Relais der Beleuchtung zu starten und diesen eine halbe Stunde länger laufen zu lassen, wobei dieses nicht unbedingt nötig ist, der Rest dieses Kapitels ist dann nicht wichtiges Detailwissen.

Schaltung

Für die Relaisschaltung für den Lüfter, der etwas länger als die Beleuchtung laufen soll, wird ein Stromstossrelais und ein Multifunktionsrelais verwendet, diese sind auf dem Foto auf dem Holzbrettchen links montiert zu sehen. Es werden zudem zwei Stecker benötigt. Der eine wird mit in das Relais mit Zeituhr und Steckdosen gesteckt, dass in diesem Foto nicht zu sehen ist. Dieses schaltet die fünf 400 Watt Armaturen und soll den Lüfter nun mit ansteuern. Das Kabel, des Steckers versorgt das erste Stromstosrelais auf A1 und A2. Der zweite Stecker wird in eine Steckdose gesteckt, dessen Kabel mündet in die Lüsternklemme. Aus der Lüsternklemme wird das braune Kabel auf drei in das erste Stromstosrelais gelegt um von vier zum Multifunktionsrelais gelegt zu werden um dieses auf A1 zu versorgen. Von der Lüsternklemme wird nun das blaue Kabel auf A2 angeklemmt. Wieder wird aus der Lüsternklemme ein braunes Kabel gezogen um es an 15 am Multifunktionsrelais anzuklemmen. Von 16 mündet dieses Kabel nun mit einem Blauen und der Erdung in ein Kabel mit Steckdose für den Lüfter. Das Multifunktionsrelais wird auf Funktion A gestellt um mit den anderen beiden Rädchen die Zeit von einer halben bis zu einer Stunde einzustellen. Nun wird folgendes passieren: Das Hauptrelais schaltet 12 Stunden Tag und 12 Stunden Nacht. Parallel zu diesem wird das erste Stromstosrelais mitgeschaltet. Dieses leitet von drei zu vier ohne Strom und mit diesem nicht.

Es leitet nun 12 Stunden keinen Strom und dann 12 Stunden Strom weiter und versorgt das Multifunktionsrelais nun während der Nacht. Dieses ist auf eine Ansprechverzögerung von einer halben bis zu einer Stunde eingestellt worden. Sobald es Strom erhält wird es diesen erst nach der Ansprechverzögerung weiterleiten. Somit leitet es 12 Stunden plus die Ansprechverzögerung keinen Strom weiter und leitet 12 Stunden weniger der Ansprechverzögerung Strom weiter und zwar auf 18. Es wird aber auf 16 hinaus geleitet und nun wird Strom geleitet, wenn das Multifunktionsrelais keinen Strom erhält und solange die Ansprechverzögerung aktiv ist.

Dieses schließt nun den Kreislauf für den Lüfter, der nun die Tagphase plus die Ansprechverzögerung läuft und während der verkürzten Nachtzeit ruht.

Es soll darauf geachtet werden, dass die Relais mit wenigstens einem cm Platz zueinander montiert werden um sich nicht gegenseitig zu überhitzen, dieses könnte passieren obwohl diese jeweils nur 1,5 Watt verbrauchen.

Für solche Instillationen ist ein Spannungsprüfer wie der über dieser Instillation liegenden sehr hilfreich. Mit diesem kann geprüft werden, von welcher Stelle zu einer anderen geleitet wird, bei dem Stromstosrelais z.B. von eins zu zwei oder von drei zu vier, oder wie viel Spannung auf einer Leitung liegt. Hierbei soll das braune und das blaue Kabel mit je einer Spitze berührt werden, wenn die Masse mit der Erdung zusammengeführt wird fliegt die Sicherung raus. Es soll jedoch unbedingt darauf geachtet werden, ob der Spannungsprüfer auch die einzelne Masse feststellen kann. Wenn die anderen Kabel defekt sind kann das mit der Masse dennoch intakt sein, um dieses dann festzustellen wird die Funktion eines Stromprüfer Schraubenziehers benötigt.

Bei dieser Instillation kann die Ansprechverzögerung z.B. auch auf sechs Stunden gestellt werden. Dann könnte die Vorblüte parallel mit der Blüte hochgeschaltet werden und sechs Stunden nach dieser aus gehen. Ohne das erste Stromstosrelais kann das Multifunktionsrelais einschaltwischend arbeiten. Dieses ist die Funktion H, nun wird der Strom mit dem Strom weitergeleitet, von 15 zu 18 und zu 16 entgegengesetzt. Der Strom wird aber nur die eingestellte Zeit weitergeleitet und danach nicht mehr. Diese Schaltung ist auf dem Foto rechts zu sehen. Die Versorgung wird von der ersten Schaltung aus dem ersten Stromstossrelais von A1 und A2 zu dem Multifunktionsrelais auf A1 und A2 weitergelegt, dieses wird aus dem Relaiskasten versorgt. Das Multifunktionsrelais benötigt nun die Masse aus der Lüsternklemme, die auf 15 angeklemmt wird. Nun kann ein Kabel, in dieser Situation das einer Dreiersteckdose mit der Masse an das Multifunktionsrelais auf 16 angeklemmt werden um die anderen beiden Kabel entsprechen mit der Lüsternklemme zu verbinden.

Das Multifunktionsrelais wird nun einschaltwischend auf sechs Stunden gestellt, es wird nun auf 18, nachdem es Strom erhält, sechs Stunden Strom weiterleiten und danach nicht mehr aber auf 16 wird dieses umgekehrt sein. Nun setzt die Vorblüte sechs Stunden nach der Blüte ein und somit verteilt sich die Hitzeentwicklung etwas über den Tag.

Solange der Lüfter der Cool Tubes nicht kaputtgeht kann sichergestellt werden, dass dieser pünktlich mit der Beleuchtung hochfährt und etwas länger als diese ablüftet.

// Schlussfolgerung zu den Cooltubes: Sie haben zum einem nicht die gewünschte Reflektorform, sie haben eine Glasscheibe, durch die das Leuchtmittel scheinen muss und ein positiver Effekt hat sich leider nicht eingestellt. Die ganze Growkammer blieb einfach warm, es hat nichts gebracht, die erwärmte Luft ab zu lüften. Dieses wird mit daran liegen, dass die Lichtstrahlung einen guten Teil der Wärme trägt und zudem sind die AluFlexschläuche gute Wärmeleiter. Also wird nun keine Kaufempfehlung zu den Cool Tubes gegeben, sie halten das versprochene nicht ein.

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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.

Der Absaugreflektor

In dem Kapitel „der Wärmetauscher“ wurde angemerkt, dass es schöner wäre, die Luft nach oben durch den Reflektor abzusaugen um keine zusätzliche Glasscheibe um die Röhre zu haben. Bei der Cool Tube liegt die Röhre hinter einer Glasscheibe die verdrecken kann und dann Licht schlucken würde.

Ein gutes halbes Jahr wurden diese Cool Tubes getestet und folgendes kann angemerkt werden:

Richtig arbeiten kann dieses System nur, wenn es kalte Luft ansaugen kann. Wenn die Luft im Sommer 30° C warm ist wird der eigentliche Ablüfter genau wie sonst am Stück laufen. Es ist zwar besser, die Hitze direkt abzulüften aber der Vorteil ist dann nicht enorm. Als Nachteil kann die Reflektorform sowie die Glasscheibe gesehen werden. Die Hammerschlagreflektoren ohne Glasscheibe sind besser.

Ein Fehler wurde gemacht, dieser minderte die Kühlung durch die Cool Tube. Es wurde durch einen unisolierten 150mm Schlauch abgelüftet. Stellenweise könnte sowieso nicht mit dem isolierten Schlauch gearbeitet werden, da dieser unflexibeler ist. Ansonsten wäre ein dünnerer Schlauch besser gewesen, da dieser dann weniger Oberfläche gehabt hätte, der Wärme abgeben kann. Das Innenvolumen des Schlauches wäre geringer gewesen, sodass die warme Luft sich schneller durch diesen drücken würde und weniger von ihrer Wärme wieder an den Blühraum abgeben hätte. Demnach wären die kleineren Cool Tubes dann die besseren gewesen aber deren kleinere Reflektoren hätten dann andere Ausleuchtungseigenschaften.

Für gewisse Situationen kann die Cool Tube dennoch geeignet sein. Wenn mit kühler Luft angesogen werden kann und die Alu Flex Schläuche kurz gehalten werden und wenigstens Teilweise isoliert werden kann ein angenehmes Raumklima erzielt werden. Wenn einem die Höhe ausgeht kann die Cool Tube etwas dichter an die Pflanzen herangeführt werden, dieses kann gelegentlich auch von Vorteil sein. Insgesamt hat sich aber in der beschriebenen Blütekammer durch die Cool Tubes kein Positiver Effekt bemerkbar gemacht, es konnte auch keine deutlich kühlere Luft angesogen werden. Somit wird nun nicht zu diesem System geraten.

Aufgrund dessen, dass die Cool Tubes nicht ganz das gewünschte sind wurde nun der Versuch gestartet die erwünschten Absaugreflektoren selber zu bauen. Schon so einiges wurde zusammengebastelt und wieso sollte es dann nicht auch mit den Absaugreflektoren gelingen?

der Absaugreflektor

der Absaugreflektor

Dieses sind Fotos der ersten Absaugreflektoren, der oben zu sehende ist noch nicht ganz fertig gestellt. Es wird eine Regenrinne der mittleren Standartgröße von ca. 125mm Breite und eine solide Blechschere benötigt. Mit dieser wird der dicke Wulst der Rinne abgeschnitten und das Stück wird der benötigten Länge angepasst. Das umgebogene Stück zur anderen Seite der Rinne kann mit einer Zange grade gebogen werden. Nun werden fast zu den Enden der beiden Seiten des Regenrinnenstückes zwei Laschen stehen gelassen, dadurch, dass der Rest mit der Blechschere weggeschnitten wird. Zu diesen Stellen entsprechend wird durch den Reflektor ein längliches Loch eingelassen. Durch dieses werden die Laschen gesteckt und zur anderen Seite umgebogen. Das Problem ist, dass ein Blech nicht auf Aluminium gelötet werden kann, deswegen muss das Regenrinnenstück mit den Laschen an den Reflektor angeklammert werden.

Nun werden pro Reflektor je eine Steckverbindung benötigt. Diese werden mit einer kleinen Flex mittig durchtrennt. Durch die Steckverbindung wird ein kleines Holzstück gelegt auf das man sich während des flexen stellen muss damit das kleine Metallstück soweit stabilisiert ist das es gefahrlos durchgeflext werden kann. Nun bahnt sich das nächste Problem an. Die Metallübergänge sind aus einem härterem Metall das zudem verzinkt ist. Ein Blechrohr auf 125mm Durchmesser wäre besser, eventuell kann eines aus zwei Regenrinnenhälften zusammengelötet werden. In diesem Fall wurde die Verzinkung etwas angeschmirgelt. Nun wurden diese Rohrstücke zu einer Hälfte mit einem Blechstück verlötet das aus der Regenrinne geschnitten wurde. Dieses ist notwendig, weil der Durchluftkanal nur der Halbkreis der Regenrinne ist und die andere Hälfte des Metallübergangs zu sein muss. Dieses ist in den vorherigen zwei Fotos auf dem linken zu sehen.

Es ist nicht einfach, mit dem 100 Watt Elektrolötstab und dem Lötzinn kann nicht richtig an das verzinkte Metall angelötet werden, der Zinn verschmelzt mit dem härteren Metall nicht richtig. Dennoch hat dieses irgendwie geklappt. Auf dem unteren Foto ist zu sehen, wie diese Metallübergänge nun an die Rinne befestigt werden können.

Der Anschluss

Aus der Rinne ausgeschnittene Metallstreifen werden an das Blech und dann an den Metallübergang angelötet. Der drei mm starke Draht läst sich besser verarbeiten als der zwei mm starke, damit dieser anhaftet muss das Metall mit der Lötspitze erst erhitzt werden. Wegen der problematischen Arbeit wurden fette Nähte gezogen. Nachdem dieses fertig gewesen ist kam der Tipp die Metalle mit einer Poppnieten Zange zu befestigen. Ein Streifen aus der Regenrinne wird auf Position durchbohrt, die Niete wird durch das Loch gesteckt und mit der Zange befestigt. Ein Metallstift zieht durch die Niete das weichere Metall zusammen und reizt dann ab. Nun werden weitere Löcher gebohrt um weiter Nieten zu setzen.

Außerdem kann in diesem Foto gesehen werden, wie die Lasche an der Regenrinne durch das Aluminium ragt, zur anderen Seite ist diese Lasche umgebogen. Oben wird durch die Rinne durchgebohrt um Halterungsschraube mit Muttern und Unterlegscheiben von oben und unten zu befestigen.

In dem unteren Foto auf der Vorseite ist der fertiggestellte Absaugreflektor zu sehen. Mit normalem Silikon, dass bis zu 150° Celsius Hitzebeständig ist werden alle Ritzen und Löcher die sich im späteren Luftstrom befinden versiegelt. Die Flächen, die bearbeitet werden, sollen Fettfrei sein. Die Innennähte in dem zur Hälfte versiegelten Metallübergang sollen auch mit Silikon überarbeitet werden, dieses wird an dieser Stelle etwas mehr Stabilität erbringen.

Absauglöcher

Der wichtige Bestandteil des Absaugreflektors sind die Löcher die sich direkt über der später montierten Natriumhochdruckröhre befinden sollen, so wie es hier im Bild zu sehen ist. Dieses birgt einen kleinen Nachteil. Etwas Licht der Röhre wird durch diese Löcher verloren gehen. Wenn diese Reflektoren serienmäßig hergestellt werden würden wäre in der Mitte ein Spalt, nach 5mm Luft wäre eine reflektierende Platte die diesen Spalt überlappen würde. Somit würde der größte Teil des Lichtes zurückreflektiert werden und dennoch könnte die Luft angesogen werden. Die Ansauggröße des Spaltes kann noch durch einen nachträglich installierbaren Schieber verjüngt werden.

Die Löcher im Reflektor in dem oberen Foto sind mit 6mm nur vorgebohrt. Bevor die Absaugreflektoren aufgehangen werden sollen die Löcher noch auf 10mm nachgebohrt werden. Bei dem Reflektor der am weitesten vom Lüfter über den Alu Flex Schlauch entfernt ist können alle Löcher nachgebohrt werden, bei jedem weitern in der Reihe werden zwei bis vier Löcher weniger nachgebohrt. Dieses soll dazu führen, dass so ungefähr gleichmäßig durch jeden Absaugreflektor angesogen wird. Die Reflektoren können nun mit zwei angedrahteten Kettchen über der Ausleuchtungsfläche aufgehangen werden. Mit Schlauchschellen wird der Alu Flex Schlauch an den Metallübergängen befestigt. Der Schlauch soll etwas länger als der Abstand von einem zum anderen Reflektor bedacht sein, diese sollen etwas flexibel Höhenjustierbar sein. Die Endstelle kann durch eine reizfesten Alufolie oder etwas ähnlich Hitzebeständigen mit einer Schlauchschelle versiegelt werden.

im Einsatz

Dieses ist nun einer der vier Absaugreflektoren, der schon ein paar Tage zur vollen Zufriedenheit arbeitet. Mit ca. 50cm hängt er über den Pflanzen, die erhitzte Luft an der Natrium Hochdruck Röhre wird nach oben abgesogen, sodass der gesamte Reflektor sich nur ein wenig erwärmt. Leise hörbar wird die Luft durch die Löcher angesogen.

ein schönes Bild

die Abluft

In dem vorherigem Foto oben machen die Pflanzen unter den beiden Absaugreflektoren einen guten Eindruck. Unten ist zu sehen, wie die beiden Alu Flex Schläuche der linken und der rechten Seite der Blütekammer in den 400m³ Lüfter münden. Der Alu Flex Schlauch der linken Seite ist schon isoliert, die anderen Schläuche können wegen der notwendigen Flexibilität nicht so gut nachisoliert werden. Die Lüfterbox, die mit einem Schaufelrädchen arbeitet eignet sich besser als ein UFO Lüfter um die Luft durch die Schläuche anzusaugen. Mit diesen scheint der Leistungsverlust nicht merklich zu sein. Die Luft wird lediglich zum Hauptlüfter ausgestoßen der ununterbrochen etwas ablüftet. Der kleine Lüfter arbeitet während der Beleuchtungsphase plus eine halbe Stunde. Dieses funktioniert dank der Relais Schaltung die in dem Kapittel: „die Cool Tubes“ geschildert wird.

Isoliermaterial

isoliert

Schon erwähnt wurde, dass weiterführende Alu Flex Schläuche, die starr sein dürfen besser isoliert sein sollen. Als Alternative zu mit Glas oder Steinwolle isolierten Alu Flex Schläuchen wird in dieser Situation eine dünne Dämmmatte verwendet, die zur einen Seite, die zur Hitze ausgelegt wird, mit einer Alufolie abschließt. Diese Dämmmatte, die es im Bereich von Baustoffen nicht gibt, kann im Campingbedarf gekauft werden. Ansonsten wird diese noch mit einer Hitzeschutz-Eisschutz Folie, die für Frontscheiben von PKWs eingesetzt wird, umwickelt, damit weniger Licht geschluckt wird. Diese beiden dünnen Matten sind in den oberen Fotos zu sehen. Im linken Foto ist eine Ösenzange zu sehen mit der die zuerst erwähnte dünne Matte regelmäßig zum Rand hin gelocht wird um Ösen in die Löcher zu stanzen. Im rechten Foto ist zu sehen, wie die Matte mit Hilfe von Drähten, die durch die Ösen gezogen werden, um den Alu Flex Schlauch befestigt wird. Dieser Arbeitsweg ist nicht empfehlenswert, da die Ösen nicht lang genug sind um richtig durch die Matte gesteckt zu werden. Mit größeren Ösen wäre diese Zeitziehende Arbeit leichter. Sinnvoller wäre es, die Matte mit Klebeband um den Alu Flex Schlauch zu befestigen. Da die Außenseite der Matte Licht schlucken würde ist diese mit der Hitzeschutz-Eisschutz Folie umwickelt. Diese ist rechts im unteren Bild zu sehen, der schwarz umnähte Rand der Folie wurde abgerissen. Mit dieser Folie wurden auch die beiden Metallübergänge der Absaugreflektoren, die nicht benötigt werden versiegelt. Die dünne Isolierschicht unter der Alufolie würde bei zuviel Hitze schmelzen ohne zu brennen, so heiß würden die Reflektoren aber selbst bei einem Lüfterausfall nicht werden. Die Hitze kann dann zu allen Seiten entweichen.

Besonders in der kalten Jahreszeit läst sich mit den Absaugreflektoren ein angenehmes Wuchsklima erreichen. Die erhitzte Lüft wird abgelüftet und somit heizt der Raum sich langsamer auf. Dadurch bleibt der große Lüfter länger auf kleiner Stufe und wälzt weniger Luft um. Weniger frische trockene Luft muss erst auf eine Luftfeuchtigkeit von über 50% gebracht werden. Somit entsteht ein etwas milderes Wuchsklima. Im Sommer wird es wie bei den Cool Tubes ein kleiner Vorteil sein, die heißeste Luft gezielt aus der Kammer saugen zu können. Jedoch wird der Hauptlüfter dennoch wegen mangelnder kalter Luft auf höchster Stufe durchlaufen.

Die Cool Tubes sind in diesem Punkt des Absaugens der heißesten Luft in der Blütekammer vermutlich etwas effektiver aber dafür haben die Absaugreflektoren eine schönere Reflektorform und verfügen nicht über die unschöne Glasscheibe.

Je nach äusserer Situation mit der Zuluft, die nicht zu warm sein darf bringen die Absaugreflektoren etwas oder etwas mehr. Aber insgesamt sind sie besser als der Wärmetauscher oder die Cool Tubes. Leider gibt es diese Reflektoren nicht zu kaufen, es ist wirklich viel Arbeit, sie selber her zu stellen. Aber es geht.

http://www.hanftube.com

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Artikel modifiziert Montag 8. Oktober 2012 18:20, Erscheinungsdatum Dienstag 31. März 2009 14:02

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