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Wissenschaft: Entkriminalisierung verstärkt nicht den Cannabiskonsum

2004/05 - J Public Health

Original: Reinarman C, Cohen PD, Kaal HL. The limited relevance of drug policy: cannabis in Amsterdam and in San Francisco.

Wissenschaftler der Universität von Kalifornien und der Universität von Amsterdam untersuchten die Wirkung der Strafgesetze auf den Cannabiskonsum und schlossen, dass "die Drogenpolitik eine geringere Bedeutung für den Cannabiskonsum hat als gegenwärtig angenommen wird". Ihre Forschung wurde in der Mai-Ausgabe des American Journal of Public Health veröffentlicht.

Die Wissenschaftler verglichen Gruppen von erfahrenen Cannabiskonsumenten in vergleichbaren Städten mit gegensäzlicher Cannabispolitik - Amsterdam, Niederlande (Entkriminalisierung), und San Francisco, USA (Kriminalisierung). Ausser einem stärkeren Drogenkonsum in San Francisco fanden die Untersucher starke Gemeinsamkeiten zwischen den Konsumenten beider Städte. Es gab "keinen Hinweis für die Unterstützung der Behauptung, dass Kriminalisierung den Konsum reduziert oder dass Entkriminalisierung den Konsum verstärkt".

"Trotz der weit verbreiteten gesetzlich legitimierten Verfügbarkeit von Cannabis in Amsterdam, gab es keine Unterschiede zwischen den beiden Städten hinsichtlich des Alters beim Beginn des Konsum, des Alters beim ersten gewohnheitsmässigen Konsum oder des Alters beim Beginn des maximalen Konsums. (.) Wir fanden zudem konsistente Ähnlichkeiten bei den Konsummustern zwischen den verschiedenen Politikzusammenhängen," heisst es in der Studie. Ihr Fazit: ″Drogenpolitik könnte weniger Wirkung bei den Cannabis-Konsumenten haben als allgemein angenommen".

Artikel modifiziert Dienstag 11. Mai 2004 14:37, Erscheinungsdatum Dienstag 11. Mai 2004 00:00

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