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Zahl der Kiffer hat sich verdoppelt

das zeigt wie nutzlos die Verfolgung der Konsumenten ist.

Fast die Hälfte der jungen Schweizer hat schon einmal gekifft. Und Cannabis-Karrieren beginnen immer früher: Im Schnitt liegt das Einstiegsalter unter 16 Jahren. Das zeigt eine Studie, die im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) erstellt wurde.

Espace.ch 05 01 2006

Insgesamt haben 46,1 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen schon einmal Cannabis konsumiert, wie dem Cannabismonitoring zu entnehmen ist, das vom Nachrichtenmagazin «Facts» publik gemacht wurde. Befragt wurden im Jahr 2004 über 5000 Menschen im Alter von 13 bis 29 Jahren.

Sorgen macht den Experten, dass viele Kifferkarrieren schon im Kindesalter beginnen. Im Durchschnitt nähmen die aktuellen Konsumenten im Alter von 15,9 Jahren den ersten Joint, sagte Janine Messerli, Sprecherin der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) auf Anfrage. Die SFA war am Monitoring beteiligt.

Diese Resultate des Monitorings seien nicht überraschend aber besorgniserregend, sagte die SFA-Sprecherin. Der regelmässige Cannabis-Konsum etwa störe die Entwicklung der betroffenen Jugendlichen. Die SFA verlangt, dass Prävention und Beratung für Jugendliche verstärkt werden.

Etwa ein Drittel der aktuell Konsumierenden haben Probleme wegen des Kiffens. Hochgerechnet auf die gesamte Bevölkerung in dieser Altersgruppe sind das 4,3 Prozent. Diese Personen haben Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten, Angst, die Kontrolle über den Konsum zu verlieren oder geraten durch den Konsum ins soziale Abseits.

Erschreckend ist auch die Entwicklung des Cannabis-Konsums insgesamt seit Anfang der 90er-Jahre: Mehrere Studien, die das Monitoring miteinander vergleicht, kommen zum Schluss, dass sich der Anteil Kiffer in der Schweiz innert zehn Jahren verdoppelt hat.

Einen Lichtblick machten die Forscher in den letzten drei bis vier Jahren aus. Zwar gibt es laut Monitoring für diese Zeit keine eindeutigen Daten. Aber verschiedene Schülerstudien deuteten möglicherweise darauf hin, dass sich der Cannabisgebrauch auf hohem Niveau stabilisiert habe oder gar leicht rückläufig sei.

Erscheinungsdatum Montag 20. Februar 2006 02:11

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