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Cannabis Nulltoleranz ist unerwünscht

2004/07/06 - BZ-Ihre Seite

"Brienzer Gärtnerin"
Nachdem die Politiker und Politikerinnen des Nationalrates mit ihrem Nichteintretensentscheid vom 14. Juni (Revision des Betäubungsmittelgesetzes) ein weiteres Mal ihre Unfähigkeit bewiesen haben, in Sachen Drogenpolitik allgemein und insbesondere in der Hanf-Frage die Gesetzgebung der Realität anzupassen, zeigen Polizeiaktionen wie beispielsweise die Vernichtung von Hanfstecklingen in einer Brienzer Gärtnerei, wie unsinnig sich eine solche Politik auswirkt.
Die Kosten für die wirkungslose und kontraproduktive Repression belaufen sich auf mehrere Millionen jährlich, und wir als Steuerzahler müssen sie berappen. Und das, obwohl sich das Volk ganz klar gegen eine repressive Nulltoleranz-Drogenpolitik ausgesprochen hat (Abstimmung "Jugend ohne Drogen", 1977).
Angesichts solch untolerierbarer Zustände wird nun ein überparteiliches, nationales Abstimmungskomitee eine Volksinitiative zur Entkriminalisierung des Konsums von Cannabis sowie zur Regulierung der Produktion und des Handels lancieren (www.projugendschutz.ch). Alle, die sich eine vernünftige und sachliche Hanfpolitik in diesem Land wünschen, sind aufgefordert, diese Initiative zu unterstützen und mitzutragen. Den betroffenen Geschäftsleuten, welche Opfer dieser fragwürdigen Repressionspolitik wurden, bleibt zu wünschen, dass sie im Zuge der Liberalisierung vollumfänglich rehabilitiert werden und ihre Tätigkeit fortführen können, ohne als "Hanfkriminelle" von einem Staat abgeurteilt zu werden, der gleichzeitig jahrelang von ihnen Steuern und Sozialabgaben in nicht unbeträchtlicher Höhe eingenommen hat.

Ausgabe vom 25. Juni: Nathalie Anderegg, Interlaken
Article modifié le Donnerstag 29. Juli 2004 12:36, Date de parution Donnerstag 29. Juli 2004 00:00

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