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Schulen reagieren: Von der Urinprobe bis zum Verweis

2004/11/30 - 20 Minuten

Im Kiffen sind Schweizer Jugendliche Europameister. Eine erschreckende Tatsache, befinden auch unsere Schulen und greifen ab sofort härter durch - teilweise bis zum Verweis.

"Kiffen ist cool", "mit Cannabis bin ich dabei" - was auch immer bei den Kids die Gründe für den Haschisch-Konsum sind, sie vermögen die Schweiz an die Spitze einer europaweiten Marihuana-Statistik zu katapultieren (20 Minuten berichtete). Alles andere als lobenswert. Und eine Tatsache, die gerade Schulen hellhörig werden lässt: "Die gesetzliche Lage ist klar: Kiffen ist an der Schule verboten", so Beat W. Zemp, Zentralpräsident des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer. "Zudem haben Schüler nüchtern am Unterricht teilzunehmen".

Was viele Jugendliche nicht wissen: Bildungsstätten haben das Recht, bei Nichteinhalten dieser Regeln entsprechende Massnahmen einzuleiten. Diese wurden seit der Veröffentlichung der internationalen HBSC-Studie klar verschärft. Zemp: "Es wird vermehrt auf Einzelfälle geachtet". Ein klärendes Gespräch steht bei allen Grund- wie auch Berufsschulen an oberster Stelle. Reagiert der Betroffene jedoch wiederholt nicht auf die Forderungen und stehen schlechte Leistungen damit im Zusammenhang, kann eine Urinprobe angeordnet werden. Mario Antonelli, Sprecher von KV Schweiz: "Im Notfall wird zu solchen Mitteln gegriffen". Ein solches Verfahren kann mit einem Schulverweis enden.

Nur die Universität hält nichts von solchen oder ähnlichen Vorgängen. Das aus einem scheinbar plausiblen Grund, wie eine Sprecherin von Unicom Media weiss: "Das Kiffer-Problem besteht bei uns nicht".

Martina Rissi
Date de parution Sonntag 5. Dezember 2004 19:36

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